Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1782)

Vom i6ren December 1782. 9.43 
hölzern Hausgerätbe, auch Leinen, Betten und Kleidungen an die Meistbietende gegen baare 
Bezahlung veranctioniret werden, wer davon etwas zu erstehen gesonnen, kann sich um evve- 
meldete Zeit daselbst angebe«. 
3) öiu noch in gutem Stande befindliches komplettes Billard wird zu kaufen gesucht. 
4) Ern Seifenkcssel mit einem starken kupfernen Rumpfe, worinn ein Centn. Serse gesotten werden 
kann, ist zu verkaufen. . .. 
5) Bey dem Kaufmann Hr. Elias Wilhelm Gansmann am, Markte ist wiederum extra temer 
Italienischer Rosoglio oder Liqueur zu haben, als: Aqua d'Oro, Abswzio,Angel:ca, Amándole 
amare, Aranzi, Anneñ, Bergamotto, CaneUa Cordiale, Cedro, Ginepro, Limoncello, Menta, 
Pérsico, das Fläschgen a 20 Alb. dergleichen noch fernere Sorten, Alkerm.es, Maraschrno, 
Melissa, Polachina, Portogallo, Rattafia a 2.4 Alb. inqlerchen Morcheln, Trüsseln, Champig 
nons, frischer Oesterreichischer Senft und mehrere Waaren in billigen Preist. 
t) In der Schloßstraße Nro. 175. sind annoch einige Cananen-Vögel, zu verlassen; der Haun 
zu l2, und l6 Ggr., das Weibgen zu 3, und 4 Ggr. auch die zur Hecke gehörigen \ht\ut 
sind ebenfalls zu verlassen. , , 
7) In der Hollärrdischenftraße in Nro. 567. ist gut Korn, Hafer und Erbsen ingleichen eme Par- 
thte Scheer- und Lammwolle um billigen Preist zu verkaufen. 
8) Bey Hr. Hühner in der Martinistraße Nro. 34. sind gute Rheinweine in Ohmen und Bon- 
teillenwekse, wie auch gute Franzweiue in Oxthofr und Bout. desgl. Sälzerbrunnen 6 Krüge 
zu i Rthlr. Bout. Propfen das ioo zu 8 Alb. extra guter Weinesiig die Bout. zu 4 Alb^ zu 
haben. 
9) Der Traiteur Hr. George Müller jun. macht bekannt, daß wann jemand in oder ausser dem 
Hause Traktamente oder Hochzeiten hält, er sich bestens empfiehlt; er hoft daß ein jeder mit 
ibm zufrieden seyn werde, sein Logis ist im Bertrandischen Garten bey dem Holländischen 
Thor. 
Iv) Hr. Sebastian Eigensatz anjetzo Wemhändler und Traiteur, macht bekannt, daß er den ir* 
fien Jarmarii 1783 den Gasthof zum Hof von Engelland, ohnweir dem Fürst!. Schlcße allhier, 
' beziehenwirb. Diejenigen Fremden, welche ihm die Ehre ihres Zuspruchs gönnen, werden 
reinliche vnd commode Zimmers, französische und teutsche Betten, wie auch guten Tisch und 
- alle Sorten gute Weine um billigen Preist bey ihm finden. Ueberhaupt soll Sicherheit, Rein» 
lich und Willfährigkeit der Haupt Endzweck seiner Bemühung seyn. 
N) Die Cbocvlade-Fadricantin Frau Cailigary aus Mannheim hat mit gnädigster Erlaubniß 
' eine neue Chokolade-Fabrique in hiesigem Fürstlichen Meßbanse etadlrrt, und rbul dem ge 
ehrten Pablico hierdurch zu wiss-n, wie sie daseidst folgende Sorten ven Chocolate mit- 
und ohne Vanille verfertiget und nach denen d-kygesitzten Preisen von ¿ Pf. an dis zu^, j und 
ganzen Cent, von ihr verkauffrt werden, nehmlich: Chccolade Nro. r. das Pfund iü Ggr. 
'dito Nro. L. das Pf. 20 Ggr. dito Nro. 3. das Df. I Nrhlr. dito Nro. 4. das Pf. l Rthlr. 
4 Gar. dito Nro. 5. das Pf. l Rthlr. 8 Ggr. dito Nro. 6. I Rthlr. 12 Ggr. dito Nro 7. 
I Rtblr. 16 Ggr. Desgl. ist auch bey ihr zu haben sogenannte ä plitee: von erster Sorte mit 
L’ombrellie p. Pf. l Rthlr. und von'2ter Sorte ohne L.'omdrcl!iep. Pf. 20Ggr. wieauchttro- 
co!ade-8antc a i Rthlr. auch I Rthlr. 8 Ggr. p. 1 Pfund. Ferner find bey ihr zu bekom 
men: Cocan-Bohnen von lter Sorte á 12 Ggr. und 2ter Sorte 20 Ggr. p.Bf. Cscau-Schalen 
- wird daS Pf. vor 2 Ggr. verkauft und wird zum Trank bereitet wie der Costee; wvdey zu mer 
ken: daß diese Schaaken sehr gssund sind vor die Auszehrende, und Leute die gerne fett 
werden wollen. Sie cffcriret auch server durch das Ausschenken ter Cbocolade, zu jedermauuS 
beliebiger Nachricht ihre Dienste; unter Versicherung des billigsten Preises u. promter Be 
dienung erwartet sie den geneigtesten Zuspruch. Logirr im Meßhaufe in der untersten Etagege- 
gen dem Spiegel Magazin über. 
rr) Wen» ein junger Mensch von 14, 15 bis 16 Jahren, von guter Herkunft und Erziehung, 
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