Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1774)

5) Es wollen des fiel. Pfarrer Cuhns zu Mörshausen Erben, nachstehende nahe vor Homberg ge 
legene Grundstücke, nehmlich: i) ein Acker vor dem »Oderthor zu Z Hornberger Metzen Aussaat, 
2) ein Acker von gleicher Beschaffenheit, 3) noch ein solcher Acker, und Knöcherner 6 kc>, so- 
.. dann 5.) ein Acker zu vier Metzen, diese Stucke liegen aneinander, und find Jehendfrey, sodann 
rin Stück Land zu i| Mtz. vor dem Westheimer Thor auf der Binde gelegen, welches Jehendbar 
ist, aufletzteres St. sind 21 Rthlr. geborten worden, weiter l Vrtl. 14 M. Körn und 1 Viertel 14Me 
tzen Hafer, jährlich bey Hecker Guttheils Erben zu Mardorf Amts Homberg, hierrauf sind 
180 Rthlr. gedotten; desgleichen 2 Vrtl. Korn und 2 Vrtl. Hafer bey Conrad Äaldmannsk Er- 
. ben zu Gumbeth Amts Borken, welche die Censi'ten nach Homberg in dasigem Gemäs liefern müssen, 
- hierauf find 170 Rthlr. gebotken worden, an den Meistbietenden gegen baare edictmaßige Be 
zahlungverkaufen, und wollen die Liebhabers sich entweder bey denen Erben selbst, oder in Hom 
berg bey dem Jäger Saul mit ihrem Gebott melden. 
6) Es will der Comödiant Mfr. Plante, seine auf hiesiger Oberneustadt in der Königsstrasse be- 
legeue Behausung sub. Nr. iZZ. assec. verkaufen, und können die ress. Hrn. Kauflustige bey 
dem Hrn. Professor Dury sich melden. 
7) Es wollen der verstorbenen Professorin Schröben« ZU Marburg hinterlassene Erben ihre erb- 
eigenthümliche und keinem Lehn von sonsten jemand oder dergleichen oneribus und Abgiften unter 
worfene Pfachte bey Neukirchen, als nehmlich: 1) eine Pfacht zu Riebelsdorf, welche jähr 
lich gibt und zwar wie die folgende alle in Neukircher Fruchtmaas, wovon das Möth i| Mar 
burg er Möth beträgt, 4 Moth Korn und 4 Möth Hafer, 3 Alb. und 1 Huhn und muß 
hiervon bey jedesmahligem Sterbfall das Lehn gegen Lchnrevers und 4 Rthlr. Leyhgeld, wie auch 
i Rthlr» nassen Wein kauf empfangen werden. 2) eine P facht gleichfalls zu Riebelsdorf welche 
jährlich gibt Z Möth Korn und 3 Möth Hafer, 1 Gauß, iHuhn, 2junge Hahnen und 2 Alb. 
vor i Schönbrod und muß hiervon ebenfalls bey jedesmahligem Sterchfall das Lehn empfangen 
werden. £) eine Pfacht zu Berff Amts Otter, so jährlich entrichtet 4 Möth Korn, 4 Möth Hafer 
i Ganß und 2 Hühner und gehöret zu dieser Pfacht, so eigentlich ein zu Lehn eingegebener Hof ist 
und von Adelichen herrühret, ein Wäldgen so nach alter Messung der i4scyuhigen Ruthe 1Z0Ru 
then zum Acker gerechnet, hält: 13 Acker 1 Ruthe. 4) eine Pfacht aufm Schdnberg bey Röhls 
hausen so jährlich liefert 3 Möth 3 Messn Korn und 3 Möth 3 Messn Hafer, welche Früchte von 
erwehnten 4Pfächten zusammen in Marburger Maas 21 Mörh 3 Mesten Korn und 21 Möth 
3 Mesten Hafer betragen, und müssen selbige von der ersten Pfacht 2 Meilen Wegs wohin es verlangt 
wird, und von den übrigen nach Neukirchen frey geliefert werben, nebst zubehvrigen Grundzinsen 
zu Verstund Hvlzburg, welche jährlich betrügen 71 Batzen in alter Frankfurter Wahrung; in Ter- 
mino Mitwochs» den syten Julii a. t. Vormittags von ic>bis 12 Uhr gegen annehmliche Bedin 
gungen an den Meistbietenden aus der Hand verkaufen, und werden dre Liebhadere ersticht sich 
dieserwegen in gedachtem Terminv in des Profess. Philosoph. Schröders zu Marburg Behau 
sung einzufinden, ihr Gebott zu thun, und sich nach Befinden und vorgängiger Commumcation 
mit denen übrigen Erben oder deren Bevollmächtigten des Zuschlags zu gewärtigen. Marburg 
den 2Üten Junii 1774. 
£) Es wollen der verstorbenen Professorin Schröderin zu Marburg hinterlassene Erden ihren 
Erbeigenthümlichen Hof zu Michelbach eine Stunde Wegs von Marburg entlegen, welchen der 
malsten Johannes Muth len. dasetbssn auf eine Erbleyhe innen hat, und welcher nebst Wohn 
haus, Scheuren, Stallungen und Hofreyde, an Gürten, Wiesen, Aeckern und Trieschern Y2Z Cast 
selifihe Ack. 33» Ruthen enthält, wovon die jährliche Pacht-prTlkanlla sind r n Möth Korn 1 6 Möth 
Hafer, 6 Möth Gersten, Z Möth Waitzen, ^ Möth Cartoffeln, 1 Klafter Holz, 4Ganse, 4 Hüh 
ner und 4Habnen auf annehmlicheBedmgungen au den Meistbietenden aus der Hand verkaufen, 
«nd kau« das Kaufgeld allenfalls in gewissen Terminen bezahlt, oder auch zum Theil auf lmi- 
läua-
	        

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