Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

Sos Zrtes Stück. 
co gewts die angenehmste Nachricht seyn muß, die es je von der französischen schönen Litteratur 
erwarten konnte. Inn und ausser dem Reich sind die beste französische Autores sehr selten, ja 
auch in einem sehr hohen Preis zu haben gewesen; wie viel also ein geehrtes Publicum durch 
unsere Anstalt gewinnt, wollen wir ihme zur beliebigen Einsicht überlassen, und nur ergebenst 
anzeigen, daß jeder Band, der aus i Aphabeth auf schönem weissen Druckpapier, mit zierli 
chen neuen Lettern, bestehen solle, inci. des Porto, für 29 kr. (3 Alb. 8 hlr.) auf schönem 
weissen Schreibpapier aber, für z6 kr. (10 Alb. 8 hlr.) pränumerando erlassen wird. Ohne 
Vorauszahlung aber wird um diesen geringen Preis kein Theil abgegeben. Das Formar ist 
das nehmliche, wie bey der in unserm Verlag herauskommenden Sammlung der besten deut 
schen prosaischen Schriftsteller und Dichter, für welche uns das geehrttPublicum schon so gros 
sen Dank zugesagt, und durch welche wir auch vielen Freunde» der schönen deutschen Littera- 
-tur schon großen Nutzen geschaft haben, und noch schaffen. Zwey der französische Sprache 
wohlkundige Gelehrte, sind zu diesem so nützlichen Institut bereits aufgenommen, welche keine 
Mühe sparen werden, diese französische Sammlung in ihrer Schönheit zu erhalten und für 
Fehlern zu verwahren. Da uns der Raum dieses Blatts nicht zuläst, die Autores, welche wir 
in diese Sammlung bringen, bisher zu setzen, so wollen wir nur mit wenigem anzeigen, daß 
Die Wahl immer dem geehrten Publico Vergnügen machen und nichts mit dem angezeigten Ti- 
tel, nicht übereinkommende gedruckt; jeder Autor aber auch à pare ausgegeben werden solle. 
Aer Anfang wird zu Ende December mit den Fabeln des la Fontaine geschehen. Wer von 
ctnem jeden Theil io Stücke nimmt, bekommt das eilfte umsonst, und wer 50 Stücke nimmt, 
erhalt rz pro Lento für seine Bemühung. Uebnqens können wir zu mehrerer Sicherheit des 
ganzen Publici noch sagen, daß Kayserl. Majestät diese so nützliche Sammlung mit allerhöch 
stem Privilegio unterstützt, folglich niemand an der richtigen Ausführung unsers großen Vor- 
Habens zu zweifeln Ursache habe. Carlsruhe und Reutlingen den 14. November 1778. 
Christ. (Bottlicb Schmieden, Buchhändler zu Carlsruhe. 
Ioh. George Fleischhauer, Buchdrucker zu Reutlingen» , 
Der Commissanus Barmeier nimt auf obige Schriften Pränumeration an. 
Gemeinnützige Sachen. 
Beschluß der bewährt gefundenen Methode, den tollen Hundcsbiß zn behandeln.- 
(S. das 45. 46. 47. 50. u. Ziste Stück dieser Zeitung. ) 
Inzwischen setzte ich die Cur fort; ich verband bloß sch losmachende Mittel mit den gewöhn 
lichen, weil dieses der besondere Zustand dieser Frau zu erfordern schien, und diese gab ich-i mit 
krampfsiillenden Mitteln in ziemlich starker Dost; ich setzte sie einige Tage fort, nach welchen sie 
«llmahlig ruhiger ward. Ich glaubte diese Frau vor ihrer Niederkunft Herstellen zu können, sie 
hatte sich aber verrechnet, sie kam in der Nacht vom Zten auf den 6 ten in der strengsten Kälte nie 
der' ich eilte ihr alle nöthige Hülfe zu reichen, aber die große Kälte, die sie bey ihrer Niederkunft 
ausgestanden, brachte sie au den Rand des Grabes. Die natürlichen Ausleerungen der Niederkunft 
wurden gestört, das Fieber vermehrte sich, und es zeigte sich ein deftiger Durchfall ; ich setzte sie 
in gehörige Diät, und gab ihr oft Abführungen, weil ihr Fieber fauler Art zu seyn schien; sie gab 
viele Würmer von siä), und nach 74 Tagen war sie hergestellt. 
Das Kind starb 7 dis 8 Stunden nachdem es getauft war. Die Wunden dieser Frau ei 
terten ihre ganze Krankheit hindurch, und ich ließ sie erst zuheilen, da sie hergestellt war. Das 
Wochenbett dieser Frau war Ursache, daß ich sie 14 Tage länger behielt als die andern Kranken. 
4) L. D. 22 Jahr alt, von starker Constitution. Dieser junge Mensch war am Halse und 
Kinn schwer verwundet. Einige Tage, nachdem er hieher gebracht war, tödtete man die beyden 
Ochsen, die er bey sich hatte, und die auch zu der Zeit gebissen wären. Gleich .den Käg, da er 
. i*' f • hi0.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.