Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

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Si) Eine zum Amt Spangenberg gehörige Gemeinde, verlangt zum Anbau einer neuen Kirche ein 
Capital a 500 Rthlr. gegen 4 p. Cent, auszunehmen , und dann auf die .ZU erfolgende erheben» 
de ländliche Collette sogleich wieder abgegeben werden: nähere Nachricht hiervon giebt der 
Kaufmann Hr. Daniel allhter rn der Unterneustadt. 
Notificationts von allerhand Sachen. 
i) Seit 14 Tagen ist zu Heckershausen Amts Cassel ein zweyjährig braun Stube»-> Fohlen auf 
gefangen, der Eigenthümer dessen wolle es gegen Erstattung der Futterkosten beym dasige« 
Greben baldigst abhohlen lassen. 
S) Demnach eine bey gemeiner Stadt dahier sich vorfindende ohngefehr zwanzig Cent, wiegen 
de kupferne Braupfanne an den Meistbietenden gegen baare Bezahlung verkauft werden solle, 
und Terminus Licitationis aufFreytqg den ölen Jun. ». c. hierzu anberaumt worden; als wird 
dieses zu jedermanns Nachricht und Wissenschaft hierdurch bekannt gemacht, damit diejenige, 
welche sothane Braupfanne an sich zu ersteigern Lust haben, sich in bemeldten Termino Mor 
gens früh 9 Uhr auf allhiesigem Rathhaus einfinden, ihr Gebot thun und sich des Zuschlags 
gewärtigen können. Fritzlar-bey Churfürst!. Stadtgericht benag. May 1783. 
Ex Mandato & In fklem, I. &. Scholl , Stadt - und Gerichts Secrctarius. 
3) Es ist ein kleiner Spitz-oder Haldehund, halb geschoren und von Farve grau, auf der Oder 
neustadt verlohren gegangen, wer von diesem Nachricht gibt, kann sich eines rarsonabetn Dou 
ceurs gewärtigen. 
4) Es steht ein zweysitziger Stadtwagen wohl coyditionirt und mit gelben Plüsch ausgefchlagen 
für 30 alteLouisd'or zu verkaufen. 
.$) Eine zweysitzige Chaise in rechten gutem Stande mit rothen Plüsch ausgeschlagen, eine vier- 
sitzige balde Chaise mit grünem Plüsch ausgeschlagen, zwey Schlitten mit kompletten Geläut, 
vier Pferde Geschirr geld beschlagen , 2 weiss Fliegen - Netze,zu 4 Pferden Einfiechre-Zeug mit 
Zubehör von weissem Zwirn, eine Drechselbank, eme kleine Kelter, Schildereyen und noch ver 
schiedene Sachen, sind bey dem Hr. Cassirer Dellbrück auf der Oberneustadt wohnhaft, gegen 
haare Bezahlung um billige Preise aus der Hand zu verkaufen. 
#) Von der 2yten Braunschw. Lotterie wovon die erste Classe den löten Fun. ». c. desgleichen 
auch von der zten Gothaer Lotterie deren ersten Classe den i4ten Jul. gezogen wird, sind noch 
einige Loose bey dem Kaufmann Hrn. Struben am Markt zu haben. 
7) Der Kauf- und Handelsmann Hr. Weber macht bekannt, daß er ausser den schon bekannten 
führenden Ellenwaaren ein schön Assortiment von Floren nach dem neusten Gout, Marli, Roll 
marli- Rolldrat, Carcasse», unter andern von englischen faconirten Amens in allen Farben so 
* zu Schuhen und Kleidung getragen wird, englischen Tamis in allen Farben, Göttinger Cam- 
lot zu Sommer-Kleidern; Baumwollene Zeuge von denen neuesten Farben und Dessins erhalten 
har. Er empfiehlt sich bestens; die Preise werden aufs allerbill'gste gestellt. 
r) Bey, der Kaufmann Frau Langin in der Mattinissaße, sind Abends und Morgens von der 
besten Sorte Spargeln zu haben. 
9) In der Jvhanneostraße bey dem Tapezier Hr. Diederich stehet ein Sopba nebst einem bald 
Dutzend englischen Stühlen, einzeln oder zusammen, wie auch ein halb Dutzend ordinaireVlühlö 
mit grünem Tuche bezogen, um ein billiges zu verlassen. 
10) Es hat Johannes Dippell von Wehlheiden eine Obligation unterm 8ten May 1756 an den 
Johann Eckhard Diemer zu Cassel über 40 Rthlr. Capital ausfertigen lassù, woriuuen Pässen 
Behausung und Garten zwischen Joh. George Friedrich und Peter Wiederecht. neöst einer 
Waldwiese an Ack. groß am H bichtspfuhl gelegen speciaUter verschrieben. Da nun edach-» 
te 40 Rthlr. Capital im Jahre 769 bezahlt, im Hvpotbeken Buche aber die Ovligation »ucht 
ausgethan worden, und gedachte Johannes Dippels Tochter namentlich Anna Sacharins ver- 
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