Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

Vom i 6 ten August 1773* 541 
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Reichsstadt Frankfurter de 1767. 1770. 
s - Nürnberger de 1765. 1766. 1767. 1770* 
e) An halben Ropf-oder Zehen-Rreuzerstücken deren sechs Stück vor zi Alb. 4 Ar. 
Kayferliche de 1768. 1770. 
Chur-Bayerische 1768. 1769. I77°* 
- Pfälzische de 1767. 1768.1769t I77°» 17?*» 
Fürst!. Fuldaische de 1760. 
Bifchöfl. Speyerische de 1770* 
Fürst!. Würzburgische de 17Ü6. 
- Baadensche de 1768. 1769. 
Marggräfl. Durlachische de 1768. 
« - - Brandenburg, de 1768. 
Fürst!. Löwmstcin-Wertheimische de 177k. 
Grast. Löwenstein-Wertheimische de 17Ü7. 
Fürst!. Hohenlobische de 1770. 
in unseren sämtlichen Cassen angenommen und daraus wieder in demnemlichenFuß bezahlt wek- 
den sollen; wie Wir dann auch ausserdem die Verfügung gethan, daß in Ansehung derer etwa 
noch weiter zum Vorschein kommenden Conventions-Münzen in denen hiesigen Zeitungen jedes 
mal bekannt gemacht werde, welche von deuenselben für Eassamaßig geachtet werden können. 
Soviel hingegen die unter Unserm Bildniß ausgeprägte halbe, ganze und zwey Guldcnstücke 
betrifft, wollen und verordnen Wir hiermit, daß solche wegen ihres ausserordentlich guten Ge 
halts in den Herrschaftlichen Cassen und sonsten zu respeäive cilf, zwey und Zwanzig, und 
vier und vierzig Albus angenommen und ausgegeben werden sollen. 
Und da übrigens eine zeither sich unter der Hand allerley leichte Goldmünzen nicht nur in 
Handel und Wandel eingeschüchen, sondern auch Unseren vorhin emanirten Münz-Ldiäen zu 
wider in Unserm Ober-Fürstenthnm auswärtige schlechte Kreuzer zu coursiren angefangen haben, 
wodurch dann ohavermerkt Unsere gute Münzsorten von wuchersüchtigen.Münzpartierern aus 
Unseren Landen herausgezogen und fremden Münzstätten zugeführt werden: So wollen Wir, 
um diesem Unwesen zu steuren und in Zeiten vorzukommen, hierdurch weiter verordnet haben, 
daß hinkünftig sich niemand unterstehen soll, leichte Goldsorten, als die Fünf Thalerstücke oder 
Touisd'or, welchen mehr als drey Ass ant Gewichte fehlen, die Carolinen, welche über zwey 
As» zu leicht sind, und dievuc-nen, welchen nur das geringste am Gewichte abgehet, in Unsere 
Lande einzubringen, sondern es soll deren Importation gänzlich verboten seyn, und derjenige, 
welcher einen Fall anzeiget, nebst Verschweigung seines Namen den vierten Theil zur Lelob- 
nung haben, die übrigen drey Viertheile hingegen sollen confiscirt seyn; wogegen diejenigen, 
welche leichtes Gold besitzen und umsetzen wollen, solches in die Münze bringen, und dessen 
Bezahlung nach dem Werthe in Golde gewärtigen können. Soviel aber die fremde gcringhalU- 
Kreuzer betrifft, sollen solche von künftigem izten August an gänzlich verrufen seyn, und 
elbige von der Zeit an bey Strafe der Confiscation und härterer Ahndung nicht weiter ausgege 
ben noch angenommen werden. 
Damit nun diese Unsere gnädigste Willensmeynung zu jedermanns Wissenschaft gelangen möge; 
So haben Wir Unserer Regierung allhier befohlen, diese Ordnung gehörigcrmaßen publiciren 
und afstziren zu lassen. Urkundlich Unserer eigenhändigen Namens Unterschrift und beygedruck- 
teu Fürstlichen 8ecret-Znsiegels. Castell den zoten Julii 1773. 
Friedrich L. z. Hessen. 
Vt. J. S. Waitz von Eschen.
	        

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