Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

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24 tes Stück. 
X 7 ) Es ist am gten dieses Monaths von Cassel nach Wabern ein hellbraunes Spanisch Rohr mit 
einem elfenbeinern Knopf und ledern Band daran, verlohren gegangen; wer solches gefunden, 
wolle es in der Holländischenstraße in Nro. 567. gegen ein gut Douceur wiederabgeben. 
IS) Beyder am 3iten May 1783 vor sich gegangenen 244ten Maynzer Lotto-Ziehung sind fpl- 
gende Nummern aus dem Glücksrade gehoben worden, als: 
66. 77. 7. 77. 4. 
Die 245. Ziehung geschiehet den riten Zunii 1733. 
19 ) 3 » dem Wiederholdschen Hause Nro. 642,. in der Autonistraßesollen gegen cassamasige baa» 
re Bezahlung meffmgeue Gewichte von i bis 30 Pf. allerhand Waagen, verschiedene Laden-Sa,, 
eben und andere Geräthschaften, wie auch Balancer-Mandeln, eine Kiste Corinten, weissrr 
Pfeffer, gelb Holz, holländischer Leim und Loorberen, verauclionirt werden, und wird damit den 
aoten des Nachmittags um 2 Uhr der Anfang gemacht. 
-0) Der nnt dem letzteren Transport aus America gekommene Invaliden-Sergeant Johann Hen 
rich Gchäffer von Harle Amt» Felsberg, vermisset seine 13 jährige Tochter, Namen- Lacha- 
rina Eliesabeth; fie ist etwas blatternarbig von Gesicht. Er bitter in seiner deshalbigen Ver 
legenheit einen jeden, ^.er davon Nachricht überkäme, nm Mittheilung derselben. 
3r) In der Einhorn-Apotheke ist frisches Dorf-Geismarisch Wasser zu haben, große Boutell. 
8 für t Rkhlr. und kleine rcr. 
32) Es sollen verschiedene unausgebauete Häuser in der Wessensteiner- Vorstadt, obnentgeltlich 
zum ausbauen überlassen werden; diejenige» welche selbige zu übernehmen willens, und aus 
zubauen im Stande sind, können sich bey dem Bauschreider Arend melden, und wegen Ueber- 
wetfung derer Häuser demnächst das weitere gewärtigen. Cassel den 2. Inn. 1733. 
Aus Lürstl. Kriegs - und Dornameu- Cammer. 
33) Das bekannte Fulde-Baad in der Aue ist'wrederum errichtet worden, die Damen und Herrn 
so davon Gebrauch zn machen belieben, werden dazu eingeladen; diejenigen so sich aboniren, zah 
len für täglich eine Stunde den ganzen Sommer durch 4 Rthkr. welche aber einen Monath 
nehmen, zahlen r Rtülr. einzeln aber die Person 4 Alb. 
34) Nachricht einer in Bremen errichteten Sterbethaler-Gefellschaft, genannt Bremens Wohl. 
Die Gesellschaft hat sich nicht allein die hvchobrigkeitliche Bestättigung ihrer Verfassung, son 
dern auch das von Hochdenenselben hochgeneigt ertheilte Vorrecht, die Arrestsreyheit der auszu 
zahlenden Sterbegelder zu rühmen, nicht minder eine hinlängliche Sicherheit zu versprechen, 
da die bestellte Caution angenommen, und dem hiesigen Archiv auf gürigstcr Erlaubniß E. 
Hvchrdken Hochweisen Raids zur Aufbewahrung übergeben worden. Sie wird, wenn solche 
vollzählig aus 300 Interessenten kesichen, und 300 Rthlr. Sterbegelder liefern. DaeInftttur 
ist besonders für Personen von 50 und mehrern Jahren, welche an keiner bisher errichteten 
Genossenschaft mir einem so geringen Beytrag wie in dieser, Theil nehmen können, vortheilhaft, ; t 
ist nicht in Classen getheilet, Manns - und Frauenspersonen, fremd und einheimisch, können, 
rtrnr nicht über 65 Jahr alt, vor der Hand Antheil nehmen, und börsten doch dev jedem Ster 
befall nur einen Rthkr. beytragen , nur ist dieses ein Vorrecht der sich zuerst meldenden; denn 
wenn die bestimmte Anzahl 'vollständig, alsdann wirb keiner über 62 Jahr alt zum Mitglied» 
angenommen. Da nun die Compkettirung in kurzem erfolgen dürfte, indem bereits verschie 
dene eingeschrieben; so wird keiner der Belieben haben möchte beyzutreten, seinen Vortheil ver- z 
kennen und sich durch zu spätes Einschreiben der Theilnehmung unfähig machen. Jüngere Per 
sonen können auf den Namen älterer eintreten; von allen aber sind gültige Geburts und Ge» 
fundheitsscheine bey der Einschreibung einzubringen und für r Sterbefälle voraus zu bezahlen. 
Briefe aber, die Fremde etwa an mich directe addreßiren möchten, müssen frankirt seyn. Ich 
bezweifele keinen allgemeinen Beyfall und offerire die gedruckte und von mir unterschriebene 
Verfassung dem geehrten Publicum, um solche beliebigst bey mir abzufordern. Bremen den 5» 
May 1782. Henrich Locke, Gerh. Sohn.
	        

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