Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1784, [1])

Vom 34sen May 1784. 419 
<2) In der Hollanbifchenstrasie in Nr. 567. ist Warzen, Korn und Hafer auch Leinfaamen, imglei 
chen Scheer nudLammwolle um billigen Preiß zu verkaufen. 
33) B-y der Wittrb Kaufn». Langen in der MarNntstraße sind Abends und Morgens von der 
beste Sorte Spargen um billigen Prerß zu haben. 
K4) Bey dem Sattlermstr. Wimmel vor oem Zriedrichsplatze ist ein neuer viersitziger englischer 
. Reisewagen, welcher auch in der Stadt zu gebrauchen ist, zu verlassen. 
-5) Es hat Justus He-wich Dallwig daö Wohnhaus von Volprecht Kochendörfer nm eine Sum 
me Geld gekauft; wer näher Käufer seyn will, oder daran was zu fordern hat, wolle sich zu 
rechter Zeit melden. 
-6) Es bietet der hiesige privilegrrte Strumpfstricker- Fabrikant und Strumpfwirkermstr. Sohl, 
wohnhaft in der Fiicbqasse seine in seinem Laden führende Strumpfwaaren an, als: 3 sä- 
. dige sehr feine von Lelpzigerwolle verfertigte Manns- und Weiber» wie auch allerley bunte 
durch Maschinen gemachte Strümpfe, in Farben wie solche nur verlangt werden; auch andere 
ordtnaire Waaren, Mützen, Strümpfe, Kamaschen, allerhand Sorten Handschuhe, gestrickte 
j . Socken und dergleichen in den billigsten Preisen mehr. 
%D Mittwochen den 2ten Inn. und die darauf folgende Tage sollen zu Hofgeismar in der Me- 
trepvlit'intv verschiedene Effecten, eine Sammlung theologischer Bücher und eine noch wohl 
conditionirte Chaise, des Vormittags von y bis 12- und des Nachmittags voa 2 bis 6 Uhr, 
an den Meistbietenden gegen baare Eassawährung verkauft werden; sv dem Pudlico hierdurch 
ohnverhalten wird. 
28 ) Bey dem Gärtner Schelhase am Carlsthor sind Rosenstöcke in Flor, gefüllte Winter-Levcoje» 
von allen Farben, wie auch gefüllte Goldlackstöcke um billige Preise zu haben. 
Sy) Es sind in einem gewissen Hause in der Königsstraße in der Nacht vom igten auf denkten 
dieses Monats aus der Küche; 1) 2 silberne Eßlöffel wovon einer vorne etwas schadhaft, 2) 
eine kupferne Milchkanne mit schwarzem Stiehl, 3) ein kleiner metallener Mörser mit dem 
Stöler, 4) ein neuer zinnern Vvrlegelöffel, diebischerweise entwendet worden; wer hiervon et 
was zu kaufen bekornmt und es anzeigt, hat eine Belohnung zu erwarten. 
30) Auf der Oberneustadt an der Mauer nahe über dem Cöllntschenthor gelegen in des Maner- 
mstr, Eifers Garten sind Rosen-und Graöblumenstöcke in schönster Flor, verschiedene Farbe» 
Winter Levcojenstöcke, junge Orangen-Bäume, jederzeit Bouqets nnt allerley Blumen und jung 
Mistbeets- Gemüse zu haben. 
Ai) Nachdem künftigen Mittwochen b.26. MayNachmittags 3 Uhr des verstorbenen Hrn.Kammer- 
zahlmristers Wirtich hinterlassene Blumensarnmlung so in auserlesenen Aurickeln, Ranunkeln, Tu- 
lipanen, Hyazintrv, Tazetten, Isnquillen und Rosen, theils in der Erde theils in Scherben 
bestehet, nebst einer Partie lediger Glasscherben an den Meistbietenden öffentlich gegen baare 
> ,, edftrmäsige Bezahlung verkauft werden sollen; so wird solches dem Publrco hierdurch bekannt 
gemacht, und können sich die Kauflustigen alsdann in der Franksurterstraße.in des Hrfweiß- 
hindermstrs. Wasmuths Behausung einfinden. Cassel den ry. May 1734. 
3 . CH. Gundelach, Regierungs - Sccrctarius. 
gr) Schon seit if Jahre verfertige ich eine neue gelbe mineralische Oehifarde, die sowohl von 
auswärtigen als hiesigen Kennern mit vielem Beyfall ist ausgenommen worden. Diese Farbe 
hat Vorzüge, welche sie von allen jetzt bekannten merklich unterscheidet, es ist ein ganz reines 
Gelb und übertrifft an Schönheit den besten Königsgelb, sie trocknet sehr geschwinde, mit 
blossem Leinöhl gerieben ist sie in 12 Stunden völlig trocken, kein Geruch, noch etwas der 
Gesundheit schädliches, wenn sie in Stuben verbraucht wird, ist daran zu finden: sie verträgt 
die Mischung mit allen Farben wo unreine statt har; mit Berlinerblau und Spahngrün macht 
. es ein vortreffliches Grün, welches sich an der Luft nicht verändert. Man nimt z. E. ein Pf. 
dieser gelben Farbe, r Loth Berlinerblau und 1 Loth Spahmqrün. reibt eS mit Leinöhl oder 
. Firniß zusammen, so entstehet daraus ein schöne- grün, welches man durch Veränderung der 
Pro
	        

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