Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

8r 6tes Stüsk. 
lich; und aus dieser Ursache hat sich eine Gesellschaft erfahrner Schulmänner entschlossen, l 
mir monatweise ein Journal unter dem Titel ausgehen zu lassen: t) 
Die neuesten Erziehungsbegebenheiren mit practischcn Anmerkungen auf ! 
Jahr 1780. 
Sie werden .darinn nicht nur die neuesten, in das Erziehungswesen einschlagender Begeben! 
ten auf eine unterhaltende und lehrreiche Art erzehlen, sondern auch alles, was seit so vielen I 
' reü in einer ungeheuren Menge von Schriften, gutes und brauchbares ist gesagt worden, 
der Kürze so vorzustellen, daß der Leser alles in einem Blick zu übersehen im Stand ist, u . 
in keiner Absicht mehr nöthig hat, sich in einem Chaos von Schriften zu verirren. 
Die Verfasser hoffen mit mir, daß das Publikum dieses Institut, das allen Eltern, al 
' haußlichcn und öffentlichen Lehrern, allen Aufsehern des Erzichungs- und Schulwesens, a!! 
LandescoUegieii, die mit diesem wichtigen Gegenstände der Regierung und der Policcyzu tl> 
haben, in gleichemGrade nützlich seyn wird, mit seinem Beyfall unterstützen werde. Der ganze P 
des Werks ist umständlicher aus dem ersten Stück, welches iu diesem Monat bereits erschienene 
zu ersehen. Alle Monate erscheint bey mir ein Stück von fünf Bogen, und zu Ende des Ja! 
rin vollständiges Register über alle ir Stücke. Für den ganzen Jahrgang brochirt, wird 2\' 
24 Kr. oder ssT Haler, 8 Gr. sächsisch, vorausbezahlet, und von denen dieses unmittelbar an m 
oder hiesiges löbliches Postamt geschiehet, denselben verspreche freye Lieferung so wie ein St! 
herauskommt, bis Frankfurt, Casiel oder Hanau. Auf Verlangen werde am Ende des Iah 
die Namen der Herren Pranumerauten Vordrucke» lassen. Gießen den 24ten Januar 17? 
Lrieger, der jüngere. 
Allenfalö nimt auch in Cassel der Commissarius Barmeier hierauf Präunmeration au. 
2) Schon seit geraumer Zeit har ein für mich sehr schmeichelhaftes Verlangen meiner Freunde,! 
Herausgabe einer beträchtlichen Anzahl von mir bey verschiedenen Gelegenheiten, so wohl f 
mehr als weniger geübte Clavier- Spieler gesetzter Stücke, die, wie die Absicht verräth, r,. 
in sehr wenige Hände gekommen sind, gefedert. So wichtig die Erfüllung dieses Verlange, 
für mich werden muß, wenn eine solche Sammlung nicht blos aus bereits fertigen Arbeiten! 
stehen, sondern durch nicht wenige Zusätze von ganz neuen Stücken zu der Liebhaber und m< 
ner eignen Zufriedenheit ausfallen soll; so habe ich mich dennoch dazu um so williger find, - 
lassen, weil mir dadurch die Gelegenheit dargebothen wird, einen Versuch zu machen, wie we 
de!r zeither geführten Klage, daß Sammlungen von Clavierstücken, bald für die Classe derKüni 
ler zu einfach, bald für die weit größere Menge der Liebhaber viel zu schwer wären, abgehe 
fen, und dadurch alle beyde Theile befriedigt werden könnten. In dieser Absicht habe ich mii 
dahin zu arbeiten bestrebt, den Liebhaber durch eine fließende Leichtigkeit zum Fortgange i 
ermuntern; auf der andern Seite aber auch dem geübten und selbst dem Künstler, der all! 
. wegspielt, in Stücken, die besonders für das Clavier bestimmt sind, Gelegenheit zu ver-scha; Lc 
fen, seine Geschicklichkeit mehr in dem einnehmenden Ausdruck, dessen dieses Instrument in ( 
hohem Grade fähig ist, als iu der bloßen Fertigkeit der Finger, zeigen zu können. Da ini 
sehr viel daran gelegen ist, den Ankauf dieser Clavierstücke den Musikfreunden so viel möalii §r 
zu erleichtern, so werde ich sie in verschiedenen Abschnitten, deren jeder 8 bis 10 Bogen sta, 
seyn wird, von Messe zu Messe unter dem Titel: Sammlung vermischter Clavierstücke fü 
geübte und ungeübte Spieler, heraus geben; in nächster Leipziger Ostcrmesse soll der Ansän, 
gemacht werden. Wegen deS beträchtlichen Aufwands, wähle ich den Weg der Prännmer« 
tion, die für jeden Theil nur einen Gulden Convetttions - Münze betragen soll, und dic! ^¡1 
bleibt bis in die Mitte des Märzes 1780. offen. Nach Verlauf dieser Zeit wird das Ercmptz 
nicht mehr für den angeftzten Preis zu bekommen seyn. In den ansehnlichsten Buchhandlm 
gen, wie auch bey den Postämtern und bey mir selbst, kann prauumerirt werden. Gotha i» I, 
December 1779. Georg Venda, H. Gotbaischer Kapelldirector. 
Hier rn Cassel nimt der Hof- und Cammermusicus Hr. Kalkbrewrer Pränumeration öu % 
dieses vortrefliche Werk an. Briefe erbittet man sich postfrey. ^ ^ ~
	        

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