Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

Vom L4ten Fàarius 1780. 
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t) Es hat jemand folgende Kuxen auf dem Harze, als : 4 K. Cronenburger Glück, "f Kuxe Herzog 
s August und Johann Friedrich, D Kuxe kleiner St: Jacob, welche zwar dermalen noch keine Aus 
beute geben, jedoch denen erhaltenen Nachrichten zu folge dazu gute Hofnung haben, um eiy 
billiges zu verkaufen; wer dazu Lust hat, wolle sich beym Herrschaft!. Wollenwieger Hr. Lauer 
in der Egidieustraße wohnhaft, melden. r 
3) Die Jungfer Tcrllon will zu Ostern Näheschule anfangen: man wolle sich dahero anjetzo noch 
? in der Carlsbaverstraße im Fäsgen bey ihr melden. 
4) Es hat der Mauermstr. I. Michael «sauer seine Eckbehausung in der Leipzigerstraße in der 
Unterncustadt, einer Seits am Gastwirth Weitz und ander Seits am Tuchmacher Wambach ge 
legen ; desgleichen fein Vorder - und Hinterhaus in der Waiseuhausstraße zwischen dem Bäcker--, 
meister Hartmann und dem Schumachermstr. Mästthal gelegen, um eine gewisse Summa Geld 
verkauft; wer etwas an beyden Häusern zu fordern hat, oder das Näherrecht zu haben vev» 
. meynet, wolle sich Zeit Rechtens melden. 
5) Es hat des verstorbenen Schneidermstr. Köhlers hinterlassene Wittib ihren Garten vorchem 
'Leipzigerthor bey der Contrescarpe an den Mezgermstr. Sänger gelegen, um eine gewisse Sum 
ma Gelds verkauft; wer nun etwas daran zu fordern hat oder näher Käufer zu seyn vermey? 
net, wolle sich Zeit Rechtens melde». 
ö) Der Bierbrauer Bnrghard har seinen Garten alhier vor dem Weserthor zwischen der Wittib 
Webern und dem Hrn. Assessor Santra gelegen, um eine Summa Gelds verkauft; wer was 
daran zu fordern vermeynt, kann sich bey Zeiten melden. 
7) Es ist in dem Quartier des Herrn Hauptmann und Flügel-Adjontant von Münchhausen, 
. des Nachts vom 3t. Jan. zum itèn Fedr. durch einen Einbruch diebifcherweise folgendes ent 
wendet worden, als: ein Paar feine gezogene Pistolen gelb beschlagen, ein hellblauer Man- 
telsack mit Bandschnur bcsezt, welche blau und gelb in weiß ist; drey wildlederNe und ein Paar 
schwarze Beinkleider; Livree-Moudirungs-Hüthe, welche mit doppelten Silber?Tressen besezt 
sind; Stiefeln, Schuhe, eine Partie weisse Wäsche, zwilchene Säcke mit X X X. die weisse Wä 
sche ist mit F. V. bezeichnet. Solte. von diesen Sachen jemand was zu Gesichte kommen, oder 
sonsten ausfindig gemacht werden können, so wird gebethen, solches bey dem Eigenthümer ge 
gen 15 Rthlr. Douceur anzugeben. 
8) Es hat jemand ein braun Wallachpferd 8 Jahr alt zu verkaufen, es ist derselbe ohne Fehler/ 
und sowohl zum Reiten als Ziehen zu gebrauchen. 
fi) Die i48te Ziehung der Herzog!. Braunschweig-Lürreburgischen Iahlen-Lotterie geschahe den 
4. Febr. 1780. mit bekannter Accuratesse, wobey die Numern: 
40» 87. 69. 24. 2. 
ans dem Glücksrade zum Vorschein gekommen. Die nächste Ziehung geschiehet Freytags be» 
25. Februar 1780. und so weiter von 3 zu 3 Wochen.^ 
10) Es suchet hier jemand zum Farben abreiben ein Paar Steine mit Läufers vom härtesten Mar 
mor, desgleichen einige Staffeleyen von verschiedener Größe, allenfals auch sousttge Geräth- 
schäften zur Mahlerey, zu kaufen. 
11) Bey dem Gastwirth Hr. Baumann ist zu haben Aepfelwein in ganzen, Z nnd ê Ohmen, wie 
auch in und ausser dem Hause die Bout, zu 2 Alb., Birnmvst die Bout, zu l Alb: 4hlr. 
12) Es hat der Schumachermstr. Koch sein Haus in der Schl^ßstraße, zwischen dem Hrn. Kriegs 
und Dom. Rath Lichtensteiger und der Wittib Müllerin gelegen, um eine gewisse Summ« 
Gelds verkauft; wer nun etwas daran zu fordern hat, kann sich Zeit Rechtens melden. 
14) Nachdem die an denen Herrschaft!. Gebäuden hiesigen Amts seit 1777 bezahlte Baurechnungen 
zum gnädigsten.Verrechnungsbefehl eingesandt werden sollen; so werden alle diejenigen, welche 
dergleichen Rechnungen etwa noch in Händen haben, erinnert, solche gehörig assignirt, binnen 
14 Tagen (von diesem à an gerechnet,) an mich abzugeben und die Zahlung zu empfan, 
O - gen.
	        

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