Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

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Vom szten November 1773* 
17) Es wird hiermit bekant gemacht, daß, wer an des verstorbenen Metzgermstr. Mattias Schmuls 
Behausung, noch rückständige Herrschaft!, auch Stadtgelder zu fordern hat, man sich in der 
Oberstengasse bey dem Schumachermstr. Johannes Philert noch vor Ablauf dieses Monats Nov. 
melden möge. 
21) Es sollen Montags den 2yten Nov. und die darauf folgende Tage in der Obersten-Ziegengasse 
in des L>chutzjuden Nathan Scelrg Rinteln Behausung, allerhand Effecten an Pretiosis, Gold, 
Silber, Kupfer, Meßing, Zinn,"Eisen, Blech, Spiegel, Porcellain, Gläßer, Manns-und 
Frauensklcider, Linnen, Betten, Hölzernwerk, auch allerhand Waaren und sonstigen Sachen, 
gegen baare Bezahlung in edictmaßigerCassenwährung öffentlich an den Meistbietenden verauctio- 
nirt werden, wer nun eines oder das andere darvon zu erstehen gedenket, der kann sich in den be 
stimmten Tagen Nachmittags 2 Uhr in obgedachter Nathannischen Behausung einstnden, und 
auf das höchste Gebott des Zuschlags gewärtigen. Cassell den Uten Nov. 1773. 
Besondere Avertissements . 
1) Bey der anheute mit bekannter guten Ordnung und den vestgesetzten 8olenn!tXten vollzogenen 
Ziten Ziehung der dahiesigen Hochfürstl. Hessen - Cassellischen gnädigst, garantirten Zahlen- 
Lotterie sind die Numernr 
6. 19. 2. 86. 49. 
aus dem Glücks-Rade gezogen worden. Die Z2te Ziehung geschiehet Mittwochens den 24ten 
Novembr. und sofort von drey zu drey Wochen. Cassell den gten Novembr. 1773. 
General-Direktion der Hochfürstl. Hessen Cassellischen gnädigst 
garantirten Zahlen-Lotterie. 
2) Nachdem die, der gewesenen Tbenrung wegen, bisher bestandene Erhöhung der Extra - Post- 
Taxe auf nächst-instehenden Martini- Tag laufenden Jahrs gänzlich wiederum ceßiret, und von 
dieser Zeit an, nach der vorherigen Tax-Norm, nicht mehr als bey reitenden Eourriers i2Ggr. 
vor Estaffetten, ausser der Expeditions - Gebühr am Ort der Absendung, io Ggr. bey fahren 
den Extra-Posten aber, ohne das, was für eine Post-Chaise oder Calesche gebräuchlich ist, 8Ggr. 
pro Pferd und Meile an Post - Geld - und darbeneben bey ersteren und letzteren nur die gewöhn 
liche Wagenmeisters - Gebühr und das Trink- Geld für die Postillons zu bezahlen ist; so hat 
man solches denen resp. Reisenden und dem Publico überhaupt, hierdurch öffentl. bekanntmachen 
wollen. Cassell den 28tenOctobr. 1773. Aus Hochfürstl. Ober-post-Amrallhier. 
Gelehrte Sachen. 
I) Herr Klopstock ist im Begrif, folgende Schrift auf Subscription heraus zu geben: „Die deut- 
jche gelehrte Republik, ihre Einrichtung, ihre Gesetze, Geschichte ihres letzten Landtages. Auf 
Lll ll 3 und
	        

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