Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1774)

irles Stück. 
19 S 
39) Bey Hrn. Henrich Dikm-r am Steinwege ist inCommißion zu haben: Der Englische fcallämm 
vitx solaris cxccIlentiiHir.us , oder Herz r und Magen stärkender Gold-Balsam, der stcl) wegen 
seiner großen Tugend bestens recommandiret. Er vertheilet nehmlich die Flüsse des Haupts, 
stärket die Natur und Gedächtniß des Menschen, conserviret vor dem Schlagsius, hebt alleMa- 
genbeschwerungen, stärket den schwachen Magen, curirt die Colic, hilft in wenig Mitkuten beym 
Frauenzimmer in den heftigsten Mutterschmerzen, und heilet Augenblicklich die allerheftigsten 
Kopf-und Zahnschmerzen, wie dann auch derselbe für ansteckender Luft und Krankheit bewahret 
und besonders denen Hrn. Geistlichen zu empfehlen. Das Gläsgen davon samt einem gedruckten 
Buch, kostet i2Ggr. 
40) Der Bilkische Garten vor dem Weeserthor am sogenannten Franzgraben am FruchtmesserKoch 
einerseits, anderseits am Romanischen Garten gelegen, ist um eine gewisse Summe Geld ver 
kauft, wer nun daran gegründeten Anspruch zu haben vermeynt, kan sich Zeit Rechtens melden. 
47) Es hat die Wittib Stumpfin ihren Garten vordem Holländischen Thor, um eine gewisse 
Summe Geldes verkauft, wer nun näher Käufer zu seyn vermeynt, kann sich Zeit Rechtens 
melden. , 
42) Der Hochfürsil. Hessen-Castelli sche gnädigst privilegirte Tapeten- Fabricant Meywald, wohn 
haft in der Schäfergasse, avertiret, daß bey ihm in civilen Preisen zu haben sind, allerhand Sor 
ten Papierne Tapeten mit und ohne Wolle, desgleichen ganz fein gemalte gestreifte und gewäs 
serte Mohr-Tapeten, bey Partien als auch in einzeln Garnituren , auswärtigen Liebhabern 
werden die Proben auf Verlangen zugesendet, von welchem diejenige, so sich an ihn addressircn 
werden, richtige und schleunige Bedienung sich versprechen können. 
43) Es hat meine alhier aufSchlejische Art angelegte Bleiche, durch göttlicl-en Beystand bey Ken 
nern nicht nur geneigte Approbation gefunden, sondern auch sich so rccvmandiret und in Renome 
gesellt, daß fast unnöthig zu achten, deren gewissen Fortgang einem geehrten Publico ferner- » 
weit bekannt zu machen, entfernten Liebhabern einer schönen und achten Bleiche aber möchte , 
dennoch daran gelegen seyn; so habe nicht ermangeln wollen, hinwiederum öffentlich zu averti- 
ren, daß alle und jede resp. Freunde ihre rohe Waaren, als Damaste, Zwillige, Drillige, Lei- 
ncwand, Tuch, Cattune, Monsseline, Garn, Zwirn rc. entweder gerade an mich durch die Post, 
welches der leicht- geschwind- und sicherste Weg, oder durch die bekannte Addresse des Hrn. Hof- 
Factor Bauer in Gotha, je eher je besser. Franco einzusenden belieben können. Den Empfang 
jeder Waare bescheinige wie gewöhnlich durch einen gedruckten Schein, auf welchen das was 
empfangen, die Zeit, wann die Waaren gebleicht, zur Zurückgabe fertig und wie viel nach be- ^ 
kannter Billigkeit dafür zu bezahlen, befindlich ist. Nicht nur versichere prompte und gute Be- - ^ 
dienuug, sondern hoffe auch fernere Zufriedenheit und Recommendation, durch Fleiß und Accura 
tesse sowohl, als durch Gebrauch der praktisch erlangten Kenntniß nnd Vortheile, mit göttl. 
Hülfe zu erlangen, nicht zweifelnd, Liebhaber werden ihre rohe Waare um die gute Frülings- 
Bleich-Witterung bebörig dazu anwenden zu können, sobald nur möglich zu übermachen belie 
ben. Ohrdrufs den 8. März 1773. ^ (Betrieb Friedrich Häncl. 
44) Es wird hiermit bekant gemacht, das Peter Oberstenberg von der Gemarke bey Elberfeld al- 1 
hier auf dem McßplallNr. 16. mit guten Rauchtobach angekommen ist, als nehmlich ite Sorte % 3 > 
A. B. von Wilhelm Stein aus Amsterdam, 2te Sorte A. B. von Wilhelm Stein daher, wie auch 
guten Harffen - Toback von Mickenschrieber aus Rotterdam, er verstehet sich geneigten Zuspruch 
und verspricht billige Preise. 
45) Es ist auf Serenidimi gnädigsten Befehl das Brücken-Geld auf der hiesigen Schiffbrücke bis 
auf die Hälfte herunter gesent worden, welches denr Publico hierdurch zur Nachricht bekannt 
gemacht wird. Cassel den 14. Marz 1774. Aus Hochs. Rriegs-u.Domainen-Rammcr. 
46) Nachdem am 2gten lelltverwichenen Monats Febr. bey der ordinairen fahrenden Post von 
Frankfurt ein Kistl. mit Leiden-Waaren, auf der Station Wabepn, verlohren gegangen, wel 
ches in Linnen emballirt. und mit k. 8. auch Nr. 419. bezeichnet, und worinnen, der eingezo- ! 
genen • ■
	        

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