Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

73 ° 4lter Stück. 
zufolge vom iten bis den 8ten jeden Monats ohnfehlbar an den Receptor Noll zu bezahlen, 
widrigenfals sich selbst beyzumessen, daß solche sofort executive beygctrreben werde. Cc.ssel den 
Io. Sept. 1783. AusHürstl. Steuer-Collegio. 
4) Künftigen Donnerstag den 16. huj. soll Vormittags 9 Uhr und Nachmittags um 2 Uhr mit 
dem Verkauf der Obstbäume im Garten hinter dem Lyceo Fridericiano der Anfang gemacht 
und die folgenden Tage damit fortgefahren werden. 
5) Bey Hrn. Heinrich im Stralsund, ist frischer Schleenwein die Bouteille io Alb. 8 Hlr. 
zu haben. 
6) Eine von dem berühmten Meister Bosseller in Darmstadt mit vielen Fleiß gearbeitete Wind« 
düchse die sich in völlig gutem Stande befindet, ist zu verkaufen. Man thut daraus, wann sie 
ganz voll gepvmpet, 12 Schuß mit Effect, schießet daraus mir einer Kugel, deren Extremitä 
ten in die in der Büchse befindliche Züge passen, das stärkeste wilde Thier in einer ziemlichen 
Entfernung tod, es kan aber auch mit Geschrot oder Hagel daraus geschossen werden, wann 
nur vorher ein Papier-Pfropfen auf den Grund gestoßen, und das Geschrot darauf geladen 
wird. 
7) Es ist allhier eine in recht gutem Stand seyende halbe Reise - Cbaise mit 2en Coffres und ei 
nem Kasten gegen billigmäsige Bezahlung zu verlassen: und kaun solche in hiesigem PosihauS 
in Augenscheim genommen werden: Kaustiebhabere belieben sich bey dem Fähodrich Herr 
Bornmann in der Casernenstraße anzugeben, allwo sie die wetteren Cvnditiones vernehmen 
werden. 
8) Der Herrschaft!. Pachter - im Ackerhofe zu Erfurt Hr. Friedrich Christoph Bartol meldet 
denjenigen, so ächten und reinen neuen sowohl weissen als rothen Erfurter großes Kraut - oder 
Kappes-Saamen zu kaufen gesonnen sind, daß er dergleichen in sehr guter Quantität zum Ver, 
tauf in ganzen, oder einzeln, lezteres doch nicht unter 1 Pfund, vorrathrg liegen, auch schon seit 
vielen Jahren große Quantitäten an Aufkäufer abgesendet hat. Liebhaber können sich dahero 
an ihn wenden, annehmliche Preise und gute Bedienung um so mehr gewärtigen, da er f«r 
die Güte des Saamens zu stehen sich aufrichtig verbindlich macht. 
9) In der Rouxischen Handlung, sind ohne die bereits bekannte viele Sorten, von Spanischen, 
Französischen, und Rheinischen Wein, anrtzo auch, sehr guter Hermitage, Madera, und Tinto 
d'Alicante Wein, so wohl in Fässer, als in Bouteillen, wie auch Ponrae vov 28 bis zoRrhlr. 
das Oxboft, zu haben. Ferner eine neue Partie des berühmten spanrschen Tobacks, genannt 
Saint-Pere, in blecherne Büchsen, zu 3s, 2J, i| und if Rthlr. die Büchse, wie nicht weni 
ger sehr guter Varinas Toback No. 5 zu 14, 9to. 6 zu 1 Rrhlr. und No. 7 zu 24Alb. das Pfund. 
10) Auf der Oberneustadt im schwarzen Adler, sind ledige große und kleine Weinfässer zu ver 
kaufen. 
H) Es ist die Madam Grüuwald gesonnen Französische Schule zu halten, und Kinder welche 
Französisch lernen sollen in Pension zu nehmen, alles um einen billigen Preist, ihre Wohnung 
ist in der Dionysirstraße bey dem Bäckermeister Leise. 
12) Es ist das vor dem EvUnischen Thor am Rothenditmolschen Fußpfad zwischen dem Kuhlen- 
campischeu Lande und Schmidtischen Wiese gelegere Haselische Land, um eine gewisse Sum 
ma verkauft worden, wer daran was zu prätevdiren hat, taun sich Zeit Rechtens melden. 
13) Ei« schöner Pelz von grünem Camlot und mir jungem Fuchssell gefüttert, auch ein schöner 
Seifen-Keffel mit kupfernem Rumpf und 2 Leitern, jede 62 Stuffen lang, stehen aus drrHand 
zu verkaufen. 
14) Es ist das halbe Loos Nro. 4190. zur 6ten Classe 26ter hiesigen Waisenhaus Lotterie aus 
der Collecte des «Dchutzjuden Abrah-rm Jtzig alhier verlohren gangen; es wird daher ein jeder 
vor dessen Ankauf gewarnet. 
15) Es find dem Hrn. Verwalter Frautschy vom Sonntag auf den Montag, 2 grüne Kissen 
aus dem Wagen entwendet worden; wer dieselbe hat, woll« sie ihm gegen Erstattung des Werths, 
unter Verschweigung seines Namens wieder zurückgeben. 16)
	        

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