Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1781)

Vom rzten Januar 178 r. 
k) Es 'sollen MontagS den izten Jan. 3. c. und folgende Tag« Nachmittags um 2 Uhr, in des 
seel. Hrn. Hofraths und Leid-Medici Dr. Ferry Behausung auf hiesiger Oderneustadt, verschiede 
ne Effecten, bestehend in Silberwerk, Kupfer, Ainu, feinem Porcellain, Eomtoirs, Commo 
de», Schränken, Tischen, Stühle und Canapees, Mannskleidern, Tisch-und Manns-Leib- 
linnen, auch sonstigem Hausgeräth, worunter sich auch eine wohlconditionirte Zeugrolle befin 
det, an den Meistbietenden gegen baare cassenmäßige Bezahlung verauctioniret werden; Kauflu 
stige können sich also in obgemeldter Behausung um die bestimmte Zeit beliebig einfinden. 
6) Hinter dem Judenbruunen in Nro. 8 lg. find über ieo Stück hiesig gezogener Canarien-Dö- 
gel, welche von denen schönsten Sorten gefallen, auch recht schön gezeichnet, die meisten aber 
rein sind,und im Schlagen wenige ihres gleichen haben, einzeln oder beysammen um billigen 
Preist zu verkaufen; die Liebhaber können dieselben nicht allein sehen, sondern auch Schlagen 
hören : sämtliche Geräthschaft so zu einer großen Hecke gehören, sollen wegen Mangel de- 
RaumS auch verkauft werden. 
7) Bey dem Gärtner Schelhast vor dem Carlsthor, sind Spargel, Spanische« Cardon, wie 
auch Bouquette mit allerley getriebener und Orangen-Frucht, billigen Preises zu haben. 
î) Der Kramer Francke bat sein Haus gegen der Herrschaft!. Wachsfabrike gelegen, um eine 
Summa Gelds verkauft; wer was daran zu prätendiren, wolle sich Zeit Rechtens melden. ; 
9) Ein kupferner Kessel so fast noch neu ist, l8 bis 20 Eimer haltend, ist bey der Witwe Kleyen» 
steubero, ans dem Töpfeumarkt, zu verkaufen. 
10) Bey Herr Grunde im goldenen Adler, ist guter frischer Braunschweiger Hopfen zu verkau 
fen; ü Pf. zu i Rthlr. 
n) Eine der besten Sorte Hecke-Canarienvogel, das Männchen à 1 Rthlr., das Weibchens 
8 Ggr. sind bey dem Menagerie-Verwalter Hr. Schilbach zu haben. 
12) Es sucht jemand einige Patronen zu Stühlen, die mit Petitpvint und Kreuzstich ausgenahet 
werden können, zu kaufen. Man beliebe sich bey dem Tapezirer Hrn. Dieterich deshalber zu 
melden, wo mau den Käufer erfahren kann. 
iz) Es hat der Hr. Liceutiat Gundelach sein Haus in der untersten Jacobsstraße, um'eine ge 
wisse Summa Gelds verkauft ; wer nun etwas daran zu prätendiren hat, oder näher Käufer 
zu seyn vermeinet, wolle sich Zeit Rechtens melden. 
14) In der Weisscnsteiner Vorstadt in der neuen Allee, werden vom hiesigen Bürger und Socken- 
strickermstr. Wilhelm Troll, eine neue Art gestrickte und gewalkte Winter- oder Pudel-Mü 
tzen, wie auch Stiefeln, Schuhe, Schnsocken, auch Comoden von allerhand Farben, wie man 
sie begehrt, fabricirt. 
15) Es verlanget jemand allhier eine gute Milchkuh zu kaufen. 
16) Es ist die aufder Oderneustadt zwischen dem von Waitzischen und Wagnerschen gelegene Hey- 
melsche Behausung, um eine gewisse Summa Gelds verkauft; wer hieran etwas zu präreuhi- 
ren oder näher Käufer zu seyn vermeynet, wolle sich Zeit Rechtens melheu. t 
17) Es ist in der Nacht vom 6ten bis den 7ten Jan. 2 Stunde von Milsungen in der Gegend Kör 
le, einem Fuhrmann aus Cassel von seinem Waagen Diebischerweise ein Packen in Wachstuch, 
darinnen sich Leinen-und Wvllenbandcr befinden, entwendet worden; der, welcher hiervon eini 
ge Wissenschaft hat, kann sich bey dem Waagemeister. Hr. Vorwerck melden und davon Anzei 
ge thun, wofür ihm nebst Verschweigung seines Namens 2 Louisd'or Douceur versprochen 
seyn sollen»-, . - . - . ...... ... - ... . „ 
Be.
	        

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