Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

Vom i6ten October 1730. 627 
- Bedienten,'so verlangt werden. 
l) Bey eine Herrschaft alhier in Cassel wird ein unverheyratheter Inländischer Bediente, we!-^ 
cher mit der Aufwartung auch mir Frisiren umzugehen weiß und deshalben Attestate vorzu 
zeigen im Stande ist, verlangt, er kann auch allensals sogleich in Dienste gehen. 
#) Es wird in einer gewissen Haushaltung eine Frauensperson die im Nähen und Stricken auch 
andern häuslichen Arbeiten wohl erfahren ist, gegen einen guten Lohn aus Christag in Dienst 
verlangt. 
3) Es wird alhier in Cassel eine Magd welche mit Kochen und Nähen umzugehen weiß, auch 
wegen ihres Verhaltens mit guten Attestaten versehen auf Christag in Dienst verlangt. 
4) Es wird auf ein Landgnth an der Werfer gelegen 2 Meilen unter Bremen, in einen großen 
Garten ein gelernter Gärtner verlangt, der den Baumschnitt verstehet, auch Melonen und an 
dere Sachen aus den Mistbette zu ziehen weiß, ungleichen Blumen kennet, man verspricht dem 
selben ein billiges jährliches Gehalt und ein eignes bequemes Wohnhaus, wer hiezu Lust har, 
wolle sich bald melden, und kann sogleich die Condition antreten, auch seiue Effecten vonMün» 
- den bis an das Landgut zu Schiffe transportiren. 
Capitalien, so auszulehnen. 
1) Es sind sogleich 1200 Rthlr. Pupillengelder auf eine sichere Hypothek zu verlehnen, und ist 
sich desfals bey Hr. Weidemeier in der Marställerstraße zu melden, 
r) Es ist ein Capital von 1000. Rthlr. auf die erste Hypothek alhier zu verlehnen. 
3) 4 bis 5000 Rthlr. sind sogleich einzeln oder beysammen gegen die erste gerichtliche Hypothek 
> alhier in Cassel Izu verlehnen. 
4) Es sind 500 Rthlr. auf die erste Hypothek eines assecur. Hauses hier in Cassel zu verlehnen. 
5) 400 Rthlr. in Landeswährung sind auf gerichtliche hinlängliche Hypothek gegen übliches In 
teresse zu verlehnen. 
Notificationes von allerhand Sachen. 
l) Da dem Vernehmen nach denen Anbauer« in der Weissensieiner Vorstadt, welche zu Aus- 
bauung ihrer Häuser kein hinreichendes Vermögen besitzen, der Credit um deswillen versagt 
wird, weil diejenige, so Gelder zu verleihen haben, befürchten, es möchte in dem Fall, wenn 
ein solcher Anbauet insolvent und sein Etablissement zu verlassen genvthiget werden solte, gnä 
digste Herrschaft zu dein Gebäude greifen und sich daraus wegen der verhandreichten Douceur- 
Gelder bezahlt machen, einfolglich die Ereditores alsdenn das Nachsehen haben würden, ein 
solches aber kejneswegeS gegründet ist; so findet man nöthig, dem Public» diesen Jrkhum zu 
benehmen und hiermit zu declariren, daß von seiten gnädigster Herrschaft in Absicht auf die 
gezahlte Douceur-Gelder nie einiger Anspruch weder an den Häusern noch an dem sonstigen 
Vermögen derer Anbauer gemacht werden, vrelmehr man zu mehrerer Sicherheit derer Credtto- 
ren durch einen Herrschaftlichen Baumeister dahin sehen lassen wird, daß die von ihnen gegen 
gerichtliche Verschreibung der Häuser, vorgestreckt werdende Capitalia blos allein zur Aus 
darrung derselben mithin zu Verbesserung derer Hypotheken angewendet werden. Cassel am 
2Z. Sept. 1780. 2lus8ürstl. Hcßl. Kriegs - und Domamen-Lammer daselbst. 
H Es wollen der Cammer-Herr Milchlina von Schönstädt zu Cassel als bestelter Vormund über 
des zu Römersberg' verstorbenen Holländischen Capikain von Löweristeins hinter!. Kinder«, 
samt!, seiner Curanden Vater und Mutter zuständig gewesene Effecten und Mobtlien, beste 
hend in allerhand Pretiosis, goldenen. Ringen, silbern Löffeln und Schnalle«, kupfern- messin- 
1 . gern-
	        

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