Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

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Gelehrte Sachen. 
x) Da die bisherigen Karten von der Wetterau unvollständig und fehlerhaft sind;' so hat der Ku, 
pferstecher Hr. Ioh. Jak.Müller in'Hanau es unternommen, eine vollständige und richtige 
Karte von der Wetteran zu zorchnen. Er hat in dieser Absicht nicht nur die Gegenden selbst be 
reiset, sondern es ist ihm auch von Beförderern sonstiger Vorschub dazu geschehen, wodurch er 
denn unter andern auch die besten Situationsrisse der Hanauischen Aen>ter nutzen können. Es 
wird diese Karte r Schu 8 Zoll lang und 2 Schu Rhein, hoch seyn, und die Grafschaften Ha 
nau und Ob. Isenburg, das Stolldergische Gebiet, Solms Lauoach und Rödelsheim ganz, 
Solms-Braunftls und Hohen-Solms aber zum Theil, das Gebiet der Fr. N. St. Frankfurt 
und WeZlar, der Burg Frirdberg, einen groftn Theil der Hess. Darmst. Lande, einen Theil 
: von Kur-Maynz, dem Stift Fulda und der Nassaurschen Landen, erneu Theil der zur Rnchs- 
ritterschaftsgehörrgen Ortschaften rc, die Landeshoheit dabey unterscher end, ent! a ten. Anfdem 
Wege der Snbscription soll das Exemplar illuminirl auf starkes weisses Papier zü Kr. im 24 
Fl. Fuß kosten undkünstige Ostern geliefert werden. Für die hiesigen Gegenden, rdleteich mich 
zur Besorgung. 8. w. Slriedcr. 
2) Bey allen Bemühungen frommer Männer, welche durch ihre Schriften gute Kennintsje uudstrom- 
me Sitten unter den Menschen verbreiten, giebt es doch der Bücher noch immer zu wenige, 
die zum Unterrichte der niedrigsten Classe der Menschen geschrieben sind. 
Man hat daher geglaubt, daß der bisherigen Menae von Almenachen ohngeachlet, ein 
Talender das schicklichste Mittel sey, dieser Classe von Menschen wenigstens e.nen Theil je 
ner Kenntnisse zuzuführen. Und da die Erfahrung schon längst bewiesen hat, daß nichts 
mehr den Trieb zu guten Handlungen so sehr rege macht, als der Anblick gunr Beispiele, 
so hat man auch bei'dieiem Malender auf solches Mittel Rücksicht gekommen. 
Unterzeichnete Buchhandlung ist nemlich willens, mit dem Anfang des folgenden Jahrs 
einen Talcnder fürs Volk heraus zu geben. Dieser Volk ca'ender entdält I. statt der bisherigen 
Nahme» der Heiligen die Nahmen solcher Menschen aus chm niedrigen, wenigstens aus dem 
ungelehrten Stande, die sich durch irgend eine gute Handlung bekannt gemacht haben. Die 
Nahmen guter Haimomraner hat man, da der Caleuder ihr Landemann rsi, mit grösseren 
Buchstaben drucken lassen. Unmittelbar nach dem Calendcr folgen die Erzählungen der guten 
Handlungen selbst. II. Einige Abhandlungen über moralische Gegenstände, nahmentlich 
l) Ueber die moralische Erstehung, eine häusliche Scene. 2) Ueber die Gewohnheit man 
cher Eandieute, den Stadttnann zu betrügen, ein Gespräch. 3) Der (Quacksalber, oder der - 
betrügerische 2lrzr, ein Gespräch. 4) Vom Mitleiden gegen die Thiere. 111. Eirstge.occono- 
mische Regeln. 
Um sich bei den Kosten dieses Buches in etwas zu sichern, wählet man den Weg der Sub- 
fcrtption, und bietet es denen, die sich vor der Mitte des Januars unterzeichnen, für i2Ggr. 
an; nach Verlauf dieses Ter mns aber kann es nicht anders, als für 16 Ggr. verkauft wer 
den. Da das Buch wenigstens ein Alphabeth stark wird, so hoffet man, daß man diesen 
Preis für sehr billig halten wird. Hannover im Nov. 1782. Schmidtsche Buchhandlung. 
Der Buchbinder Hr. Mourguet erbietet sich Pränumeration hierauf anzunehmen, rm Fall 
sich hiesiger Orten Liebhaber dazu finden sollen. 
Fremde und hiesige Personen, so vom 2 5 ten bis den zr. December 
in Cassel angekommex. 
LeiPZ. Thor: D. 25. 4 Stud. k. v. Gott. !. i. Strcuss D. 26. Hr. Lient. Gippert, vom 1 Bat. 
d'Angelellv, l. i. Gastb. a. K. P. D. 27. Hr.v. Babr, k. v. Gö't. l. b. Hr, Fäbnr. v. Bähr. 
D. 2y. Hr. Lieut. v. Schenck nebst 2 Unt. Off. v. hl. Leid-Drag. Reg.welche3 Arrest. Officiers 
die Hon. Lienr. Gautier, Fäbnr. v. Beneville und du Bois nach Spanqenberg gebracht. D. 30. 
Hannöo. Drost Hr. v. Cölln und Hr. Lieut. Reinhard, l. i.G. ñ. K. P. D. Zl. Hr. v. Dou- 
venay, auss. Dienst, k. v. Hamburg; l. i. G. a. K. P. Holl.
        

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