Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

FZ 2 z6tes Stück» 
y) In drr Waisenhaus Buchbruckerey: D Erdbesä-xeiHrmg der Hessischen Land«, LasscUischen 
Antheiles, mit Anmerkungen aus der Geschichte und aus Urkunden erläutert; von Regnerus 
Engelhard, Fürst!. Hess. Kriegs rathe, 2 Theile, groß Octav, auf Druckpapier 1 Rtblr. idAlb., 
auf Schreibpapier 2 Rthlr. 2) Anweisung zur christlichen Religion, nebst einem kurze» 
Glaubens-Bekenntniß eines chrisil. Confirmanden, von Wilhelm will«, zweiten Prediger der 
Altstädter Gemeinde zu Cassel, gr. 8vo. auf Druckpapier 8 Alb. auf Schreibpapier io Alb. 8 hl. 
3) Desselben Katechismus der christlichen Religion, 2te Auflage; auf Druckpapier, roh 1 Alb., 
gebunden 2 Alb., auf Schreibpapier aber roh 1 Alb.'4 hlr., gebundeu 2 Alb. 4hlr. 4) Joh. 
Valentin Aug. Speyers der Arznei-wissenschaft Doctor, Gründe, warum er das Judcnthum 
verlassen und Jesum angenommen hat. 8vo. für r Alb. 8 hlr. 5) versuch über den wahren 
Begriff der Ehe, und die Siechte bey deren Errichtung in den Fürst!. Hessen-. CasseUischen Lan 
den 8vo. auf Druckpapier 8 Alb. auf Schreibpapier 10 Alb. 8 hlr. 6) vom Surrogat der 
Hand-und Spanndienste; zwo Abhandlungen, denen die Hochfürstl. Dessen-Cassellische Gesell 
schaft des Ackerbaues und der Künste am Z. Marz 177z den Preis zuerkennet hat. Nebst einer 
Vorrede vom Ursprung und Einrichtung dieser Gesellschaft; herausgegeben von D. Just. 8nd. 
Runde, der Rechte und Reichshistorie Profess, am Colleg. Carolino zu Cassel. 8vo. auf Druck 
papier 8 Alb. Schreidpap. iv Alb. 8 hlr. 7) Lieder aus der Lyrischen Blumenlese; in Mustkge- 
setzt von C. Kalkbrennen. für 8 Alb. 8) Ausrechmmgs-Tabellen, welche bey dem KeLlüc». 
tions- Geschäfte in denen Hochfürstl. Hessischen Landen .eingeführet, und zum gemeinnützigen 
Gebrauch, vornehmlich aber das Ab-und Zuschreiben in denen rectificirten Steuer - Catastri# 
richtig wahren zrr können, zum Druck befördert sind, in Quart, auf stark Schreibpapier, für 
I Rthlr. 
Gemeinnützige Sachen. 
Zur Warnung für diejenigen, welche Brunnen reinigen wollen, wird nachstehendes 
hierher gesetzt: 
Au Kyritz in der Prignitz ließ vor kurzem eiu dortiger Bürger seine Pumpe reinigen. Der 
Aimmermeister Schwemler stieg zuerst hinein, ob man ihn gleich warnte, den Brunnen erst 24 
Stunden offen zu lassen. Kaum war er halb hinunter, so überfiel ihn eine Betäubung, und er 
stürzte ganz hinein. Ein Gesell folgte ihm, der aber bald um Hülfe schrie, und ganz betäubt 
herausgezogen ward. Ein zweyter, Namens Ncumann, der seinen Meister gerne retten wollte, 
stieg auch hinein, fiel aber auch betäubt die Leiter hinunter. Ein dritter, Namens Perl, laßt 
sich hierdurch nicht abschicken. Er laßt sich an einem Seil, welches er um den Arm schürzet, 
herunter, ruft aber auch bald um Hülfe, und wird ebenfalls sinnlos herausgezogen. Nun will 
sich keiner mehr hineinwagen. Endlich kommt ein Zimmergesell, Namens Schulze, dieser läßt 
sich ein starkes Seil um die Arme binden, zündet sich eine Pfeife Toback an, läßt sich herunter, 
und holet den Aimmermeister Tchwemler, uud den einen Gesellen, Namens Ncumann glücklich 
heraus. Beyde waren aller Empsinduuz beraubt. Die herbeygeholten Wundärzte verursachten 
alle Mittel, wodurch Erstickte wieder hergestellt werden können. Der Gesell Nerimann ward 
auch glücklich wieder ins Leben gebracht; beym Aimmermeister aber war alle Hülfe vergebens. 
Vermuthlich wird der brave Schulz die von der Regierung ausgesetzte Belohnung für die Ret 
tung der für erstickt gehaltenen Personen empfangen. Wahrscheinlicher Weise har der Rauch des 
Tobacks diesen Mann vor den giftigen Dünsten im Brunnen bewahret. Die übrigen, welche 
herausgezogen wurden, da sie um Hülfe riefen, sind ebenfalls wieder hergestellt worden. 
8rem-
	        

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