Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

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PeS Stück. 
L) Etz sind auf der Oderneustabt in der Wilhelmsstraße Nro. lZy. eine Treppe hoch, allerhand 
Sorten Masqueraden-Kleioer, sowohl Domino, als Franens-Kleider in Seide und Tamis, 
wie auch veneüanische Mäntel um billige Preise zu verlehnen. 
3) Da sich zeithero mehrere Personen des so nützlichen Habichtswalder Steinkohlendrandes ha 
den bedienen wollen, es ihnen aber an Gelegenheit gefehlet bat, die desfalsigen Bestellungen 
,, nach dem HadichtSwalder-Bergwerk gelangen zu lassen, so ist zur Bequemlichkeit deö Publici 
die Verfügung getroffen worden, daß der Landbcreiter Umbach aühier, alle Habichtswalder 
. Steinkohlen-Bestellungen von sicheren Personen arwehmen soll, wenn nehmlich dèe Anzahlz der 
Fuder, der Nahme des Bestellers und die Nro. des Hauses, wo die Kohlen abgeladen werden 
sollen, auf einen Zettel bemerket wird. Wobey es sich jedoch von selbst verstehet, daß die 
Steinkohlen nach dem Empfang sogleich bezahlet werdet: müssen. Cassel den 17. Jan. 178z. 
Aus Lürftl. Nriegs- und Domamen - Lämmer. 
4) ES sollen in der hiesigen Aue eine Anzahl wilde Castanien, Linden, ordinaire Eschen, des 
gleichen mit schwarz oder rothen Blatt versehene Eschen - und Etchew Pflänzlinge verkauft wer 
den ; es können sich also diejenige, so von einer oder der andern Sorte etwas zu kaufen Lust 
haben, bey dem Bauschreiber Arend zu weiterer Anleitung melden. 
Aus Surftl. Kriegs - und Domainen - Lämmer. ' 
5) Der Hof-Kupferdrucker Hr. Müller in des Kaufmann Hrn. Lorenz Behausung auf dem Markt 
wohnhaft, macht hierdurch bekannt: daß bey ihm schöne neue Kupferstiche, sowohl auf engli 
sche, als auf viele andere Arten, desgleichen alte, von berühmten Meistern gestochene und für 
im Zeichnen sich üben wollende Personen dienliche Stücke; wie nicht weniger Visirten-Billets 
und in Kupfer gestochene Wechsel-Briefe um die billigsten Preise zu haben stehen. Auch benach 
richtiget er die Catun-Tobacks-und Karten-Fabricanten, daß er alle Arten von Holz-Stichen 
verfertiget. Er erbittet sich geneigten Zuspruch und verspricht prompte und billige Bedienung. 
6) Montags den 27ten dieses sollen bey demHrn. Reg. Proc. Ll.Prollius in drsHr. Dr. Franken 
Behausung Nachmittags 2 Uhr, ehe mit der annoch daurenben Bücher-Auction fortgefahren 
wird, die in dem Anhange des Bücher-Catalogué verzeichnete Kupferstiche, Landcharten, 
Microscop, Tubus benebst dem Stativ, eine goldene Uhre und helfeubeinern Sonnenzeiger, an 
den Meistbietenden öffentlich verkauft werden, welches zu jedermanns Nachricht hierdurch be 
kannt gemacht wirb. 
's) Frau Mayer eine Harfenistin, so von dem berühmten Hr. Reymann in Wien gelernt hat, 
die sich noch überall mit vielem Beyfall hitt hören lassen, empfiehlt sich denen Liebhabern der 
Musik, kann auf dero Verlangen in ihre Häuser geholt werden, auch erbietet sie sich denenje- 
uigen, so schon etwas auf der Harfe spielen können. Stunden zu geben, wenn sie zuinformi- 
ren bekomt, bleibt sie hier bis Osieru, sie logirt tn der Martinistraße im goldnen Löwen bey 
Hr.'Seemantel. 
r) Der Riemermstr. Machmar jun. hat einige Fuder recht gut Heu zu verkaufen: nähere Nach 
richt ist bey ihm im Garten, oder in seines Vaters Hause in der Petristraße zu haben. 
9) Es ist jemand gesonnen Jnformatiön auf dem Clavier wie auch auf der Violine zu geben; 
die Musik-Liebhaber denen damit gedienet,können in der Johannesstraße in Nro. 388. in cher 
Zte Etage hintenaus weitere Nachricht bekommen. 
jo) Bey dem Kauf- und Handelsmann Hr. Jacob Böttner wohnhaft am Markte, sind abermal 
von allen Farben englische und französische papierne Tapeten angekommen, welche Ehlen breit 
und 3 Ehlen jedes Stück lang ist, alle um billigen Prcrß zu haben. 
Ii) Dt Hr. Förster Spies ist willens allerhand zur Oeconvmie gehörige Sachen, einen Wagen 
ne-st Geschirr und dergleichen, aPferdedavon einsein Wallach und 6 jährig, das andere eine 
Stube und 4 jährig, auch Schafe, ein Rind und 5 gute Bienenstöcke, so wie allerhand Haus- 
Mdvilitñ, durch eine frey willige und öffentliche Auction zu verkaufen ; Liebhaber wollen sich 
auf den ein und vor allemahl vestgesetzten Tag, als den irten Fedr, künftigen MonatS frühe 
MrgenS 9 Uhr, in feiner Behausung zu Wolfsanger einfinden» ii)
	        

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