Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1784, [1])

Dom 8ten März 178 ;. säi 
es zu melden, und kann er sich eine gute Belohnung desto sicherer versprechen, da das ganze 
Glück einer Familie von der Entdeckung dieses entwendeten Stücks abhänget. 
ISj Es sollen den 24U» des nächstfolgenden Monats März verschiedene Erbfruchtqefälle bestes 
hend in Fünfzig Viertel Partim aus denen Dorfschaften Westuffeln, Ober? und Nieder^Meys- 
ser alljährlich zu liefernder, guter, reiner, trockener und unverfälschter Früchte, Casselische« 
Gemäßes entweder zusammen, oder von jedem Ort besonders an den Meistbietenden verkauft 
werden, und können sich alsdenn die Kauflustige bemeldeten Tages Vormittags auf Fürstf. 
Regierung einfinden und auf das höchstgethane Gebot nach Befinden des Zuschlags gewärti 
gen, wobey übrigens zur Nachricht dient, daß sowohl daö Verzeichniß derer Eensiren, als 
auch die nähere Umstände nach Verlangen im Termin vorgelegt werden sollen. Cassel den 
18 . Febr. 1784» B. XV. Aüppel. Vig. Commis. 
19; Bey der Wittib Kaufnurnn Langen, sind wohl eingerichtete ganze und halbe Chaisen, urst 
billigen Preiß zu verlehnen; sie erbietet sich für eine Leiche um den sonst gewöhnlichen PreiS 
von lü Ald. nur rr Alb. zu nehmen: sie hat auch einen großen Fahrwagen, der noch in gutem 
Stande ist, zu verkaufen. 
20) Ein Frauenzimmer, welches sich feit kurzem hier niedergelassen und in der Schranische« 
Behausung neben dem Uhrmacher Hrn. Heise in der Dvonisiistraße wohnt, empfiehlst sich de» 
stens, in Band und halben sowohl als ganzen seidenen Zeugen von allen nur möglichen Farben 
in den feinsten und besten Engl. Arten um die billigsten Preise zu färben. Sie erbietet 
sich auf Verlangen jederzeit vorher Proben zu machen. Sie will auch seidene Zeuge waschen, 
«lS Stoffe, Atlas, Moor, Damast, Tafte, drodirte seidene Zeuge, Wiener Ncglischeeu. 
21) Bey dem Kaufmann Hr. Friedr. Helmcke aufcher Oberueustadt in der Frankfurterstraße 
sind sehr schmakhafte Bamberger Iwetschrn angekommen und zu 22 Pf. für ( Rthlr. und im 
einzeln das Pf. zu i alb. 8 hl. zu haben. 
»r) Der Riemer Machmer der jüngere, hat z Fuder Heu beysammen zu verkaufen; eS ist bey 
ihm in seinem Garten anzufragen. 
S3) Die Jungfer Mevlin allhier erbietet sich so wohl in der Stabt als aufs Land in Tapezir« 
Arbeit, Stühle, Cannapeen, Sopha, Madrazen, neue und alte herum zu mache«, nebst 
Zwirn und Bindfaden das Stück 16 alb., desgleichen ueumodigeBettvorhänge, auch Stube« 
mit allerhand Tapeten nach der neuesten Art, um den allerbilligsten Preis zu verfertigen; sie 
wohnt auf dem Pferdemarkt neben dem Kaufmann Hr. Binbernagel. 
24) Es soll künftigen Mitwochen den i7ten dieses auf hiesiger Aecis» und Licent» Stube eine 
Partie Caffeebolmen zu 50 und 25 Pf. gegen baare Bezahlung an den Meistbietenden ver 
kauft werden. Dem Pudlico wird daher solches, und daß die Äuction ermeldeteu Tages Nach 
mittags um 3 Uhr ihren Anfang nehmen wird, hierdurch bekannt gemacht. Cassel den 4tea 
März 1784. 
25) Bey jdcr am 27ten Febr. 1784. vor sich gegangenen 2Z7ten Maynzer Lotto - Ziehung sind fol 
gende Nummern aas dem Glücksrade gehoben worden, als: 
i8. 72. 79. 25. i 6 „ 
Die 258. Ziehung geschiehet den ryten März 1734. 
$6) Ein * auf den Tod des Herrn Pfarrers Llemen gedrucktes Gedicht, wird, nach der Inten 
tion des Verfassers, zum Besten derjenigen alten Armen, die von den-in etlichen Wochen 
. fertig gedruckten > Groben Lutherischen Gesangbüchern, aus Unvermögen, keines ankaufe» 
können, in dem hicsigen, in der Martinistraße gelegenen, Lutherischen Waisenhause unten auf 
der Erde für r Ggr. verkauft. Wohlthätige Geber, in, und um Cassel, werden der 
Absicht des Verfassers nicht entspreche», und ihren Groschen, znr Beförderung der Erbauung, 
ganz gerne beytrage». 
Beso»,
	        

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