Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1774)

Dom 28ten März 1774. 21Z 
Frauenzimmer in den heftigsten Mutterschmerzen, tmb heilet Augenblicklich die allerheftigsten 
Kopf-und Zahnschmerzen, wie dann auch derselbe für ansteckender Luft und Krankheit bewahret 
und besonders denen Hrn. Geistlichen zu empfehlen. DaS Glasgeu davon samt einem gedruckten 
Buch, kostet irGgr. 
24) Der Bilkische Garten vor dem Weeserthor am sogenannten Franzgraben am Fruchtmesser Koch 
einerseits, anderseits am Romainschen Garten gelegen, ist um eine gewisse Summe Geld ver 
kauft, wer nun daran gegründeten Anspruch zu haben vermeynt, kan sich Zeit Rechtens melden. 
25) Es hat die Wittib Stumpfin ihren Garten vor dem Holländischen Thor, um eine gewisse 
Summe Geldes verkauft, wer nun naher Käufer zu seyn vermeynt, kann sich Zeit Rechtens 
melden. 
26) Der Hochfürstl. Hessen-Cassellifche gnädigst privilegirte Tapeten- Fabrikant Meywald, wohn 
haft in der Schäfergasse, avertiret, daß bey ihm in civilen Preisen zu haben sind, allerhand Sor 
ten Papierne Tapeten mit und ohne Wolle, desgleichen ganz fein gemalte gestreifte und gewas 
serte Mohr-Tapeten, bey Partien als auch in einzeln Garnituren, auswärtigen Liebhabern 
werden die Proben auf VerlangM zugesendet, von welchem diejenige, so sich an ihn addressire» 
werden, richtige und schleunige Bedienung sich versprechen können. 
27) Es hat meine alhier aufSchlesische Art angelegte Bleiche, durch göttlichen Beystand bey Ken- 
' nern nicht nur geneigte Approbation gefunden, sondern auch sich so recomandiret und in Renvme 
geseift, daß fast unnölhig zu achten, deren gewissen Fortgang einem geehrten Pubtico ferrier- 
weit bekannt 51t machen, entfernten Liebhabern eurer schönen und achten Bleiche aber möchte 
dennoch daran gelegen seyn; so habe nicht ermangeln wollen, hinwiederum öffentlich zu averti-' 
reu, daß alle und jede resp. Freunde ihre rohe Waaren, als Damaste, Zwillige, Drillige, Lei 
newand ^ Tuch, Cattune, Mousseline, Garn, Zwirn rc. entweder gerade an mich durch die Post, 
welches der leicht- geschwind-und sicherste Weg, oder durch die bekannte Addresse des Hrn. Hof- 
Factor Bauer in Gotha, je eher je besser. Franco einzusenden belieben können. Den Empfang 
jeder Waare bescheinige wie gewöhnlich durch einen gedruckten Schein, ans welchen das was 
empfangen, die Zeit, wann die Waaren gebleicht, zur Zurückgabe fertig und wie viel nach be 
kannter Billigkeit dafür zu bezahlen, befindlich ist. Nicht nur versichere prompte und gute Be 
dienung, sondern hoffe auch fernere Zufriedenheit und Recommendation, durch Fleiß und Accura- 
tcsse sowohl, als durch Gebrauch der praktisch erlangten Kenntniß und Vortheile, mit göttl. 
Hülfe zu erlangen, nicht zweifelnd, Liebhaber werden ihre rohe Waare um die gute Frülrugs- 
Blcich-Witterung behörig dazu anwenden zu können, sobald nur möglich zu übermachen belie 
ben. Ohrdrnff den 8. Marz 177z. Gottlob Friedrich Hancl. 
28) Es ist auf8erenillimi gnädigsten Befehl das Brücken-Geld auf der hiesigen Schiffbrücke bis 
auf die Halste herunter gesetzt worden, welches dem Pnblico hierdurch zur Nachricht bekannt 
geinacht wird. Cassel den 14. März 1774. Aus Hochs. Kriegs- u.Dsmainen-Rammcr. 
29) Nachdem am 2ften letztverwichenen Monats Febr. bey der ordinairen fahrenden Post von 
Frankfurt ein Kisil. mit Seiden - Waaren, auf der Station Wabern, verlohren gegangen, wel 
ches in Linnen emballirt. und mit P. S. auch Nr. 419. bezeichnet, und worinnen, der eingezo 
genen Erkundigung nach, 13 folgendermaßen specificirte Stücke sogenannten Zindel- oder leich 
ten Tasters, enthalten gewesen, als: weiffcn: 1) Nr. 372, 3 30 Ellen. 2) Nr. 389, a 30 
und ; Ellen. 3) Nr. 395, 3 ZI Ellen. 4) Nr. 395, 3 30? Ellen. Blauen. 5) Nr. 387, 
a 29! Ellen. 6) Nr. 390, a 30 Ellen. Schwarzen: 7) Nr. 381, 329Ellen. 8) Nr. 382, 
a 3c| Ellen. Couleur de chair (Fleischfarbig). 9) Nr. Z88, a zoJ Ellen. 10) Nr. 394, 
330^ Ellen. Couleur de Rose (Rosenfarbe). 11) Nr. 353, 3 30Z Ellen. 12) Nr. 360, 332z Ellen. 
13) Nr. 3B3, a 30 Ellen. So wird ein solches öffentlich zu dem Ende hierdurch bekannt ge 
macht, damit von dem, der, oder denjenigen, welcher, oder welche sothanes Kistl. entweder 
selbst gefunden, oder etwa sonst davon und dessen Inhalt was in Erfahrung gebracht, bey ob- 
Ff % gedach-
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.