Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1778)

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ites Stück. 
Q \ ^wen hübsche nicht lang verfertigte, wenig gebrauchte und noch in gutem Stande seyende Chai- 
^ sen, sind um einen billigen Preis alhier zu verkaufen. Die Waiser-Haus-Buchdrucierey gibt nä 
here Nachricht. 
io") Bcv Dr Helmut!), ohnweit dem Judenbrunnen, ist nebst seinen stetsführenden Specerey'- 
und Farbewaaren, zu haben: beste Butjender Butter, 5§ Pf. vor r Rthlr. m \ oder^ Ten. 
• 5| Pf vor i Nthlr. auch ist bey demselben noch eine Quantität Rocken- Wachen- und Gersten- 
stroh zu verlassen. 
n) Bey dem Weinhändler und Frankfurther Bierbrauer auf der Oberneustadt in der Car'^sirasie 
in Nrv. 8Z. ist guter Hopfen 5 Pf. p. 1 Rthlr. zu verkaufen. 
12) Beym hiesigen Handelsmann Hr. George Heinrich Hagen in der .Schloßstraße an der Petri 
straße Ecke wohnhaft, ist die ächte schon lange bekannte Schwersische- oder Altonaer- Wunder- 
Essenz, in versiegelten Glasern, zu 12 Alb. 8 Hlr. hiesig Geld, in Commißion angekommen, und 
beständig fort zu haben; es curiret diese Essenz auf eine sehr leichte und geschwinde Art alle r, 
2, 3/ und gtägige kalte - wie auch die mehresten hitzigen Fiebers, die Pleüresie,.rothe und weisst 
Ruhr, geschwollene Beine, Herzklopfen, Uebelkeiten, den kalten Brand, Brechen, Blutstürzuna, 
alten Husten, Kalte im Unterleibs, Milzlrankheit, Stein, Gicht, und Podagraische Schmerzen, 
alle Arten Lähmung, es sey vom Schlag oder sonsten, den Schwindel, allerhand Ausschlag, die 
verhaltenen und widernatürlichen weiblichen Umstande, dieMelancholey, die Raftrey, Colic,Mut- 
terbeschwerung, und Gelbsucht; sie macht vortrcflichen Appetit zum Essen, und wer sie nur znwei- 
'len braucht, ist Zeit Lebens für Faulung, Geschwüren, Schlag- und der Schwindsucht selbstge- 
sichert, stillet kürzlich alle Kopf- und Gliederschmerzen, widerstehet allem Gift, bösen Luft und" 
- der Pest selbst, ist auch in eimqemveEischen Krankheiten, wenn solche noch nicht zu tief einge 
wurzelt sind, mit Nutzen zu gebrauchet EbcuderjelbcHr. Hsndelsm. Hagen erachtet sich.schuldig 
sich ereignetem Umstande gernäs, das Publicum hiermit zu benachrrchtrgen, daß er keine andere als 
die achte Schwersische- oder Alwnaer-wunderbare Essenz, direct aus derQuelle von deren jetzigem 
Verfertiger, deme, mit der Frau Wittwe des seel. Hrn. Assessor Schmers verheyrathelerr Hru. 
Obersten und Ritter von O.nreille in Han,bürg, in Commißion erhalten bade, und daß,sie, dieser 
Ursache wegen, um eben den niedrigen Preist, wie sie an der Quelle gilt, von lhm abgegeben 
werden müsse, man sich auch von der Gewißheit dieses Berichtes bey ihme durch die vorzulegen 
habende Originalbrirfe belehren könne. 
iz) Ein sehr gut conditionirter Schlitten mit vollständigem Zeug, Geschirr und Geläute, steht 
beym Weinwirth Hr. Hühner in der Martinistraße beym Trusselteich zu verkaufen. 
14) DerBürstenmachermstr. Joh. Henrich Ahrendts dahier in Cassel wohnhaft, in der Enten- nun 
mehrigen Petrisiraße, machet allen und jeden Metzgern und Hausschlachtern in denen Städten 
und Dörfern hierdurch bekannt, wann sic Sckwemeborsien znm Verkauf haben, sie ihm solche 
anbcro bringen Mögen, er erbietet sich vor jedes Pfund 4 bis 8 hlr. mehr zu zahlen, als die 
Aufkäufer geben, es müssen aber die Räckborsten, trocken und gleich geleget seyn, ohne daß sie 
ausgekamt zu seyn brauchen. Auch sind bey demselben alle Sorten Bürstengegen billige Zahlung 
zu bekommen. \ 
IZ) Es soll Montags den zten Jan. a. 5. in des verstorbenen Hrn. Regierungs-Rath Kuchenbecker 
Behausung, eine Chaise mir gelbem Plüsch ausgeschlagen, nebst noch einem aparten Hinter- u. 
Vördcrrad, ein gelbbeschlagenes Geschirre auf 2 Ehaisenpftrde, eine Peuduluhr und einige 
Stück Eichen-Bolen verkauft, sodann aber mit der Buchec-AiiMn continuiret -werden; wer 
nun von solchen etwas zu erstehen gesonnen, der wolle sich ermeldten und folgende Tage daselbst 
Nachmittags um - Uhr einfinden. Cassel den i8ten Dec. i-77. 
I. H, Gchwiedring, Regier, Archiv, Vig. Commifi 
^ : - - . ' ' > ^ ... . ' ^ 16) ES
	        

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