Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

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Vom iten November 1773- 
r) Es ist eine Partie von verschiedenen Sorten Spanischen Schnupftoback, besonders bleicher Ha 
vana zu verlassen, wer solche Lust zu kaufen hat, kann sich bey dem Cabiyets-Caßirer Schatting 
melden. 
9) Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in der hiesigen Löwen-Apotheke in der Weingaße, künfti 
gen Dienstag den 2gten 9kov. und folgende Tage von früh Morgens 8 Uhr bis 12 Uhr, und Nach 
mittages 2 bis 5 Uhr, verschiedene Pretiosa, goldene Medaillen, Silbergeschirr, Gewehr, nämlich 
Buchsen, Flinten und Pistolen, sämtl. von der besten Beschaffenheit, oesgl. Jagdzeug, sodann 
Kupfer, Meßing, Zinn und hölzern Gerätschaften, ferner Vieh - und Ackergeschirr:c. an den 
Meistbietenden gegen haare Bezahlung verkauft werden sollen, diejenige also, welche ein und 
das andere zn kaufen Lust haben, können sich alsdann in ersagter Löwen-Apotheke, zu bestimmter 
Zeit einfinden, darauf ihr Gebott thun und sodann sich des Zuschlags gewärtigen. Hersfeld 
den 6ten Octobr. 1773. 
10) Herr Samuel Mollet in der obersten Markgasse, offenret neue angekommene Waaren, beste 
hend: in Visqnitmehl, 14 Pf. 1 thlr. fein Spelzmehl, 15 Pf. 1 thlr. ordinaircs dito, Pf. 
i thlr. ite Sorte von Perlengerste, n Pf. 1 thlr. 2te Sorte dito, 13 Pf. 1 thlr. 3te Sorte 
dito, 16 Pf. i thlr. 4te Sorte dito, 20 Pf. 1 thlr. fein Spelz-Grießmehl, 14 Pf. i thlr. 
Nudeln, n Pf. i thlr. 
11) Alle diejenige, welche ans der Snb - Collectnr zur iten und 2ten Classe dieser iztei^Cas- 
sellischeu gnädigst garantirten Armen-Waisen- und Findelhaus-Lotterie, des hiesigen Juden 
Wolf Levi Gottschalk, Loose aus denen Nr. 6434. 6440. 6Z01 bis 6525. inclust 12347» 14423. 
7576 bis 7585. inclus. 7976 bis 7997. inclusive bekommen und etwa noch nicht bezahlt haben, 
werden auf das Freuudschaftl. ersucht, besagtem Juden die etwa zurückstehenden Einlagen nicht 
zu verabfolgen, sondern an den Lotterie-Assessor u. Haupt-Colftcteur Hrn. Aug. Darmstädter, aus 
zuzahlen, und gegen die plansmäßige Einlagen die Renovations-Loose zur zten Classe zu em 
pfangen ; weil diesem Juden fernerhin keine Loose, und auch nicht das mindeste anzuvertrauen 
steht, hingegen können sich die Hrn. Interessenten von gedachtem Haupt-Collectcur, in denen 
folgenden Classen der promtesten Bedienung und plansmäßigen richtigen Auszahlung derer Go- 
winnste getrosten. Cassel! den 2zren Octobr. 1773. 
%2) Der Eonditor Hr. Fischer auf der Oberneustadt macht bekant, daß er sich entschlossen, mit 
Abgang dieses Jahres, mit der bisher geführten Eonditorey und sonstigen Handel, gänzlich auf 
zuhören, da aber selbiger nach etliche hundert Pfund frische eingemachte Früchte, als Abrico- 
sen und Marmelade, Mirabellen, grüne Pflaumen, dito Zwetschen, spanische Hambotten, wels 
sehe Nüsse, JohanueStrauben, Himbicrcn, und von beyden Oelee, Lichtekirschen, Suriotten, 
auch von beyden truckene in Zucker gewesene verfertiget; so wil er von allen diesen bey ganzen 
Gefäßen, das Pf. einen Tl>eil unter deut gewöhnlichen Preiß verkaufen; mit der Backerey aber 
wird solange wie oben gemeldet fortgefahren werden, und sind noch immer Mandeltorten, Brod 
torten, Bisquit-und Mandelkuchen inSchneckeuformen, wan solche etwas vorher bestclt werden, 
wie auch gegen Weinachten wie sonsten viele andere Sorten Backercy, Marcipan, Schweitzer- 
Honigkuchen, candirtes von allen weiß-und bunt Confect, Canehl- und gebraute Mandeln, des 
gleichen von dem allerfeinesten Vorschuß-Spelzenmehl 12 Pf. vor i Rthlr. demmhlen zu haben. 
23) Es sollen Montags den itenNovembr. in desAimruermstr. Rangen Behausung, ohnweit deut 
Cöllnischeu Thor hinter der Stadtmauer gelegen, verschiedene Mobilien und Effecten, als Com 
ptoirs, .Eonunoden, Schränke, Leinen und Kleidungen, auch eine Pendul-Uhr, an die Meistbie- 
Eee e e 3 tende
	        

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