Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1781)

z- 4tes Stück. 
dem Rathhause, mit wohl eingerichteten Zimmern und ändern nöthigen Bequemlichkeiten, de- 
sonders einem sehr guten Wein-Keller versehen, und hat der Pächter nicht nur die Erlaubniß 
alle Sorten ein-und ausländischer Weine und Biere auch einländischen Vrandtwein zu versei 
len, sondern auch Gäste zu beherbergen, wogegen derselbe über unter andern hiernächft beym 
zeitigen Stadt-Cämmerer näher zu vernehmenden Conduisnen, gleich Anfangs eine baare Kau 
tion von Eintausend Rthlr. einzulegen verbunden ist, die ihm mit 4 p. C. aljährlich verzinset 
werden; wer also ein Pacht-Liebhaber abzugeben gesonnen ist, kann sich indem zur Verpach 
tung auf Sonnadend den 24ten Febr. angesetzten Termino cinfinden, daselbst die Pacht-Be 
dingungen näher einsehen und der Höchsibieteude nach Befinden und vorgängiger Approbation' 
Fürst!. Steuer-.Collegii den Zuschlag erwarten. Rinlcln den 10. Jan. 1731. 
Lommissarius Loci, samt Bürgermeister'und Rath. 
%) Es ist instehnden Petri-Tag ein von Cassel eine Stunde gelegenes ganz dienstfreyes Guth, 
samt einem Wohnhaus, welches vor Standespersonen sehr schicklich, und verschiedenen schönen 
Gärten, zusammen, oderauch nach Beschaffenheit derer Umstände einzeln zu verpachten; wie 
nicht weniger allenfals gegen ein annehmliches Gebot zu verkaufen; und dienet dabey zur Nach 
richt, daßbey dem Hr. Regierungs Procurat. Thalmann das weitere zu erfahren ist. 
z) Es will der über des verstorbenen Verwalter Weidners nachgelassenen Kinder bestelteVormund 
Wiederhold, das seinen Curanden zugehörige, vor hiesige Stadt gelegene Closter St. George 
mit der dazu gehörigen Wirthschaft und Brandeweinsschank, auch drey dabey gelegene Garten, 
eine Wiese beyder Walkenmühle, 4 Metzen Land bey dem Hause und y Metzen Land auf dem 
dörren Hof, unter obrigkeitlicher Autorität, von Petritag künftigen Jahres an, auf anderweite 
3 Jahre öffentlich und an bey Meinstbietenden verpachten, und ist hierzu Terminus Licitationis 
auf den 2zten Jan. des i78lten Jahres bestimmt; diejenigen nun so Lüsten haben, sothanes 
Closter cum perrincntns zu pachten, können sich an erjagtem Tage des Morgens frühe von y 
bis 12 Uhr auf hiesigem Amthaus einfinden, die Condikiones unter welchen solches verpachte 
werden soll, vernehmen, ihr Gebot thun, und nach Befinden Zuschlags gewärtigen. Homberg 
den 20. Dec. I7gO. vigore Commissionis. G. g. Rrug. 
4) Nachdem das sehr nahe bey hiesiger Stadt auf der sogenannten Löffelburg gelegene Gemeiner 
Stadt eigenthümlich zugehörige ehemalige Schützen - und nunmehrige Bleichehaus, welches in 
3 Stuben, r Kammern, Küche, Keller und Boden bestehet, und wobey Stallung für einige 
Kühe und Schweine, desgleichen ein neu angelegtes Gärtgen und xxter iz Acker Wiesen zur 
Bleiche befindlich sind, zu Ostern a. c. in der bisherigen Pacht exprriret, und dann solches an 
derweit auf 3, oder 6 Jahre von neuem verpachtet werden soll; so ist darzu Terminus Licita 
tionis auf Freytag den röten Februar a.e. anberahmt; diejenigen, welche demnach Lust haben, 
dieses Haus mit Zubehör zu pachten, und daselbsten eine räumliche Bleiche zu cxercircn, kön 
nen sich gedachten Tages Morgends y Uhr ans hiesigem Rathhause einsinken, ihre Gebotte 
thun, und darauf nach eingezogener gnädigsten Ratification aus Fürstlichem Steuer-Eollegie, 
das weitere erwarten. Hofgeismar den iZ. Januar 178t. 
Cnmmiffarius Loci samt Bürgermeister und Rach daselbsteu. Stell. Hartwig. 
$) Nachdem der hiesige Stadt-Keller mit zugehörigen Gebäuden, auch alleinigen Wein-und 
Brandeweinschank nebst der Herbergirrrng, zu Joharruitag in der Pacht vacant wird; so iß 
Terminus zu dessen anderweit dreyjähngen Verpachtung auf Freytag den 2ten Marz a.-c-. ari 
verahmt; und können diejenige, welche solchen zu pachten Luft haben- auch die nöthige Cau 
tion stellen können, alsdann von Glocke y bis 12 Uhr, auf hiesiger Rathsftube erscheinen, ihr 
Gebot thun und der Meistbietende des Zuschlags bis auf höhere Ratification gewärtigen. Gros 
almerode den 5. Jan. 178 l. 
- • “ Lommissarius , Burger mstr. und Rach daselbst. Motz. w. Ruelberg»
	        

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