Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1779)

Y 8 . . 7 t«S Stück. 
bas Buch auch denen brauchbar sey, welche die Sämeveyen aus England, . Frankreich oder Hol 
land zu verschreiben belieben. Alle diese Benennungen sollen im Register mit aufgeführet wer 
den. 7) Die botanischen Beschreibungen und Benennungen der Pflanzen, welche Miller in la 
teinischer Sprache entweder aus dem Linne hergesezt, oder selbst gemacht hat, wil der Hr. Ue- 
bersetzer wörtlich hinsetzen, und nicht verdeutschen, weil sie den tUngelehrigen in der Botanik 
. doch unverständlich wären; er gedenkt nur das Buch den Liebhabern der Botanik dadurch an 
genehm zu machen. 8) Da Miller alle Gattungen einer Pflanze unter Einem Namen abhan 
delt, z. E. alle Arten von Kohl unter dem einen Titel, Brassica; so wil Hr.Lüeder dieser Unbe 
quemlichkeit dadurch abhelfen, daß er aus jedem Abschnitte, z. B., aus dem Artikel Brassica, 
alles zusammen sucht, was jeder einzelnen Art desselben angehet, und bringt jedes unter seinen 
eigenen Titel, als: weiften Kopfkohl, Blumenkohl, Braunkohl, Kohlrabi u. d. gl.; damit der 
Leser alles auf einmal vor Augen habe. 9) Und weil verschiedene Küchenpflanzen in Deutsch 
land unter den beym Miller vorkommenden Namen nicht bekannt sind, und diese Namen nur 
den Worten nach zu übersetzen, den Leser nicht befriedigen würde; so hat der Hr. Ueberf. dazu 
die Sämereyen aus England kommen lassen, um selbst zu sehen, was jede derselben entweder 
bey uns für eine Pflanze sey, oder, wenn es eine bey uns nicht übliche, und doch der War 
tung würdige Pflanze ist, zu ihrer Einführung in Deutschland Gelegenheit zu geben, io) Wo 
es nöthig ist, macht er unter den Text praktische Anmerkungen ; vermeidet aber doch alle über 
flüssige Noten, um das Buch nicht stärker zu machen, als höchstnöthig ist. n) Wird er am 
Ende eines jeden Abschnitts ganz kurz anführen, wo man in andern guten und brauchbaren 
Gartenbüchern über jede Materie nachschlagen könne. 12) Wil er die'in dem Miller vorkom 
menden Gaptengerärhschaften, z. E. Hacke, schmale Hacke, Glasglocke u. d.gl., wenn er>sie 
so zeitig vor der Ausgabe des Buchs, wegen der jetzigen Unsicherheit der Schiffahrt, aus Eng- 
< jand erhalten könne, in Kupfer stechen lassen: und glaubt, es würde den Gartenfreunden nicht 
! unangenehm seyn, wenn sie gleich einige Groschen mehr zu bezahlen härten. 13) Statt der 
Vorrede, wil er einen Versuch einer Geschichte des Küchcngartenbaues, von den Zeiten der 
| alten Egvptier her, bis auf unsere Zeiten, vorlegen; und auch zugleich von den mannigfaltigen 
in den vorigen Übersetzungen befindlichen Fehlern Exempel angeben. Und endlich 14) so! daS 
das ganze Buch korrect abgedruckt werden, denn der Hr. Superintendent wil von jedem Bo- 
, gen die lezte Korrektur selbst übernehmen. 
Dieser Theil wird ohngefehr i§ Alphabet stark werden, in Großoctav, mit gutem Papier 
und saubern Druck. Die Herren Pränumeranten erhalten das Alphabet für r8 Ggr.; sur ein 
. Exemplar auf Schreibpapier aber wird pro Alphabet | mehr bezahlt. Die Pränümerations- 
zeit dauret nicht länger als bis Ostern, «eil der Druck um Fastnacht schon den Anfang nimt. 
Die Namen der Pränumeranten sollen dem Buche vorgedrukt werden. Larmeier. 
Fremde und hiesige Personen, so vom zten bis den 9ten Febr. 
in Cassel -angekommen. 
tz^vz. Thor: D. 3. Hr. v. Siegersborff, auss. Dienst, k. v. Gött. k. i. Gasth. a. K. Pl. D. 4. 
Holländ. Major Hr. v. Bülow, l. das. 3 Stud. k. v. Gött. l. das. D. 6. Hr. v. Brun, ausser 
Dienst.k. v. Hannover, p. d. D. 9. Eine Estafette v. Münden, a. Ob.Postamt. Noch einedah. 
Hvllänb. Thor: D. 6. Hr. Rittmeist. Rudorff, v. hies. hoch!. Husar. Eorps, k. V.Jmmeuhauser». 
D. 9. Hr. Lient. Ring, v. Carlshafen, l. i. Gasth. a. Kön. Pl. . 
Frank-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.