Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

ist 4ytes Stück. 
- Nachricht. 
Die Geschichte der geistlichen und weltlichen Drden, macht einen so wichtigen Theil beraHaemei- 
nen Geschichte der christlichen Zeitrechnung aus, daß sich eine ohne die andere, sobald wir 
aus das Ganze sehen, fast nicht denken laßt Unterzeichneter bretes deshalb dem. Public, m hier 
eine Abbildung aller geistlichen und weltlichen Orden, nebst einer kurzen Geschichte derselben 
von ihrer Stiftung an, bis auf unsere Zeiten, an, und hoffet, dieses Werk werde dem deut- 
¡, sehen Publikum nicht unangenehm seyn. Ausführliche Geschichte einrH jeden Ordens muß 
. man nun freilich in diesem Werke nicht suchen, da dre .Hauptabsicht eigentlich nur diese ist, 
. richtige Abbildungen davon zu liefern, und dann in einem kurzen Auszüge, so viel aus der 
Geschichte davon zu sagen, als zurKenntnis desselben überhaupt nöthig ist. Bei den welllichen, 
besonders bei den hohen Ritterorden, werde ich aber doch umständlicher seyn und nebst der 
Geschichte derselben auch die Statuten und Ahnenprobe mit beizubringen suchen. UebriaenS 
. werde ich mich an keine Ordnung binden, sondern die Gegenstände wählen, wie sie mir vor 
kommen. In dem ersten Hefte liefere ich einen Tempelherren, einen Karmeliter, und zwei 
Nonnen, nebst der Geschichte! des Karmeliter. Ordens und der beiden Nonnen. Von den Tem 
pelherren sowohl, als von dem Karmeliterorden folgen künftig noch einige Abbildungen, und 
am Ende des ganzen Werks wird ein sistematisches Verzeichniß geliefert, nach welchem alle 
Abbildungen nebst den dazu gehörigen Beschreibungen zu ordnen sind. Bis dahin müßte van 
. sie also ungebunden in Portefeuilles ausbehalten. Schlechter sollen die Abbildungen niemals 
werden, als die welche ich zur Probe liefere, wol aber mit der Zeit noch schöner, und derPreiS 
-soll nie erhöhet, sondern wo möglich in der Folge, wenn die Anzahl der Liebhaber groß genug 
wird, noch vermindert werden. 
* Druck, Papier und Format des Werks werden durchgängig seyn, wie die erste Probe, und 
.in allen berühmten Buchhandlungen, auch in der Waisenhaus-Buchdrnckerey zu Cassel, wirb 
man ein Exemplar von diesem Werke zur Einsicht finden. Wenn sich aber auch, besonders in 
Städten, wo keine Buchhandlungen sind, andere Freunde und Gönner dem Geschäfte unter- 
ziehen und Pränumeration sammle« wollen, so werd ich ihre Mühe nicht unvergollen lasser/ 
und verspreche wenigstens jedem, der für zehn Exemplare die Pränumeration einsendet, das 
eilfte ftei und unentgeldlich mit beizulegen. 
Für jedes Heft, welches aus vier ausgemalten Kupfern und dem dazu gehörigen Text beste 
het, zahlt man einen Conventionsthaler, oder i Rthlr. 8 Groschen sächsisch. Der Augenschein 
. wird reden überzeugen, daß die Kupfer nicht schechtweg mir Farben überstrichen, sondern mit 
Fleiß ausgemalt sind, und wenn man Druck und Papier betrachtet und dann dem Herausgeber 
auch eine kleine Belohnung für zeine Muhe gönnen will, so wird man den Preiß, in Verglei 
chung anderer auf schlechten Papier sehr mittelmäßig gedruckter- und mit Farben ohne allen 
' Geschmack und Fleiß üdcrschmierter Sachen, nicht unbillig finden. 
Wer also dieses erste Heft verlangt, sendet nebst dem Betrag dafür zugleich ans die zweite 
Lieferung einen Reichsrbaler sächsisch, oder i fl. 48 kr. Convevtionsgeld Vorschuß. Bei Em 
pfang des zweiten Hefts 8 Grsch. sächsisch, oder 36 kr. Eonventionsg'eld Nachschuß, und wieder 
i Rtblr. aüs das dritte Heft; und so wird hernach bei Empfang eines jeden Heftes ein Con- 
vcntionsthaler, bezahlt. Ich würde auch diesen Vorschuß von r Rthlr. nicht begehren, wenn 
ich mich nicht dadurch in Absicht der Anzahl der auszumalenden Kupfer in Sicherheit setzen 
müßte: denn ich werde nicht mehr Kupfer abdrucken und ausmalen lassen, als durch die gelei 
stete Pränumeration bestellt worden, und künftig wird an diejenige, welche nicht pränumerirt 
Haben, schwerlich ein Exemplar in dem nemlichen Preiß erlassen werden können. 
Dagegen sende ich die bezahlten Exemplare posiftei; es müssen aber wenigstens zehen Execk- 
plarien an einen Ort geben, dem, einzelne Exemplare können nicht postftess versendet weide,/ 
Mannheim, im OcrsbermonM 1779. L. M Gcfnvam : ' 
■ • 1 . ChuxpsW Hofkürnmermth unS HvftuchhchMk." 
üremde
	        

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