Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1781)

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Zins Stück' 
den ist, für Melancholie ist er sehr gut; wann Fremde diesen Balsam verlangen, belieben sie 
an Hrn. Carl Christian Düuker, wohnhaft an der Brüderkirche Nro. 695. den Brief zuaddres, 
siren. Biiefe nebst dem Geld was der Balsam kostet, nemlich 8 Ggr. bittet man franco eirizw 
senden, wogegen mau prompte Antwort erhalten wird. 
29) Bey dem Bäcker Wilhelm Collignon sind die gewöhnlichen Gewürzkuchen zu haben. 
go) Bey dem Buchbinder Naumann in der Schloßstraße, sind verschiedene Sorten Neujahrs, 
wünsche, auf Atlas, Pyramiden und Bogen, für verschiedene Preise zu haben. 
Besondere Av sr t ijst m tntt. 
1) Bey der mit bekannter guten Ordnung, und den vestgesetzten Solennitäten vollzogenen loZtea 
Ziehung der Hochfürstl. Hessen-Darmstädtischen gnädigst garantirten Zahlen-Lottene, sind diese 
Numern r 
50. 24. 83. 43. 78. 
aus dem Glücks-Rade gezogen worden. Die I72te Ziehung in Cassel geschiehet den lyten 
Dec. Die güte Ziehung in Marburg den syten Dec. Die loüte Ziehung in Darmstadtjden 
2. Jan. 1782. und die folgenden, von 3 zu z Wochen. Cassel den 12. Dec.. 1781. 
General-Direction der Hochfürstl. Hess. LaffeUischen gnädigst garantirten Zahlen-Lotterie« 
2) Nachdem mißfällig wahrzunehmen gewesen, daß das Reiten und Fahren über, den Fried- 
richsplatz des desfalS schon ergangenen Verbots ohngeachtet, wieder überhand nimmt, LcrenilN. 
mi gnädigste Intention aber dahin gehet, daß solches ein für allemahl abgestellt werden solle: 
als wird jedermann, wes Standes nnd Würde er seye, hiermit verwarnet, sich dessen so gewiß 
pro kuturo zu enthalten, als er widrigenfals sich selbst beyzumessen hat, daß er nicht nur von 
der Schildwache scharf zurückgewiesen, sondern auch üderdas nachdrücklich bestraft werden wird. 
Cassel den 27. Nov. 1781- Fürstlich Hessische Poiicey-Lcmmission hierselbst. 
3) Diejenige so willens sind die hiesige Policey- und Eommercien - Zeitung aufs bevorstehende 
i782ste Jahr zu pränumeriren, wollen den Betrag dafür und zwar aufs ganze Jahr mit 1 Rthlr. 
und halbe Jahr mit 12 ggr. vor Ablauf dieses Monats an mich gefällig berichtigen lassen. 
Cassel den 5. Dec. 1781- Heer, Cassier. 
4) Nachdem seither mißfällig wahrzunehmen gewesen, daß von Seiten des Public» gegen den 
eigentlichen heilsamen Zweck des dahresigen Findelhaus-Jnstttutsohngescheuet gehandelt geworden, 
gestalten durch das bisher überhand genommene leichtsinnige und vhngewissenhafte Einbrrngen 
der Kinder ein solcher in allem Betracht schädlicher Mißbrauch entstanden, welchem längerhin nicht 
nachzusehen siehet; so ist , um diesem jemehr und mehr zunehmenden Unfug Einhalt zu thun, 
höchsten Orts gnädigst gut gefunden nnd resslvirt worden, daß der in dem Findelhaus dahier 
zum Einlegen der Kinder bisher offen gestandene Tourmquet gänzlich eingezogen und abgeschaft, 
künftighin auch gar keine Ausländische Kinder in dieses Institut an-und aufgenommen, die 
Eialandssche aber, zur TageS-Zeit öffentlich dahin eingebracht und au den FmdelhauS . Ver 
walter Engelhard, welcher dieser Reception wegen, besonders instruirt ist, überliefert werden 
sollen. Es wird demnach solches, und daß diese gnädigst defohlne neue Einrichtung den ryten 
dieses MonatS ihren Anfang nimmt, dem Publico mit der Verwarnung hierdurch bekannt ge 
macht, daß höchster Verordnung zufolge gegen diejenige, welche das ohnehin unerlaubte Ex- 
ponircn der Kinder ans öffentliche Straßen sich nächsidem zu schulden kommen lassen, mit 
exemplarischer harter Ahndung wird verfahren werden. Cassel den jo. Dec. 1781. 
F. H. Direction des Armen - Waisen, und Findelhauses daselbst. 
5) Nachdem die plansmäsige Ziehung der Vten Classe von der gegenwärtigen hiesigen XXbVren 
Lotterie mit aller Ordnung beendigt worden; so werden die Herren Interessenten, nicht rur 
die darinn gefallene Gewinne, nach Abzug des loten Pfennigs und des denen Herren Colle, 
cteurö verwilligten | Ggr. von einem jeden Gewinn-Thaler, binnen der im Plan bestimmten 
vier-
	        

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