Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1781)

z6tes Stück. 
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wollen, damit sich diejenige, so zu dieser Stelle Lust tragen, auch die nöthige Geschicklichkeit 
darZu haben, gehörige» Orts melden mögen. Cassel de» 50. August 1781. 
8ürftl. Zuchthans-Direcüon allhier. 
8) Vorm Holländischen Thor in dem vormahligen Ferry schien' Garren, beym Gartner Gleim 
ist eine Partie guter Lavendel zu haben, dev Korb roß alb: wie auch dergleichen Saameu das 
Loth 2 alb. 8 h!r. . . 
9) Es siehst eine viersitzigs starke Chaise inwendig mit grünem Tuch und weissen Schnüren bi, 
kleidet', und mit allen Gemächlichkeitsn zur Reift versehen, wobey auch zwey Geschirre mit Flir- 
gendeckcn sind, zn verkaufen. . , ■ I 
ic) Vor. nachgesetzten Wiesen, soll künftigen Freytag den 7ten Septembk. von y bis 11 Uhr, 
des Morgens in der Unterneustadt in der Hospltalsstraße in. Nro. 944. das Grumt an den 
Meinstbrèrenden verkauft werden, als: l) 8 Acker im Helleberg an der Fulda, Wolfsanger ge 
gen über, 2) 2Z Ack. daselbst an dem obersten Sandershäuftr Fußpfad, 3) 6| Ack. r-och da 
selbst, gänzlich mit einer Hecke umgeben, 4) 5 Ack. ohnwert der Ohleymühle, 5) i-J Ack. ohn- 
weit den Schwabnen-Wiesen, 6) zJ Ack. nicht weit von der Waldau ohnweit dem Fußpfad, 
7) 2z Ack. noch daselbst, 8) 8è Ack. am Forst, am Crnmbacher Fußpfad, auf jeden Begeh- 
reu, soll vor gedachtem Tage ihm durch jemand d»s Stück worauf erbieten will, gezeigt wer 
den ; wann er Lust hat solches zuvor in Augenschein zu nehmen. Cassel den 2l. Aug. 1781. 
ri) Es sollen Mittwochen den Sten September nächstkünftig und/ die folgende Tage, auf! 
hiellgem Rtthhause verschiedene Eisten - und kurze Waaren, desgleichen x-pter in Loth Silber, 
Kupfer, Meßinq, Zinn und einiges Hvlzerwerk, an den Meistbietenden gegen alsbaldige bearti 
Bezahlung verkauft werden; Kauflustige können sich also beregten Tages von des Morgen 
9 bis 12- und des Nach,nittags von 2 bis 6 Uchr ein sin den, ihre Gebotts thun, und des Zu- 
schlags gewärtigen. Milsungrn den 13. Aug. 178!. - Grcsicr. f 
12) Es ist am Fr Ly tag den ivren dieses eine rehfarve Windhündin mit vier weissen Füsen uni 
weissen Brust von hier aus der Stadt zum Weserthor hinaus in die Gegend von Wolfsangtr 
entlaufen; wer solche eingerhan oder Nachricht davon geben kann , wird ersucht in Nro. 8rl. f 
in der Fifchpoffr gegen ein gut Douceur Nachricht zu ertheilen ; würde aber der Hund oonjb 
manden verschwiegen und doch auefnndrg gemacht werden, sv hat sich derjenige, so ih« aufgv 
fangen, d-e nwaige Verdrüßlichlrittn selbst beyzumessen. 
ZZ> In der Behausung an der Brüderkirche Nro. 695. ist zu haben; der Englische Balsamas viti 
solaris Excel! enti (imras , ober Herz- und Magen stärken der Gold-Balsam, der sich wegen feinet 
Tugend bestens ft!bst recoM'mendrrk. Er vêrkheiîkt die Flüsse des Haupts, stärket die Natur 
bis ins hohe Alter, conftrviret rsr dem Sch agfluß, hebet alle Magen - und Brustbefchwkm- 
gen, Engbrüstigkeiten, kurzen Othem, besonders wann man eine Zeitlang dan it anhält, ver 
treibet die Säure im Magen, hilft in wenig Minuten beym Frauenzimmer in den heftigste» 
'Mutterschmerzen; es heilet dieser Balsam die heftigste Zahn und Kopfschmerzen, manihutetr 
lidie Tropfen auf Baumwolle, so in den hohlen Zahn gelegt wird, contiuuirer etlichemal da, 
mit, schnupfet ein wenig in die Nase, schmieret die Schläfe und Wirbel damit; in Catarrhe» 
tmb großen Husten thut solcher'Wunder , indem er die Lunge stärket, allen Reifenden ist dieser 
Balsam sehr nützlich, wann man Morgens 20 Tropfen auf Zucker wirrt, so bewahret er furai» 
steckender Luft; besonders wird er den Hrn. Geist!. recommerttirt, die, wann sie zu den Kranke« 
geben und von de n Balsam nehmen, sich keiner Krankheit zu besorgen haben; er hilft in der hefch 
sten Colie , wie auch in allen Ueblichk-rten, besonders welche vom schwachen Magen herkomme« 
da erjederzsk den Magen stärket; alle Wunden, als hauen, stecdcn, schiefen, wie auchkäh- 
migkeit und Verrenkungen heiler diese edle Medicin, in allen Umständen nimt man von diesm 
Ba sam 30 Tropfen auf weissen Zucker, sollte sich dir Krankheit oder der Zufall n-chi bebe«, 
so evnrinuirt man eine Zeitlang Morgens um 10, und Nachmittags um 4 Ubr jedesmahl mil 
sto Tropfen ; für die rothe Ruhr kan nichts besser gscraucht werden, als dieser Balsam zweynuldi i 
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