Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1774)

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Vom ii teil April 1774. 
1774. und die folgenden von 3 zu 3 Wochen. Diejenige, welche ZU dieser Zahlen-Lotterie ei 
ne Collectur anunehmcn, oder einlegen wollen, können sich bey dem General - Collecteur 
Her; David Israel melden. Cassel den 27ten März. 1774. 
15) Herr Nicolaus Siemar, aus Antwerpen in Braband, ist hier angekommen mit einer extra 
schönen Sammlung von Schildereyen, welche in vergoldeten Rahmen eingefasset, und von den 
allerbesten und berühmtesten Meistern verfertiget worden; welche nun geneigt sind von demsel 
ben etwas zu kaufen, können sich den dten Aprill auf dem Mesihaus in Nr. 1. melden, 
lü) Johannes Hamburg von Harlshausen hat ls Ack. im Niederfeld 3 St. Erbland im Geilherser 
Feld so gnädigster Herrschaft Zins-und Zehudbahr um eine gewisse Summe Geld verkauft, wer 
nun was daran zu fordern hat, der kan sich beym Käufer NicolauS Scharf binnen 3 Wochen 
melden. 
17) Bey dem Gärtner Graßmeder vordem Frankfurther Thor sind verschiedene Sorten Wiutcr- 
Lcvcvjenstöch'e um billigen Preis zumhaben. 
18) BeyHr.' 
1' best- gelb- 
! Waizenmehl 
7 Alb. 4 Sorten feine Perlengerste in diversen Preisen. 
J9) Es sollen Montags den Uten Aprill und folgende Tage in der Oberstengasse in des Peruqnier 
Leonhards Behausung allerley Hausgerath an Tische, Stühle, Betten, Eomtoir, Spiegel, 
Schränke, Kupfer, Messing und sonstiges Hausgeräth öffcutl. gegen baare Bezahlung veraucli- 
onirt werden, wer nun solches zu kaufen Lust hat, kau sich nach Belieben des Nachmittags um 
2Ubr alda einsinden. 
.o) Nachdem höchsten Orts gnädigst resolvirt und gut gefunden worden, daß das bey hiesigem 
Fürst!. Salzwcrk vorhandene Düng-und Blcichsalz dem Public» zum besten im Preis herunter 
gesellt, und der Centner von einem sowohl als dem andern hinführo pro 16 Alb. käuflich verlassen 
werden solle, als wird solches zu jedermanns Wissenschaft in der Absicht hierdurch bekannt 
gemacht, damit diejenige, so sich dieses Düng - oder Bleich-Salzes bedienen wollen, an mich den 
hiesigen Ober-Rentmeister Koch sich gefälligst addreßiren, und jedesmahlige proiute Besorgung 
gewärtigen können, worbey annoch zur Nachricht dienet, daß für dasjenige Düng- und Bleich 
salz so in wohlverwahrten Fässern verlassen wird, ausser vor bcmeldten Preis der 16 Alb. auf 
jeden Centner noch 2 Alb. werter für das leere Faß zu bezahlen seyn. Allendors in den Sooden 
den rten Aprill 1774. ' w. Roch. 
1) Nächst künftigen Donnerstag den i4ten Aprill a. c. soll in des verstorbenen Herrn Hofrath 
Muttillets Behausung in der Mittclgasse an der obersten Entcngassc-Ecke, eine Äuction von al 
lerhand Mannskleidungsstücke Spiegel, Schränke, Tische, gestopfte und andere Stühle, Bett 
stellen mit und ohne Vorhänge nebst anderen meßingern, zinnernen und hölzernen Hausgeräthe 
gehalten werden, wer nun davon etwas zu erstehen willens, kan sich besagten Tages Nachmit 
tags um 2 Uhr daselbst einfinden. 
2) Es sind 16 bis 18 moderne Fenster-Flügel, mit runden Scheiben, um einen sehr billigen Preis 
zu verkaufen. Wer solche mit einander zu kaufen Lust hat, kan in der Waisenhauö-Vuchdrucke- 
rey den Verkäufer erfahren. 
3^ In der Hirsch - Apotheke, ist frisch Selzer Wassxr in billigem Preis zu haben. 
) Nachdem am 24ml lellwerwichcnen Monats Febr. bey der ordinairen fahrenden Post von 
Frankfurt ein Kistl. mit Seiden-Waaren, auf der Station Wabern, verlohren gegangen, wel 
ches in Lnrncn emballirt. und mit?. 8. auch Nr. 4„iy. bezeichnet, und «»rinnen, der eingezo 
genen Erkundigung nach, 13 folgendermaßen fpecificirte Stücke sogenannten Zindel- oder leich- 
wl Tnffelö, enthalten gewesen, als: Weissen: 1) Nr. 372, a zo Ellen. 2) Nr. 38Y, a 
und z Esten, 3; Nr. 393, a 31 Ellen. 4) Nr. 395, a 30^ Ellen. Blauen. 5) Nr. 387, 
a 29 s
	        

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