Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1775)

szter Stück. 
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5) Nach MaaSgabe des seiner Zeit publicirten Plans wird die Ziehung der rten Classe von der 
gegenwärtigen I7ten hiesigen gnädigst garantirren Lotterie, Mittwochs den 7ten Junii vhnfehl- 
bar den Anfang nehmen. 
Damit also nun ein jeder derselben nach Gefallen beywohnen könne, so wird solches dem Pu 
blic» hierdurch bekannt gemacht und zugleich ohnverhalten, daß die Ziehung des Vormittags 
werde bewürkt werden. 
UebrigenS werden die tägliche Ziehungs-Listen bey sämmtlichen Collecturen gratis einzusehen 
und respective zu erhalten stehen. Cassel deu iten Junii 177z. 
Fürst!. Heß. Direktion der gnädigst garantirten Classen-Lotterie daselbst. * 
Gelehrte Sachen. 
1) Unter dem Vorsitz des Hrn. D.u. Profess. Mathem.Joh. Gotti, waldin zu Marburg haben den 
Loten May die Fürst!, sluinni Hr. Joh. Chr. Wjedemann aus Cassel, Carl Fr. Wicke, aus Mor 
schen und Fried. Christoph Göerke aus Rheinfels, Theses philosophkas vertheidigt. 
2) Bis zum LZten Junii d. I. wird auf die zu Carlsruhe auf Pränumeration gedruckten Rabneri- 
schen Schriften, so aus Z Theilen bestehen werden, bey dem Commissario Barmeier Hieselbst die 
Vorausbezahlung, und zwar auf alle 5 Theile zugleich Ein Rthlr. 8 Alb. angenommen. Nach 
Verfließunq dieser Zeit, ist kein Exemplar für diesen Preis mehr zu erhalten. 'Nichtweniger die 
net denenjenigen, die das wohlgetroffene Vildniß des sel. Gellerts sowol als Rabeners, vor ihre 
Schriften zu haben verlangen,'zur Nachricht, daß darauf gleichfals, à Stücks Alb., präoume* 
riret werden könne. 
Gemeinnützige Sachen: 
Untrügliches Mittel wider die Kohlraupen. 
(s. H. Hamb. Magaz. 14. B. S, 187.) 
—— Weil ich ein großer Liebhaber von den Kohlgewächsen bin, so habe ich einen ganz be 
sonderen Haß auf die Kohlraupen geworfen und mich beständig bey allen Garten-und Feldknndi» 
gern um Geheimnüsse bekümmert, wie man besonders diese Art Raupen von Kohle abhalten könne. 
Ich habe mancherley gutes und schlechtes vernommen, allein, wenn ich mich weiter erkundigte, so 
waren immer einige, die dieselbige Mittel fruchtloß versucht hatten, daher habe ich steines derBe- 
kantmachmig würdig gehalten. Das Mittel hingegen, welches ich hier vorschlagen werde, ist zwar 
nur von sehr wenigen Oeconomen, von denen, die ich kenne, gebraucht worden; allein alle, die 
es versucht haben, sind doch darinn übereingekommen, daß es gut gethan hat. Weil man aber den 
mündlichen Nachrichten der Feld-und Gartenbauern nicht viel zutrauen kan, zumal, wenn ihrer 
uur sehr wenige sind, die eine «wache versucht haben, so habe ich mich nicht unterstehen wollen, das 
Mittel zn verrathen, eh<5 ich nicht mehr Nachrichten davon eingezogen hätte. Man hat'mir aber 
uicht allein dieses Jahr die Versicherung bestätigt, die man mir schon im vorigen auch gegeben hat 
te, .daß dieses Mittel bewahrt ftye, sondern ich habe auch nach der Zeit schon entdeckt, daß eS 
nichts ganz neues mehr sey, sichern ich es, mit der Versicherung eines untrüglichen Mittels, auch
	        

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