Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1774)

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302 lytes Stück. 
J4> ES Hat ber Bäckennstr. Wicke, seinen Garten hinter dem Weissensteiner Tbor, zwischen den, 
Landbereiter EliaS und denen Heydloffischen Erden gelegen, vor eine gewisse Summe Geld ver 
kauft, wer nun was daran zn fordern hat, kann sich Zeit Rechtens melden. 
15) Bey der Demoifelle Crngin in der Fischgasse in des Drechslermstr. Albrechts Behausung, sind 
nunmehro beständig fertige Hauben von aller Gattung, tàinees, Dormeusen und vielerley kleine 
Hauben, um i Rthlr. 16 Alb. zu haben. 
j6) Jemand hat den Zten Tome von denen Oeuvres choifies de Voltaire à Geneve 1756. den 2ten 
und zten Theil des Schauplatzes der Natur. Den iten Theil von denen Contesi morati* de 
Marmontel. Den Zten Theil der Geschichte der Clarissa. Den. Iten und 2ten Theil von des 
Molliere Lustspielen, und den iten Theil des Lebens großer Helden des vorigen Krieges, ver 
lernt. Wer das eine oder andere dieser Bücher gelehnt erhalten, wird gebethen, solches an den 
Eigenthümer wieder zurück zu geben. In der Waise nhaus-Buchdruckerey erhalt man deshalb 
. nähere Nachricht. 
17) Der Graveur Hr. Körner, wohnhaft bey dem Schwerdtfeger Heidmüller vor dem Schloß, 
suchet einen Lehrjunqen von honetter Familie, zugleich offerire er, im Stechen, Zeichnen und M 
boßiren, vor alle Standespersonen alle Tage ferne Dienste, wie allezeit. 
2k) Auf ber Oberneustadt, bey der Witwe Meßing in des Hrn. Landres Behausung, ist von der i 
Egyptischen Gerste zum Säen, das Pf. vor 8 Heller zu bekommen. 
ly) Diejenigen, die sich im letztverwichenen Herbst und Winter bey dem Hrn. Professor und Ge 
neral-Ehirurgus Branda», mit unzeitigen und zur Operation noch nicht schicklichen Staaten 
und andern Augengebrechen gemeldet, und welche Er auf dies Frühjahr in Ansehung der möglichen 
Hülfe vertröstet, können sich nunmehr bey Ihm in seiner Wohnung täglich, wann es helle Wetter 
ist: hauptsächlich aber vom y. dieses Monats May an bis de» ganzen Iunius durch, des Mon 
tags und Donnerstags, im Hochfürstl. Carolino einfinden, und die mögltcheHülfe erwarten. 
22) ES wird Gesellschaft zn einer Reise nach dem Elsaß gesucht. 
21) Es hat jemgnd eine Fluted'amour von Scherer nebst einer Laute zu verlassen und ist deshalb 1 
bey dein Handelsmann Hr. Boas in der Oberibengasse im Scheffelischen Haus das weitere zu 
erfahren. fl 
22) Nachdem gnädigst resolviret worden, daß die überflüssige und entbehrliche Orangerie zur Hey- 
dau aus der Hand käuflich verlassen werden soll; Als wird solches zu jedermanns Wissenschaft fl 
m der Absicht hierdurch oekannt gemacht, damit diejenige, so ein- oder das andere Stück von j 
sothaner Orangerie zu erstehen Lust haben, bey dem Vogt Wenig und Gärtner Guckuck zur Hey- « 
bau sich einfinden, ihr Gebot thun, und das weitere erwarten mögen. Cassel den zten May 1774. 
Aus jzürstl. Kriegs- und Romainen - Lämmer. 
Besondere Avcrtijscments. 
1) Bey der anheute mit bekannter guten Ordnung und den vestgesetzten 8o!enn!tLten vollzogenen fl 
Lyren Ziehung der dahiesigen Hochfürstl. Hessen - Cassellischen gnädigst garankirten Zählen, 
Tortene sind dre Numern: à 
33. 43. 44. 77. 49. 
auS dem Glücks-Rade gezogen worden. Die gote Ziehung geschiehet Mittwochen- den Uten 
May und sofort von drey zu drey Wochen. Cassell den aoten April 1774. 
General-Direction der Hochfürstl. Hessen LaffeUischen gnädigst garantirteli 
Zahlen - Lotterie. 
2) Nachdem das allhiesige Pancratien -Pferdemarkt den i7ten May a. c. seinen abermaligen Fort 
gang haben, anbey auch zu mehrerer Bequemlichkeit derer Pferdehändler die bishero gehabte 
Zollfreyheit von dem verkauft werdenden Breh fernerhin coutinuiren soll; als wird solches allen 
Pferdehändlern und Juden, so sich solchen Markts zu bedienen gesonnen sind, hierdurch mit der 
Versicherung bekannt gemacht, daß sie dabey allen gute» Willen, Zollfreyheit und sonstige De- 
< - sörde- i
	        

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