Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

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len, Versicherung geben werde. Vorbenannte Wittwe Rehberg hat diesen Todesfall noch nicht 
allen denen nolisiciren können, von denen ihr verstorbener Ehemann Mandatarius gewesen, in 
zwischen ist dem größten Theil derselben solcher durch Briefe bereits gemeldet, mit dem dienst 
lichen Ersuchen, ihrem Sohn dem Candidata Rehberg die Besorgung der Geschäfte hinkünftig 
zu überlassen, und das Vertrauen zu gönnen, womit sein verstarb. Vater von ihnen beehret 
worden. Siehst Bedenken getragen, diese Bitte durch öffentliche Blätter zu publiciren, sie 
het sich aber durch die unerwarteten Maasregcln des Hrn. Advocan Stambcken und durch ähn 
liche Bemühungen anderer gemüßiget, dieses ihr Gesuch hierdurch zu widerholen, mit dem Bey 
fügen, daß besagter Candidar Rehberg alle Mandata von denen gern und willig übernehmen, 
solche getreulich und accurat besorgen, auch den etwa erforderlichen Unterricht und Nachricht 
prompt ertheilen werde, welche die, so ins künftige dieser Wiltwenpflegeschaft beyzutreren ge 
meinst sind, etwa nöthig haben möchten, wie er denn auch denen Witwen welche Pensiones haben, 
seine Bemühung so wie' von seinem seligen Vater geschehen mit äusserster Accuratesse widmen 
wird. Weil der Candidat Rehberg bey dein unvermutetem Absterben seines Vaters abwesend 
gewesen, so wird anncch angezeiget, daß derselbe in den nächsten Tagen zu Hause kommen 
werde, und daß inzwischen diejenigen, welche als neu beytretende Interessenten sich bereits 
mit Briefen bey dem seligen Commissario Rehoerg gemeldet, oder bey desse» Wittwe, oder dem 
Candidato Rehberg tu gegenwärtigem Oktober - Monat annocki melden und ihre Documente 
nemlich Tauf- Gesundheits- und Copulations, Schein einschicken werden, von zuverläßiger 
Besorgung der geschehenenen Aufträge versichert seyn können. Hannover den 25. Oct. 1779. 
Witwe Kchberg, geb. Keiser. 
11) Denen Herrn Gewehr-Liebhabern wird hierdurch bekannt gemacht, daß eine Quantität Schics- 
Gewehr, bestehend in sehr schönen raren guten von denen besten Meistern in- und ausser 
Teutschland verfertigte» Büchsen, doppelten und einfachen Flinten, Pistolen rc. in dem Vaux- 
hal-Saal ohnweit dem Holländischen Thor, mit Würfeln sollen ausgespielt werden, der Tag 
der Ausspielung soll so bald die Collection der Loose wird complet seyn, 14 Tage vorher durch 
die Zeitung bekannt gemacht werden, Plans und Loose das Stück à 2 fl. sind in der Königs 
straße in des Aue-Aufsichter Stahls Behausung drey Treppen hoch zu haben. 
12) In der untersten Markt - nunmehrigen Johannisstraße in des Kaufmann Hr. KühnS Behau 
sung gegen dem Kramer Wittich über bey der Mademoiselle Ernán sind nenmvdige Hauben, 
Florschürzen, Palatins, Florermel und alles was zum Damcuputz gehört, wie auch wohlrie 
chend Wasser und Haar-Pomade, alle Sorten seidene und lederne Handschuh, Uhr - und Stock- 
bänder, und dergleichen Galanteriewaaren mehr, zu haben: auch werden allda Blonden, Flor 
und seidene Tücher gewaschen und Hauben aufgesteckt. 
lg) Bey Hr. Peter Boulnois auf dem Markte sind Strasburger Talglichter 6. und 8ter 6z Pf. 
vor 1 Rthlr. auch fetter Schweizerkäse i Pf. 6 Alb. Limburgerkäse, das Drück 4 Alb. 8 hlr. 
zu bekommen. 
14) Bey Hr. Grund im gvldnen Adler ist frischer Selzerbrunnen, 7 Krüge vori Rthlr. auch fri 
scher guter Braunschweiger Hopfen 6 Pf. vor l Rthlr. zu haben. 
iz) Der Kaufniaun Hr. Wilhelm Klüppel, welcher sich erst etabliret, und in des Hrn. Stein, 
manns Behausung hinter dem Judenbrunnen wohnhaft, macht hierdurch bckamtt, daß bey 
ihm alle Spccereywaaren, als extra fein Martin, und Domingo-Casse, fein Nassinade und 
Melis, verschiedene Sorten Candis, alle feine Gewürze, diverse Sorten Thee, Corinthen, 
Rosinen, beste Valencer Mandeln!, verschiedene Sorten Perlengerste, feine Poudres, weisse 
und blaue Stärke, Blaustein, diverse Sorten Rauchtoback, Dünk. St. Omer, Holländer, fein 
Frankfurther Griesmehl, Fadennudeln, beste Sorte Smirn. Baumwolle, Schweffel, neuer rein 
schmeckender Poug. Baumöhl, Rüböhl, Trahn, Sirop, Carlöhaver Wein - und Biereßig, schö 
ne Buttjenter Butter, dünner Hahnentheer, Reidl. Käse und noch mehrere Waaren, um den 
billigsten Preis zu haben sind; er bittet um einen geneigten Zuspruch, und verspricht einem je 
dem mir guter Waare zu bediene». 
«NU 16) Es
	        

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