Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1784, [2])

686 ZZtes Stück. 
teresseuteulStatt finden rann. Gölte aber einem Interessenten von dem Cvllecteur, sein Rens. 
vationö-Lvvs unerlaubter Weife und gegn den Plan, vorenthalten werde«, so kann derselbe, * 
jedoch wenigstens u Tage vor der Ziehung, davon b:y uns Anzeige thun. unv sich versichert 1 
halten, daß ihme alle Rechrshülfe wiedersahren werde. Cassel den 4. Dcc. 178r. \ 
Si ä Llaffen-Eotterle-Lärection daselbst.) , 
Bücher-Ankündigungen. ( 
r) Da die vorhin auf den rrten Jun. angesetzte Versteigerung einer Anzahl meist juristischer l 
und historischer Bücher, damals nicht vor sich gehen mögen und daher nunmehr Dienstag- ! 
den 7ten Septembr. und folgende Tage Nachmittags 2 Uhr auf Fürste Kriegs Collegii Lxxe- ' 
<iitions-Stube vorgenommen werden soll; So wird solches.und daß diese aus vielen guten i 
brauchbaren Büchern bestehende Sammlung Montags und Donnerstags Vormittags daselbst in i 
Augenschein genommen, das geschriebene Vrrzeickntß derselben aber zu demeldter Zeit, so, 1 
wohl allda, als sonst bey dem Assessor Engelhard nach Gefallen eingesehen werden kann, 1 
dem Pudlico hierdurch bekannt gemacht. Cassel den 18. Aug. 1784. i 
AAlimir- Avancement. 
Des Prinzen Wilhelm zu Hessen Hochfürstl. Durch!, sind zum Obersten ernennt und Ihnen zu» 
gleich das vacante bisherige Reg. Prinz Friedrich Infanterie conferiret. 
Der Herr Prem. Beuten. von Baumbach beym Grenadier Reg.avanciretzumCapitaire 3 ls8u!te 
der Hr. Frey-Corporal von Bierseu im hlöbl. Reg. Erbprinz zum Fabndrich und der Herr 
Fähnrich von Rademacher im hl. Reg. von Knyphausen, wird in dieser Qualität bey das hl. 
Grenadier Regim. trausferiret. 
Gemeinnützige Sachen. 
Den Hanf-Bau und dessen Zubereitung betreffend. 
1) Die Erdarten, welche der Hanf erfordert, sind 3) schweres Maschland, b) Hassel« 
«) Grebe - d; Kley-Erde, e) reiner Leimen mit Saude melirt, keineswegeS aber 3) Kalk- 
d) Lohn- c) zeher Leimen d) Kieß- e) Flugerde.Grund, als worauf der Flachs eben we 
nig geräthet. 
2) Muß das Land im Herbst gut gedunget, der Mist untergeackert, im Frühjahr wo 
möglich nachgepfircht, sodann zeitig gerührt, Ende April oder Anfang May zur Saat gea« 
ckert, und dann gleich darauf vor dem lo.May der Saamen ausgesäet und «ingeeget werden. 
3) Auf einen Acker zu 150. ichschuhigen oder 5 Metzen Korn Aussaat müsse» 
8 Cassel. Metzen, oder 1 Scheffel Hanf-Saamen ausgesäet werden. 
4) Weil der Hanf in zrveyerley Arten, nämlich in Saamen-Hanf und Femel bestehet, 
fo muß bey dem letzter« der früher reif wird, genau acht gegeben werden, daß selbiger, wann 
das Laub gelb wird und die Spitzen oben anfangen zu melmen, oder zu stäuben bey trocknem 
Wetter ausgezogen, und entweder aufgestaucht, oder jede Handvoll mit einem Hanfstengel zu. 
fammen gebunden, und wann das Femeln geendiget, solcher an einem schicklichen Orte auf Wie, 
fen, Rasen oder Triescher ausgebreitet, nach io, bis 14 Tagen umgewendet, und so lange bis 
sich der Bast zu lösen anfängt liegen gelassen, alsdann aber aufgestaucht und getrocknet werde. 
5) Der Saamenträger oder Saamenhanf hingegen wird so lange stehen gelassen, bis 
die Saamenkörner schwarz und hart sind und von selbst ausfallen zu wollen scheinen, alsdau« 
wird selbiger ebenfalls ausgezogen oder gerupft, in Haufen gesetzet, mit einem Huth zu Bewah 
rung des Saamens versehen, und wenigstens 14 Tage stehen gelassen , bis er trocken ist, und 
sodann der Saamen auögedroschen. 
6 ) Kan«
	        

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