Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

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ryteê Stück. 
nicht'nur die darinn gefallene Gewinne, nach Abzug des roten Pfennigs binnen der im Plan 
bestimmten Vier-Wöchigen Frist, von denjenigen Herren Collecteurs, bey welchen die Einla 
gen geschehen) gegen die sofort auszuhändigende Original-Gewmn-Ldose in Empfang îft, neh 
men, sondern auch die Renovation derer im Spie! verbliebenen Billets uni so mehr zu beschleu 
nigen geliehen, als die Ziehung der folgenden Zten Classe in genauester Befolgung des Plans, 
SM sten Junii nächsthin ohnfehlbar geschiehet. Cassel, den 23. April 1778? * 
S. H. Direktion der gnädigst garanlinen Clajjen - Lotterie daselbst. 
Gelehrte Sachen. 
1) Der Beyfall, mit dem das geehrte Publikum vorigès Jahr meine Sammlung französicher 
Aussage mit deutschen Vlsren, und grammatikalischen Anmerkungen rc. so aufzunehmen be 
liebte, daß sie bereits auf Universitäten und einigen Schulen gebraucht wird; und dieAufmuu- 
terung meiner, darauf gehabten Herren Interessenten, hat mich bewogen, eine anderweitige 
Sammlung unter dem Titel: Chrestomathiefrançaise, contenant des pièces choisies fur P Hi 
stoire^ la Physique, la Morale & la Philologie ; entremêlés d Anecdotes remarquables &c. 
''pour toutes fortes de Leñeurs , jedoch mit diesen. Unterschied zu veranstalten, daß a) tînt 
desto mehr Materim zu liefern, alle Noten wegbleiben werden. Ein Gallicismus, oder sonst 
ein unverständlicher Ausdruck, möchte jedoch zur Erleichterung des Lesers hier und da erkläret 
werden, b) Bey den Aufsätzen wird man auf die möglichste Kürze sehen, um die Sammlung 
desto mehr zu vermannigfaltigen. Erstere wird man so ausgesucht, lehrreich und unterhal 
tend geben, als möglich; und sich kein schlechtes Stück, woran sonst dergleichen Recueils oft 
einen großen Ueberfluß haben, erlauben, das nicht erhaben genug, und in seiner Art nicht 
! merkwürdig wäre; oder nichteinen Einfluß auf Geschichte, Philosophie, Moral, u.d. gl. hätte. 
Aus eben dieser Ursache, und um den Leser nicht mit einem unnützen Gewäsche zu beschweren, 
1 oder ihm elende Lumpereyen statt der oben versprochenen Piêçes choisies zu verkaufen, werde 
ich mich c) Vor das erste auf 18 Bogen einschränken, die auf Einmahl erscheinen sollen: Wo 
ben ich zugleich eine Fortsetzung von einigen ähnlichen Bändchen ankündige, davon halbjährig 
Ems zum Vorschein kommen wird. Die Stimme des Publikums wird es demnächst entschei 
den, wie lange damit continuiret werden soll. ci) Rach einer genauen Berechnung der Kosten, 
hat man den Preiß für diesen ersten Band auf gutes Druckpapier zu i8, auf ordinair Schreib 
papier zu 24, und aus fein Holländisch Papier zu 30 gute Groschen angesezt. Wobey noch 
angemerkt wird, daß das Format gewöhnlich Oclav, der Druck und Eorrectur rein und sau 
ber seyn wird. e) Es steht den Herrn Liebhabern frey, darauf zu pränumenren, oder zu sub- 
scribiren. Da indessen von Seiten der ersten Sammlung noch verschiedene Interessenten rück 
ständig sind, so siehet man dem erstem Wege mit größerm Vergnügen entgegen, f) Die Prä 
numeration und Subscription dauert bis gegen Johannis, wornach die Lieferung des Buches 
baldmöglichst erfolget. Die Herrn Liebhaber wollen sich daher binnen dieser Zeit pvstfrey an 
mich selbst, oder auch in Cassel bey dem Hm. Commissair Barmeier melden, um die Größe 
der Auflage darnach einzurichten, g) Die Namen der Herrn Interessenten sollen auf Verlan 
gen vvrgedruckt werden.' NB. Von oben erwähnter Sammlung rc. sind auch noch einige we 
nige Exemplare, gehest, oder auch ungebunden bey mir zu haben. Hannover den 6. Febr. 1778. 
; ’ , . f ' ' ' ff. M. Seewen. 
3) Unter dem Vorsitz des Hrn. Geheim. Regier. Raths, Vicekanzlers und Profess. Jur. Prim. 
Aemil. Lud. Hombergk zu Vach zu Marburg, hat am 30. Apr. d. I. Hr. Christi. Henr. Wilh. 
Homberg zu Vach, aus Marburg seine Jnaugur. Diss. de satis, statu &' conditione ufusfrudtus 
maierni in Hastia per novistimam prœfertim liane recensions epocham ad heee usque témpora, 
vertheidigt. , , 
3) Drey heil. Reden von der Gnadenwahl über Rom. IX, 6-24. wovon der Jnspekt. und er 
ster Reftwm. Prediger zu S. Goar, Hr. Joh. Nolde der Verfasser ist, sind zu Hersfeld auf 
.3 Bogen in 8. herausgekommen. 4) Von
	        

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