Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1780)

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i ztcs Stück. ' ’ 
natssn, Duetten, Trio'S, (Quartetten, Sinfonien :c. mit den Nainen der Herren Verfasser an 
gekündiget, und denjenigen ressi. Liebhabern abgeliefert werden, die sich willkährlich zu einem 
Bande unterzeichnen wollen. Um in der Auswahl der Stücke glücklich und mit reichhaltigen 
Stoff für den mannigfaltigsten Geschmack versehen zu seyn; so rst zu der Oberaufsicht einer der 
ersten Tonseller, der berühmte Hr. Vogler, erbeten worden; und einheimische sowol, als aus 
wärtige Tonseyer werden, unter der Gewährleistung einer reichlichen Belohnung, zur Einschik- 
kung eigener Aufsätze eingeladen. Um die Deutlichkeit aufs höchste zu treiben, sollen die ver 
wirrten Abbreviaturen, das unschickliche Umwenden, die Unordnung bringende dis, und ande 
re Iweybeutig- und Kleinigkeiten sorgfältigst vermieden werden. Uub damit das Aeußere dem 
innern Werth gemäß werde, wird das niedlichste Format, und das beste Realpapier dazu ge- 
wählet. Diejenigen Musiker, die sich mit dieser Gesellschaft in Corresponden; einlassen wollen, 
belieben Ihre Adresse: An den Hochfürstl. Brandenburg. Hofrach Beecke zu Mannheim, zu 
stellen. 
4) Denen Herren Pränumeranten und Subscribenten zu des Hr. Superint. Lücders Anweisung 
zur Wartung eines Rüchengartens, dienet hierdurch zur Nachricht, daß dieses Buch bey mir 
angekommen, und gefälligst abgefordert werden könne. Der Pränumerationspreis für ein Exem 
plar auf Schreibpapier ist 3 Rthlr., für eins auf Druckpapier 2 Rthlr. und 2 Ggr. Frachtauj 
jedes Exemplar. Diejenigen also, die den völligen Preis noch nicht bezahlet haben, zahlen bey 
der Abforderung das übrige nach. ■ e Barmeier. 
5) Unter den Bibeln, die mit Anmerkungen zur Erklärung und Erläuterung des biblischen Tes 
tes versehen sind, behauptet die Hirschbergische einen vorzüglichen Rang. Was in der schätz 
baren Uebersetzung des feci. Luthers hier und da noch undeutlich ist, das wird mit den aus- - 
gesuchtesten Worten, und mit der möglichsten Kürze, deutlich und verständlich gemacht. Welclj 
ein Vortheil, insbesondere für den ungelehrten Leser, der sich bey der aufmerksamen Betrach 
tung der heil. Schrift öfters eine größere Deutlichkeit seiner Erkenntnis wünschet! Die Stel 
len, die durch genauere Untersuchung des Grundtextes ein helleres Licht und mehrern Nach 
druck erhalten können, als in der deutschen Uebersetzung ausgedruckt ist, sind dadurch, daß ft 
nach dem Grundtexte erklärt werden, in ihr Licht gesetzt, und mit ihrem besondern Nachdruck 
angezeigt; die Schwierigkeiten, welche die Geschlechtsregister und Zeitrechnung betreffen, wer 
den mit der sorgfältigsten Prüfung zu heben gesucht; insbesondere aber sind diejenigen Stel, 
len, welche von Spöttern der heit. Schrift mehr aus Frechheit, als mit Grunde angefochte« 
werden, wider dergleichen scheinbare Anfälle mit dem glücklichsten Erfolg gerettet. Welch ei« 
Vortheil nicht allein für manche Gelehrte, die sich es, als Lehrer der Äeligion, zu ihrem Haup!- 
geschäfte mache»», ihre biblischen Kenntnisse immer mehr zu bereichern, und ans einen vesim 
Grund zu bauen; sondern auch für alle Christen, die mit geübter» Augen ihres Verständnisski 
die heilige Schrift lesen, in den richtigen Verstand derselben etwas tiefer einzudringen krach 
ten, und öfters zur Beruhigung ihres heilsbegierigen Herzens eine gründliche Auflösung mau 
cher Zweifel suchen, auf welche sie bisweilen theils selbst gerathen, theils durch andere ge 
bracht werden! 
Auser den vvrtreflichen Anmerkungen, wodurch sich die Hirfchbergische Bibel auszeichnet, 
ist auch im übrigen alles, was dem Leser nützlich seyn kan, beygebracht. Es gehören dahi« 
die kräftigen sogenannten Randglossen des seel. Luthers, wodurch nicht nur manche Stck 
nachdrücklich erklärt, sondern auch bisweilen zur Erbauung angewendet wird. Ferner: die 
Üeberschriften der Capitel, wodurch der Hauptinhalt nebst'den Haupttheilen jedes Capiteli 
möglichst angezeiget wird, die ben dem Terte selbst durch römische Zahlen angemerket werden. 
Endlich: die mit der grösten Sorgfalt verbesserten sowol Real- als auch Verbal-Parallel (oder 
gleichlautende) Stellen, davon die ersten durch ein ordentliches f oder ein Sterncl)en die an 
dern aber durch ein umgekehrtes 4 bezeichnet sind; welche Parallelstellen dem Gottesgelehrttn ' 
manchmal anstatt eines Commentars dienen, und zu mehrern guten Betrachtungen bey cincin 
Spruch
	        

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