Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1783)

126 ?tes Stück'. 
wann die Strümpfe noch ziemlich guth, daß sie fast wieder wie neu werden: er macht auch 
feine linnen und baumwollen Strümpfe, nimmt auch nur z alte seidene Strümpfe und macht 
einen neuen Faden dabey. 
17) Montags den 17. Februar dieses Jahrs und die folgende Tage des Nachmittags von 2, bis 
6 Uhr, sollen alhier im Gastbause am Königsplatze Mobilien von Silber, Kupfer, Mcßing, 
Ainn, Eisen, Glas, Porcellain und Fayence, inqleichen Lisch- und Bettlinnen, Frder-Betten, 
Madratzea, Bettspannen, von unterschiedener Gattung mit Umhängen, Cowmoden, Comrvirs, 
Secretaires, Nacht, Commodrn, Schränke, Tische, Stühle und anderes Hölzerwerk nicht we 
niger eine gute Pendul-Uhr, Rhein- und rother französischer Wein, Ohmenwerse und «aun 
es Kauflustige verlangen zu §, und £ Ohme gegen Bezahlung nach Cassa-Währung verauctio- 
«tret werden. Cassel den 29. Jan. 1783. 
18) Es ist zwischen dem 14. und tüten dieses Monats (also am vorigen Dienstag, Mittwoch oder 
Donnerstag ) durch gewaltsamen Einbruch in das akademische Museum die grosse gediegene 
Silberstufe die darrvn verwahrt ward, entwendet worden; sie enthält einen Centner am'Ge 
wicht, sieht unförmlich auS, ist zackicht, an vielen Stelle» wie ausgesressen, oder durchlöchert; 
schwarz angelaufen und mit etwes Kalchspat vderRothgülden besetzt. Der Unglückliche der sie' 
entwendet hat, kann unmöglich verborgen bleiben; hierzu sind alle Anstalten bereits getroffen; 
und anch durch gegenwärtiges wird demjenigen, welcher die gewisse sichere Nachricht zu ge 
ben weiß, so, daß das Stück wieder zur Stelle gebracht werden kann. Einhundert Reichs 
thaler in zwanzig Pistolen, allenfalömit Verschweigung seines Namens, versprochen. Auch 
jeder andere welcher dienliche Nachrichten zu geben weiß, soll eine verhältnißmässige Beloh 
nung erhalten. Göttingen den 16. Januar 1783» Academisches Museum. 
19) Bey dem Kaufmann Herrn Heinrich Lange in der Martinistraße ist feiner Braunschweiger 
Flachs 4I Pf. für 1 Rthlr. zu haben. 
20) Es sucht jemand einen mittelmäsig grosen Garten vor dem Eöllnischen oder Hohenthore so 
gleich, ganz, oder halb zu miethen. 
20 Es sollen künftigen Donnerstag als den roten dieses, vrrschiedeneGehölze, als: Haynbüchen, 
Aspen, Saalweiden, Erlen und Eichen, in der hiesigen Aue, anden Meistbietenden gegen baare 
Bezahlung verkauft werden, es haben also die Kaufliebhabere sich besagten Tages Nachmittags 
um r Uhr, bey dem Eingang in die Aue in der Gegend des Pförtner Hennings Behausung ein- 
zusinden. Cassel den 13. Febr. 1783. Ärcnd, Bauschreider. 
AL) Es hat sich jemand beygeben lassen, einem gewissen jungen Frauenzimmer von Stande Eh 
renrührige Dinge anzudichten, wer den Erfinder dieser boshaften Verläumdung zu entdecken 
weiß, dem wird ein Recompens von Zeben Louisd'or und die Verschweigung seines Namens 
versprochen. Der Herr CommissariuS Barmeier gibt nähere Anweisung. 
Besondere Av $r t ijs t m cn tt. 
1) Bey der anhente mit bekannter guten Ordnung und den vestgesetzten Solennitaten vollzogenen 
lyrten Ziehung der dahiesigen Hochfürstl. Hessen-Casselischen gnädigst garantirte» Zahle»« 
Lotterie, sind die Nummern: 
17. 41. 13. 86. 10. 
aus dem Glücks-Rade gezogen worden. Die z6te Ziehung in Marburg geschiehet den ly. 
Febr. Die irüte Ziehung in Darmstadt dev 26ten ejugcl. Die lyzre Ziehung in Cassel den 
§ten März und die folgenden von 3 zu z Wochen. Cassel den > ir. Febr. 1783. 
General-Direction der Hschfürstl. Hess Laffellischen gnädigst garanrirten Zahlen-Lotterie 
2) Nachdem falsch uachgeprägte Fürstl. Brankenburgische Conventious-Thaler mit der Jahrzahk 
1775. zum Vorschein gekommen, welche zwar ein gmeS äußerliches Ansehen haben, dennych 
. aber
	        

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