Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1784, [2])

thu«, und des Zuschlags gewärtigen, wobey zugleich zur Nachricht bienet, daß die verkauft 
ten Stücke ohne daare Bezahlung nicht verabfolget werde« können. Crombach den 17. No- 
vemd. 1734. 
2 ) Den Z. Nov. ist vor Philivpsthal auf der Straße nach Vacha ein englischer Hund, der Ply 
mouth heisset, braun von Farbe, ohne einen weiften Flecken an sich zu haben, mit langen her 
unter hangenden Ohren mir krausen Haaren, auch etwa- krausen Haaren über den ganzen Leid 
und am Schwanz, am Vorder- und Hinterbeinen herunter ganz kraus; etwas größer als ei 
ne ordtnaire englische Paeettr, diebischer weise aufgefangen worden. Wenn also solcher an 
jemand zum Verkauf kommen oder verschenkt werden sötte, so wird er von dem Eigenthümer 
überall, wo er angetroffen wird, weggenommen werden, indem dem Besitzer viel dar 
an gelegen, den Dieb zu entdecke». Wer den Hund ausfindig macht, und es anzeiget, hat 
5 Rthl. auch noch mehr nebst den Reisekosten zu gewärtigen. Die Anzeige kan entweder i» 
die Waisenhaus - Buchdruckerev, oder auch nach Barchfeld geschehen. 
3 ) Die Jgfr. Mevlin alhier erbietet sich alle Tapezir - Arbeit, sie bestehe worinnen sie wolle, 
als: Sopha, Matratzen, das Stck. nebst Zubehör lö Alb. ; Englische Stühle, Stuben zu 
bekleiden, und alles was zur Tapezir - Arbeit gehöret, so wohl auf da» Land als alhier in 
der Stadt, in dem billigsten Preist und auf die neueste Mode zu verfertigen. Dieselbe logirt 
an dem gewesenen weißen Stern gegen der Schneiderherberge, auf dem Pferbemarkt. 
4) In der holländischen Straße in des Metzger SchtebelerS Behausung, bey dem Posementier 
Eberhard sind etliche und 40 Stck. Canarienvögel zu verkaufen; auch r schwarze Staareu, 
wovon der eine das Pfeiffen, und der andere folgende Worte sprechen gelernt hat: Lieber 
Fritz, komm herein, s) Philippine komm herein. Z) Jungfer Baase. 4) Philipp komm 
hier, und zulezt: Spitzbube geh weg, auch noch andereWorte mehr. Der Preis für diese» 
sprechenden Vogel ist 5 Rthlr.; für den andern 1 Rthlr. und 18 Alb. 
5) Bey dem Huth-Fabrikant Hr.Franeois Faure «erden noch immer fabriciret: alle Sorten Hü- 
the eS sey in was für einer Mode es wolle, für Herren und Damen in allen Farben, mit Ca- 
storfedern wie auch mit Schwanenpeltz bordiret, und sind allezeit «m den billigsten Preist zu 
haben. 
6) Bey dem Traiteur Hrn. George Müller d. jüng. welcher sein Logis vor dem holländischen Tho 
re verändert, und nunwehro in dem ehemaligen Schäferischen Hause,, dem sogenannten Vaux- 
hall, wohnhaft ist, können Hochzeiten, Bälle und Tracemente in, und außerhalb des Hau 
ses gehalten werden. 
7) Ein Englischer Hühnerhund von der kleinsten Gattung und ein kleiner Mops sind zu verkaufen. 
8) Auf der Oberneustadr in der Frankfurter-Straße in Nr. 17. bey Hr. Mentzdorff sind nebst 
andenl Waaren zu bekommen: verschiedene ächte Sorten Danziger Liqueurs, in ganzen, hal- 
den, und Viertel - Bouteillen, die Bont. zu so Ggr.; wie auch im einzeln, jedoch nicht un 
ter r Alb. 
-) Ein Niederhessischer reformirter Pfarrer, welcher geraume Jahre her beschäftiget gewesen ist, 
den Studien gewidmete Jünglinge zur Akademie vorzubereiten, macht bekannt, daß er ent 
schlossen sey, mit dem Anfang des künftigen Jahres einige junge Leute in Pension zu nehmen. 
Er verbindet mit einem getreuen Unterricht in den einem künftigen Gelehrten nöthigen und 
nützlichen Schul »Wissenschaften zugleich eine christliche tugendhafte standesmäßrge Erziehung. 
Sotten sich also Eltern finden, die ihm ihre Kinder anvertrauen wolten: so belieben sich sol 
che noch vor nächstinstehendem Christ, Fest mündlich oder schriftlich an Hr. Düster, Opfer 
mann bey der Hofgemeinde in Cassel, in der Fürstenstraße neben dem Paradeplatz in Nr. 19z 
wohnhaft, zu wenden, welcher nähere Nachricht ertheilen wird. Briefe werden franko er 
wartet. 
io) Bey Jakob Schladen in Hameln au der Weser siad jederzeit rechte gute frische Trüffeln m 
haben, das Pf. 1 Mhlr. 
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