Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

Dom i4tett Junius 1779. 
367 
z) Nachdem zu Abwendung der mit schadhafter Entwendung des Birken-Menes und dessen Ge 
brauch fett emtgee Zelt wiederum sehr eingerissenen Übeln Gewohnheit die Vorkehrung Vtrose 
sen worden, daß solcher jedermann ohne Unterschied in denen Thoren und Ortschaften weaae- 
nommen, und die Verbrechere mit Gefängniß sofort bestraft werden sollen; so wird dieses 4 - 
bermannlgllch zur Nachricht und Warnung hierdurch bekannt gemacht. Cassel den7.Jun. 17-0' 
4) Diejenige, welche auf bas 2te halbe Jahr die hiesige Policey- und Commercien - Zeitung ru 
pranumeriren willens sind, wollen, und zwar die Auswärtige, längstens vor Ablauf dieses 
Monats das Geld dafür an mich gefällig eins-,.den. hier in Cassel aber' von j«o an Sich 
des Morgens 9 bis 12 Uhr, bey mir im Waisenhause solches gefällig abgeben lassen. Cassel 
den 6. Junius 1779. Heere Cassirer 
5) Es sollenMitwochs den röten dieses, die auf hiesigem Herrschaft!. Boden befindliche Früchte 
von 350 Malter Korn und 600 Malter Hafer im ganzen oder einzeln Parthieweiß, an den 
Merstbretenden verkauft werden; es wird dahero dieses zu dem Ende hiermit öffentlich bekannt 
aemacht, damit diejenige, welche sothane Früchte zu kaufen Lust haben, sich alsdann Vonnit- 
i) Man macht hiermit einem geehrten Publikum bekannt, baß nunmehro fest beschlossen, und be 
reits alle Anstalten ge,nacht sind, eine cvntinuirliche Sammlung der besten und neuesten theolo 
gischen und philosophischen Schriften, worunter Betrachtungen und Erbauungsschriften u. f. w. 
unter dem Titel verstanden werden, mit Allerhöchst gnädigstem Kaiser!. Privilegium^ nachein 
ander herauszugeben, wodurch die Herren Liebhaber um so mehr versichert seyn, daß Sie un 
gehindert gute und wohlfeile Bücher erhalten werden. 
Jedem Monat kommen 2 Bände in Octav heraus, deren jeder ein Alphabet, auch wohl 
drüber enthält, nnd wie billig man dabey zu Werke gehet, kann daraus ersehen werden, daß 
nicht mehr als 10 alb. 8 hlr. das Porto mitgerechnet verlangt wird, die aber allemal zum 
Boraus bezahlt werden müssen, damit man sich mit der Auflage darnach richten kann. 
Männer von Einsichren und Geschmack bestimmen diese Bücher, welche in die Arbeit ge 
nommen werden sollen, und stehet ausserdem noch jedem andern Kenner und Liebhaber ftey, 
desfals Vorschläge zu thun, die man mit Dank annehmen wird. 
Von denen Werken selbst will man keine Liste hieher setzen, welches zu weitläufig wäre, 
doch mit Zuverläßigkeit sagen-, daß bereits der Anfang mit Herrn D. Seilers Geist und Ge 
sinnungen des vernunftmasigen Christenthums gemacht ist, und zu Ende dieses Monats in 
- Bände ohnfehlbar fertig wird. 
Man ist nicht gehalten, gerade auf die ganze Sammlung zu pränumeriren, jeder kann 
sich daraus nehmen, was in sein Fach einschlägt und nach seinem Geschmack ist. 
Druck und Papier werden so beschaffen seyn. daß man hinlänglich Ursache hat, zufrieden 
zu seyn. Man verspricht sich um so mehr Beyfall und Unterstützung, da dies die leichteste Art 
ist, auch die kostbarste und beste Werke gemeinnützig zu machen. Herr Glaß, Hofmeister in 
dem Hause Sr. Excellenz Hrn. Gouverneur von Bardeleben in Cassel, der alle Morgen von 8 
bis r Uhr zu sprechen ist, nimt Pränumeration an; auswärtige Liebhaber belieben ihre Briefe 
vebst Pränumeration Franko einzuschicken. 
Auch nimmt solcher auf das Niedersächftsche Wochenblatt für Kinder, aus 6 Bändchen 
bestehend, jeder Band wie oben zu io alb. 8 hl. Pränumeration all; und Heß 3 lezte Lebens 
jahre Jesty können gleich mEmpfang genommen werden, um obigen Preist. 
Aus 8ürftl. Kriegs- und Domainen-Cammer. 
Gelehrte Sachen. 
Kkk 
2) Die
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.