Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

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Vom 2ten October 1730. 
Personen, so Dienste suchen. 
1$ Ein Mensch welcher die Aufwartung, und Herren und Dameus zu Frisiren versteht, sucht 
sogleich in Dienst zu kommen. 
2) Ein junger Mensch 24 Jahr alt, von nicht geringem Herkommen, welcher die -Rechte stndirL 
hat, sonsten auch mir hinlänglichen Attestaten versehen ist, wünschet m- oder ausserhalb Cassel 
bey Herrschaften gegen ein billiges Solarium unterzukommen. 
Z) Ein junger Mensch welcher Fristren, Rastren, schreiben und Rechnen erlernet und in der 
gleichen Conditiones schon gestanden, auch mit guten Attestate» versehen, wünschet auf eine 
oder andere Art wiederum in Erudition zu kommen. 
Notißcaiionss von allerhand Sachen. 
5) Es sollen den Aten nächstkünftigen Monaths October bey hiesigem Criminal Gericht, verschie 
dene Sachen, als: Hemder, Kleidungsstücke, Bette nebst Bettlaken, Kleiderschrank, Coffre, 
Bettspanne, ingleichen Zinn gegen baare Bezahlung an den Meistbietenden verkauft werden; 
diejenige welche dazu Lust baden, können sich ersaqten Tages, bey hiesigem Crinünal-Genchte 
einfinden. Cassel den 28. Sept. 1780. fürstlich 'hessisches Lrinünal-Gcrichr all hier. 
s) Eö ist eine wohl conditionirte Chaise, welche sowohl zum fahren in der Stadt, als auch auf 
das Land zu gebrauchen, gegen billige Cvuditiones zu verlassen ; und ist das weitere beym 
Sattler Meinung zu vernehmen. 
3) Bey dem Gärtner P. Bourguignon unterm Weinberg nunmehrige Frankfurter Vorstadt, sind 
die wegen ihrem ausnehmenden Geruch und Schönheit bekannte Tuberosen, in ^ Töpfen flori 
xend, das Stück zu 5 Alb. 4 hlr. und viele schöne Sorten Blumenzwiebeln, um billige Preise zn 
haben. 
4) Es ist in Münden aus einem' gewissen Hause folgendes entwendet worden, als: 1) ein 
Goldstück 4 Ducatcn mit einem Ring, 2) ein groß Stück Silbe» gelb start vergoldet mit einem 
Ring, Ai ein goldener Ring, 4) i dito worinn die Buchstaben ICL 5) 23 Stück allerhand 
große alte Silbermünzen und Schaustücke, 6) Z silberne Löffeln; wer nun von ein oder andern 
Stücken etwas zn kaufen bekommen hat, oder Nachricht geben kann, derselbe wolle cs bey 
der Waiftnhaus-Buchdruckerey gegen ein gut Douceur und Erstattung des Werthes von dem 
erkauften, anzeigen. 
A) Es ist vom 2t ten zum 22ten dieses ein Mantelsack von Jesberg aus bis Cassel von dem Post 
wagen verlohnen gegangen, derselbe an sich ist von blauen Tuch mir einer rothplüschcncnSchn«r, 
an der Klappe mit-allerhand Knöpfen daran besetzt, in demselben abev befindet sich i) ein 
Stück sein Hsusnrache-Leinen 30 ölüeii haltend in Papier und Wachstuch eñigedrmdcn , z) ein 
zitzener Schlafrock mir Flanel gefuttert, 3) ein Paar grüne Pantoffeln, 4) ein klein jüdisch Ee- 
bätbuch, A) die jüdische 12 Gebort-Riemen in einem Atlassen Beutel, 6) zwey leinene Beu 
tels mit Spelzkörner, 7) einige hundert welsche Nüss'. Wer denselben gesunde», wolle es der 
Waifentzans-Buchdruckerky gegen ei» gut Douceur anzeigen. 
4) Der Hof-Musicuö Hr. George Tauber macht hiermit bekannt, daß ihm von dem Hern» Di 
rector des Theaters Marquis de Lachet aufgetragen worden sey, über sämmtliche SeM- 
den der beyden Tänzer bey der Cvrnödie Mr. Amor und Mr. Sivabe einen vollständigen Erat 
aufzustellen, es werden also alle diejenigen, welche an gedachten beyden Tänzern etwas zu for 
dern haben, erinnert ihre Rechnungen in duplo bey ihm selbst in seiner Behausung in der Cöll- 
nifthenstraße bey der Garuisonekirche, Nro. 25. je eher je besser einzugeben, und das weitere 
wegen dex Zahlung zu vernehmen. : 
7) Herr Daigremvnt gewesener Souffleur bey der französischen Comadre, giebt Stunden iu der 
Qqqq fcan-
	        

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