Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

Ein Mädchen, so gut französisch spricht, und dabey in weiblicher Arbeit, als vorzüglich im 
^ Nähen und Stricken erfahren ist, auch sonsten einer guten Couduckewegen sich leglttm.rcn kann, 
1U rd in eine ^aushaltuna, NM einen guten Lohn sogleich oder zu Ehrt,tag nt Dienst verlangt. 
-) Es wird ein junger Mensch, welcher im Rechnen und Schreiben perfect und Msten von ho- 
^netter Familie ist, auf das Land nicht weit von Cassel, entweder sogleich, oder längstens Ende 
dieses Jährst als Schreiber in D.enst verlangt. Bey dem Hr. Registrator Euhlmanu vo» 
Hochs. Kriegö-KoMgio'M. die nähern Conditiones zu erfahren. , " ' ' 
Person, so Dienste sucht. 
O Eine Person in Münden, die r Jahr in Hannover, und 4 Jahr nahe bey Hannover als Kam- 
meriunafer bey vornehmen Herrschaften gedienet hat, welche ftrsiren, ansstecken, recht gut na 
ben, waschen und pletten, auch Kleider frisiren und sticken kann, und mit gutemAttestatverse- 
ben ist wünscht auf dieselbrge Art auf Weyhnachten wieder u, Cassel anzukommen. Die Person 
ist bey ihrem Vorinund, dem Gastwirth Beurmanu vor dem Cassel. Thor in Munden, anzutreffen. 
Capitalien, so auszulehnen. 
i) 2000 Gulden Niederheßifche Währung, find gegen hinlängliche erste und sichere Hypothek z» 
s/^Rthlr. Figuiezische Pupillengelder, sind auf ein assecurirtes Hauß allhier aufdie ersteHy- 
votbek ru verlehuen. Beym Vormund Hr. Boulnoiö auf dem Markt ist das wettere zu erfragen. 
O *500 Rthlr. Cassamünze, sind gegen die erste Hypothek auf ein assecur. Hauß oder Garten all- 
bier beysammen oder einzeln zu ver lehnen. Die Waisenhaus-Buchdruckorey gibt nähere Nachricht. 
^ Ein Capital von 600 Rthlr. in Münze ist einzeln oder beysammen auf dle erste Hypothek al- 
bier gelegener Häuser, Garten oder Wiesen zu verlehnen, auch dienet zur Nachricht, daß die 
Cavitalia nicht sobald aufgesagt werden. ^ ^ 
5) Es sind 500 Rthlr. Pupillengelder aufdie erste Hypothek entweder auf Haus oder Garten so 
aihier in- oder bey Cassel gelegenzu verlehnen. 
6) 3000 Rthlr. Pupillengelder in Cassamunze, sind sogleich gegen gerichtliche Obligation und 
zwar auf die erste Hypothek gegen laudübliche Zinsen zn verlehnen. 
Notisicationet von allerhand Sachen. 
1) Jemand hat hier gezogene goldgelbe und auch gezeichnete Canarienhahnen mit Hollen, bas Stück 
zum grosen Thaler zu verlassen. . t ^ . Ä * . .. . . a 
2) Es hat die Witwe Dammin ihr Hans ln der Mardunstraße verkauft, wer daran etwas zu 
fordern, oder näher Käufer zu seyn glaubt, kaun sich Zeit Rechtens melden. , . 
X) Bey in*. BoulnoiS auf dem Markt, sind Strasburger Talqlichter 6 und 8 Stuck auf ern Ps. 
V Pf/vor i Rthlr. wie auch recht guter fetter Schweitzerkäse, 1 Pf. vor 6 Alb. Limburger- 
kase, das Stück vor 4 Alb. 8 hlr. zu bekommen. ^ ^ 
a) Mademoiselle Hagemeyeru macht hiermit bekannt, daß sie alle Sorten Spitzen und Entorta, 
ge» aufs allerbeste um den billigsten Preis reparirt, wie auch auf die neuste Art waschet. Sie 
loqirt in der Carlstraße in der Karten-Fabrike. , , , 
K) Nachdem bey hiesiger Leyh-Banco es sich seit einiger Ze,t verschiedentlich zugetragen, daß 
von dem einen und andern, welcher mehrere Effecten auf einmahl oder nach und nach versetzt 
bat die dagegen erhaltene Leyhzettel nachgehends an einen dritten verhandelt oder versetzt, und 
von diesem, wenn ein Pfand zur Auction und hierbey ein Ueberschuß herausgekommen, dessen 
Auszahlung obgleich bey den andern dem nämlichen Debitori gehörigen und ebenfalls verauctio- 
‘ nirtenUnterpfändern sich ein Schaden ereignet, verlangt worden; gleichwol die Leyh-Banco 
ñch hierzu wann der wahre Eigenthümer und Entleiher sich zu erkennen giebt, oder auf eine 
andere Art zuverläßig öMnnt wird, um so weniger verstehen kann, als sie nach dem ihr gnä» 
tziaft ertheilten Privilegio sich lediglich an diesen zu halten befugt ist; so hat man solches dem 
M inmm m Publi»
	        

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