Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

Vom 
October 1783. 
-i) Nach Bremen im Lauf dieser Woche entweder ttmA, ober -eh«-Kutsche ju reise«, 
wird anständige Gesellschaft gesucht, und tsti bey dem T^ikant Hr. Frtdr. Wilhelm Landree 
das weitere zu erfragen. 
sr) Bey dem Grenadier Dick in der Dionysiistraße ist ein ÄU r ^ie Ankunft Ihrer Kö 
niglichen Hoheit der Gemahlinn des Durchlauchtigsten Prinze« Cak, H^n, für 1 Alb. 
zu haben. t 
AZ) Es macht der Hof-Parfumeur Hr. DufreSne bekannt, daß ausser 2),« wohlriechenden Waa 
ren, die er in seinem in der Elisabetherstraße am Hof von Engelland habenden Laden, sowohl 
ins Große als ins Kleine um billige Preise zu verkaufen, auch so eben aus Metz, Bar le Duc 
und Verdun erhalten hat, an trockenen Confitüren: Mirabellen, Reine - Clauden, Abriko, 
sea, Kirschen, Pfirschen, Zucker. Birnen u. s.w. an flüßigen Confitüren: Quitten, weiß und 
rothe Johannisbeeren - Gelee, Abrikosen. Saft, ganze Kirschen, weiß und rothe Himbeere«, 
Eprne vinene u. d.g. an LiqaeurS von eingemachtem Oost, als von Pfirschen, Nüsse, Reine- 
Clauden und Juckerdirnen, wie auch von der besten Sorte Verdunscher Juckerkörner. Oben- 
bemeldter Hr. Dufresne erbietet sich zugleich, der Jugend beyderley Geschlechts in den An- 
faugsgründen der französischen Sprache gründlichen Unterricht zu geben; auch den ihm an- 
verrraueteu Kindern dre nöthige gute Erziehung mitzutheilen. 
$4) Verschiedene Umstände nöthigten mich verschiedene Schulden unbezahlt zu lassen, als ich 
vor sieben Jahren mit dem hochlöbl. Regiment von Knyphausen in America gieag; nun wün 
sche ich mich aber mit meinen sämtlichen Gläubigern gütlich zu setzen; diese sowohl Bekannte 
als Unbekannte habe ich demnach hierdurch einladen wollen, sich den izten künftigen Monat- 
November allbrer in meinem Quartier entweder persönlich, oder durch hinlängliche Bevoll 
mächtigte einzusinden, und wegen der Bezahlung das weitere beliebig zu accordiren. Ziegen, 
Hain am 22. Ocr. 1783. Schimmclpfenmg, Capitain im hoch!. Regim. v. Knyphausen. 
Besondere Avtrtijj'*m*%tt . 
1) Bev der anheute mit bekannter guten Ordnung und den vestgesetzten Solennitäten vollzogene» 
2O4ten Ziehung der dahiesigen Hochfürstl. Heften- Casselischen gnädigst garautitten Zahle«- 
Lotterie, sind die Nummern: 
3 i. 7 . 5 . 53 . 66. 
«uS dem Glücks-Rade gezogen worbe«. Die 68te Ziehung in Marburg geschiehet den 29. 
Octob. Die iZSte Ziehung in Darmstadt den 5. Novembr. Die 205t« Ziehung in Cassel den 
I2ten ejurä. und die folgenden von 3 zu 3 Wochen. Cassel den 22. Octob. 1783. 
General-Direction der Hochfürstl. Hess. Laffellrschrn gnädigst garanrirken Zahten-Lotterle. 
2) Don Gottes Gnaden Wir Friedrich, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Graf zu Catzen, 
einbogen, Dietz, Ziegenharn, Nidda, Schaumbnrg und Hanau rc. Ritter des Königlich, 
Groß-Brittanrnscken Ordens vom blauen Hosenbäude, wie auch des König!. Preußische« 
Ordens vom schwarzen Adler rc. rc. 
Liebe Getreue! 
Nachdem zeithero viele auswärtige mit Zinn und Messrngblech belegte, vergüldete und versilber 
te Knöpfe in Unsere Lande gebracht und verkauft worden. Wir aber deren weitere Einführung 
auf fünf Jahr lang aus der Ursache gänzlich zu verbieten «utgefunden haben, weil in Unsrer 
Residenzstadt dergleichen Kuöpfe in guter Qralität und für billige Preise fabriciret werden; 
So wird Euch gnädigst befohlen, dieses Verbot nicht nur aewölmlichermaßen öffentlich bekannt 
zu machen, sondern ^auch darüber zu halten , und gegen die Contravenienten mit der Confisca 
tion zu verfahren. Zugleich aber wollen wir, daß künftighin alle fremde laquirte und gedre- 
hete Mvdekuöpft sowohl, als auch die Stahlkuöpft statt des bisherigen Licents mit vier Ggr. 
Ppp pp per
	        

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