Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

-j 6 ó 4ytes Strick. 
baare BezMttNA verauettonirt werden. Wer Lust zu kaufen hat, kann sich den bestimmten Tag 
Nachmittags 2 Uhr daselbst ein finden. 
--0) Eine wohlconditionirte zweysitzige Chaise, mit gelbem Plüsch ausgeschlagen und mit dazuge^ 
höriger Bockdecke versehen, stehet zu verkaufen, wer dazu Lust hat/kann sich bey dem Herrn 
Htzuprmann von Wolff, in des Hrn. Steuer-Rath Kaden Behausung wohnhaft, melden. 
Äi) In der untersten Fuldagasse nunmehrigen Antoniusstraße in Hru.Landxee Behausung, sind bey 
dem Scribent Hr. Schirmer drey mic Figuren ausgezierte und auf besondere Art laquirte Eo- 
» mvden nebst noch einer dergleichen mit einem Aufsatz mir 2 gläsernen Thüren, so zu einem Com- 
loir zu gebrauchen, und eine Chatoulle von gleicher Arbeit, in Comwißron zu verkaufen. Die 
jenigen Hrn. Liebhaber, welche Lust haben eins oder das andere zu kaufen, können selbiges in 
oben bemeldetem Hause besehen und des Accordö einig werden. 
SS) In der Behausung an der Brüderkirche Nro. 695. ist zu haben: der Englische Balsamus vita; 
solaris Exdéllentiifinuis, oder Herz- und Magensiärkcnder Gold-Balsam, der sich wegen seiner 
Lugend bestens selbst recommendirt. Er vertheilet die Flüsse des Haupts, stärket die Natur 
Lis ins hohe Alter, conserviret vor dem Schlagfluß, hebet alle Magen - und Brusibeschwerun- 
gen, Engbrüstigkeiten, kurzen Othem, besonders wann man eine Zeitlang damit anhält, ver 
treibet die Säure im Magen, hilft in wenig Minuten beym Frauenzimmer in den heftigsten 
Muiterschmerzen; es heilet dieser Balsam die heftigste Zahn-und Kopfschmerzen, man thutet- 
Ache Tropfen auf Baumwolle, so in den hohlen Zahn gelegt wird, continuiret .etlichemal)! da 
mit, schnupfet ein wenig in die Nase, schmieret die Schlafe und Wirbel damit; in Catarrhen 
und großen Husten thut solcher Wunder, indem er die Lunge stärket, allen Reisenden ist dieser 
Balsam sehr nützlich, wann man Morgens 20 Tropfen auf Zucker nimt, so bewahret erfüran- 
sieckender Luft; besonders wird, er den Herrn Geistlichen recommendirt, wann sie zu den Kran 
ken gehen, und haben, wann sie von dem Balsam nehmen, sich keiner Krankheit zu besorgen; 
er hÜfr in der deftigsten Colie, wie auch in allen Ueblichkeiten, besonders welche vom schwachen 
Magen Herkommen, da er jederzeit den Magen stärket; alle Wunden, als hauen, stechen, schie 
fen, wie auch Lähmigkeit und Verrenkungen heilet diese edle Medicin, in allen Umständen nimt 
man von diesem Balsam 20 Tropfen auf werssem Zucker, sollte sich die Krankheit oder der Zu 
fall nicht heben, so cvntinuirt man eine Zeitlang Morgens um 10, und Nachmittags um 4Uhr 
r jedesmahl mit 20 Tropfen. Denen, so mit dem Podagra incommodiret, hilft er besonders, 
die Schmerzen zu stillen, indem man die Füße oder Hände, wo das Podagra sich befindet, da 
mit schmieret; in allen Umständen hilft diese Medicin, die Gesundheit des Menschen zu erhal 
ten und zu stärken. Dieser Balsam ist die größte Blutrcinigung, wann man eine Zeitlang dà- 
müt anhält, oder wenigstens die Woche 2 oder 3 mahl davon einnimt, dann er corrigrrt die 
\ Hose Säfte, und machet reines Geblüt, man nimmt allezeit 20 Tropfen auf Jucker, in Blähun 
gen und Verkältung des Magens, wann man rauhe und harte Speisen gegessen, kann man 
solchen gar wohl brauchen, er stärket allezeit die Natur des Menschen, wann solche auch ganz- 
tich verdorben ist, für Melancholie ist er sehr gut. Wann Fremde diesen Balsam verlangen, be 
heben sie nur an Hrn. Car! Christian Dünker, wohnhaft an der Brüderkirche Nro. 695. den 
Brief zu addreßiren. Briefe nebst dem Geld was der Balsam kostet, nemlich 8 Ggr. bittet man 
" franco einzusenden, wogegen man prompte Antwort erhalten wird. 
M) Bey des verstarb. Honig-Kuchenbäcker Eckhards Wittib in der Holländischenstraße, sind iX 
feine Hamburger Juckerbilder, 2) dicke Braunschweiger Honigkuchen, 3) gebrannte Mandeln, 
44) weisse überzogene Mandeln, 5) eingemachte Pommeranzenschalen, 6) Cittronabe, 7) Ket 
ten, 8) Coriander, y) Magenmvrfchellen, 12) Gerstenzucker 11) Bisqnite, 12) Macronen, 
und 13) seiner Jungfern-Honig, um die billigste Preise zu haben. 
--4) Mitwoch den i6.Dec. dieses Jahrs sollen 12 Stück i^jährige- und 8 Stück jährige schlacht- 
bahre Schweine bey hiesigem Hohen Samt-Hospital an den Meistbietenden gegen gleich baare 
Zahlung vertust Gepden, Liebhabet hierzu können sich ermelblen Luges frühe um $ Uhr allhier 
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