Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

Vom 7ten September 1778. 565 
fie nickt veft schließt, und zwey kleine Löcher hat, von W. Lloyd verfertiget, von einer unter 
dem Fenster befindlichen Commode gestohlen worden. Sie hängt an einer stählern Damenkette, 
woran eine goldene größere Verlogne zu einem Gemälde, ein goldnes Herz mit einem Haacken, 
wie auch eine Dame von Emaille mit einem Karniol und einer kleinern goldnen Verlogne, wel 
che ein Etui mit Messer und Schecre vorstellet, hänget. Wer dieselbe gefunden, oder mit Zu- 
verläßigkeit anzugeben weiß, wo sie wieder zu erhalten ist, hat sich in derWaisenhaus-Buchdru- 
ckerey zu melden^ und drey Louisd'or Douceur zu gewärtigen. 
15) Bey dem Schreinermstr. Döppe in der sogenannten Hospitalsstraße' ehemaligen Ziegenstall, 
sind noch ausser den schon bekannt gemachten eichenen Bohlen, Dielen und Stollen, auch aller 
hand Sorten von Elsebeer- wie auch von trocknem Beerbaum Bohlen und Dielen, von verschie 
dener Länge, Breite und Dicke um die billigsten Preiste zu haben. 
B esond er e A v t r t i Js e m t n ts. 
1) Bey der anheute mit bekannter guten Ordnung und den vestgesetzten 8ole„n!tXten vollzogene« 
uzten Ziehung der dahiesigen Hochfürstl. Hessen - Cassellischen gnädigst garautirten Zahlen» 
Lotterie sind die Nummern: 
29. 71. 84. 4L 73» 
aus dem Glücks-Rade gezogen worden. Die nóte Ziehung geschiehet Mittwochens den SZten 
Sept. und so fort, von drey zu drey Wochen. Cassel den 2ten Sept. 1778. 
General-Direction der Hochfürstl. Hess. CaffeUischen gnädigst garantirlen Zahlen-Lotterie. 
2) Nachdem das hiesige HerbssViehniarkt am l2ten Oktober dieses Jahrs wieder gehalten wer 
den soll; so wird solches mit der Zusicherung hierdurch bekannt gemacht, daß allen und jeden 
Roßkammeu, Viehhändlern, Metzgern, Juden und andern, welche dies Markt mit ihrem 
Vieh besuchen wollen, bey dem Her - und Rückzug nicht nur die Zollfreiheit an allen Hessischen 
Orten, sondern auch die freye Hude von allem Vieh, welches sie hierher zum Verkauf bringen, 
zustarten kommen solle; wobey aber zugleich erinnert wird, daß ein jeder mit Gesnndheits- 
Päss u sich gehörig zu versehen, und alsdann von Unsern sämtlichen Beamten, allen guten 
Willen und sonstige Beförderung, wie vorhin, zu erwarten habe. Cassel am 17. Aug. 1778. 
Aus 8ürftl. Rricgs- und Domainen-Cammer daselbst. 
3) Es ist zwar jährlich der höchste Befehl ergangen, daß b ; e Etats von den Städten und aus 
den Aemtern und Gerichten, weil der Abdruck des Adeeß Calenders mit dem Lande und nicht 
mit Cassel anfängt, mit Ende des Septembers eingeschickt werden sollen; da aber solches doch 
nicht gehörig erfolgt, so wird höchstens die Hälfte Octobr. solchergestalt zum letzten Termin deS 
Einschickens an den Hrn. Professor Casparson gesetzt, daß wer diesen Termin versäumen sollte, 
höchsten Orts zu weiterer gnädigsten Verfügung ohnfehlbar angezeigt werden soll. Cassel den 
tyten Aug. 1778. Hochfürstl. Waisen- und Hmdelhaus-Lircciion hierstlbst. 
4) Nachdem auf das von einer Allerhöchst verordneten Kaiser!. Commißion zu Heilbronn einge 
gangene nachfolgende Requisitions-Schreiben von Hochfürstl. Regierung anhero communiciret 
worden, folgendes Inhalts: 
Nachdem Jhro Römisch-Kaiserl. Majeft. per Refcriptum dement, den I. Inn. 6c praf. den 
SS. Jul. a. c. Uns den Allerhöchsten Auftrag zu ertheilen geruhet haben: 
daß Wir^utoritate Commissionis Caesarea: gegen den mir hinlänglichen Jnzichten gravir- 
ten und auf flüchtigem Fuß befindlichen Cantón Ottenwaldischen ältern Syndicus Ge 
orge David Jäger, in Betcef des bey Gelegenheit eines in Holland bey denen Handels 
leuten Hefshuyfen zu Stand gebrachten Darlehns zum Vorschein gekommenen Falsi ohne 
Verzug im Betrettungsfall mit der Spedal-Criminal-Inquisition nach aller Strenge 
Ler Rechten vorschreiten und gegen ihn und den Notarius Speidel nochmalige ander- 
3ii i z weite
	        

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