Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

Vom iten März 1773. l6t 
riebst Vorhang und Garnitur von doppelten grünen Rasch mit seiden Band ausgeziert, eine 
Cattun gestöpte Decke, ein barcheird Bett, 2 Kissen und ein Pfuhl alle mit guten Federn aus 
gefüllt, eure Matratze mit gutem Trilch und Pferdehaar, ein Strohsack von neuem leinen Tuch, 
ist gegen einen billigen Preist und baare Bezahlung zu verlassen, bey dem Hrn. Rollin auf der 
Oberneustabt in der Friedrichsstrasse, ist das weitere zu vernehmen. 
19) Bey dem Handelsmann Herrn Bernhard in derSchaffergasse ist zu haben, guter Provenecr- 
Oehl in Glaser, a i\ Pf. netto ä 15 Albus, ohne Glast inAlb. dasPf.ordinairerBaumöhl daöPf. 
7 Albus, 4« Pf. vor 1 Rthlr. Heller Thran das Maaß lzAlb. Rüböhl 15 Alb. beste Water 
furter. Butter 5^ Pf. vor 1 Rtblr. Reidl. Käse ciPf. vor i Rthlr. 
so) Es ist ein Prediger in einer Stadt im Hannoverischen, welcher gcwillct ist einige junge Leute 
zur Erziehung bey sich zu nehmen, und ihnen selbst Unterricht im Christenthum, Sprachen, 
Geographie und Historie zu ertheilen; und zugleich dafür zu sorgen, daß sie im Schreiben und 
Rechnen, Clavierspielen und andern Stücken die etwa erfordert werden solten, gehörig unter 
wiesen werden. Die Anzahl derselben soll sich nicht über 4 erstrecken, und die Jahre müssen 
nicht geringer als n. und nicht höher als 14 sich belauffen. Solten sich Eltern dazu ent sch lies 
sen , so wünschet derselbe davon baldige Nachricht, welche durch den Herrn Postverwalter Nc- 
belrhau in Cassel an ihn gelangen wird, wo auch der Nahme, der Ort und die Bedingungen 
in Erfahrung gebracht werden können; indem schon ein junger Mensch bey ihm auf diese Art un 
terzukommen wünschet, und es bey diesem nur darauf beruhet, ob sich mehrere dazu anfinden 
werden. 
2 7) Es hat der Schöpfen-Grebe Göbell zu Heiligenrode sein allda zwischen Alexander Wagener 
und Johannes Zufall gelegenes Haust, Scheure, Stallung, Hoffereyde und Garten vor-und 
nm eine gewisse Summa Geldes verkauft; wer mm etwa einige Pratcusion oder naher Recht 
daran zu haben vermeinet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
2t) Es hat der SchrcmermeistcrGoldbcck sein Wvhnhauß hinter dem Judenbrnnnen, zwischen 
dem Seilermstr. Gruneberg, und dem Kaufmann Herrn Efcherich gelegen, um eine gewisse 
Summa Gelds verkauft, wer daran zu pratendircn, oder näher Käufer zu seyn vermeinet» 
kan sich Zeit Rechtens melden. 
LZ) Es solleil Montags den iten Martz und folgende Tage alhier auf der Fuldabrücke in der Frey- 
muthischeu Behausung allerhand Meubles und Effecten an Silber, Zinn, Kupfer, Meßiug, 
Eisen, Porcellain, Glas- und Höltzcrwerck, sodann Kleidungsstücke, Leinen und Bette, wie 
auch allerhand wohl conditionirte Chirurgische- und zum Bader-Metier gehörige Instrumente 
öffentl. auögebotten und an dcnMeinsibietcnden gegen baare Bazahlung zugeschlagen werden: 
Diejenigen also, welche hiervon dasein oder andere Stück erstehen wollen können sich um 2Ut/r 
des Nachmittags alda eiufinden. 
24) Der HuthfabricantHr. Köhler hat ein im guten Stande seyendes eisernes Camin zu verkaufen. 
25) Ein gut eingerichtetes Garteuhauß von Zimmerarbeit, stehet zu verkaufen, wer dazu Belieben 
trägt, kan sich bey Hrn. Kretschmar melden, und das weitere erfahren. 
26) Es soll Montags den ryten Mart. a. c. eine Partie Früchte, an Gerste, Hafer, Nauzeug, 
Sommersaameu rc. zu Sicbcrbausen an den Mcistbiethenden verkauft werden, die solche zu er 
stehen gesonnen, können sich alsdann des Vormittags auf der dortigen Adel. Burg einfinden, 
ihr Gebott thun, und diese Meinstbietende des Zuschlags gewärtigen. Hof-Geismar den lyten 
Febr. 177Z. vig. CominiJJtonis. ‘3, 3. Biedenkav. 
27) Es ist den iZten bnj. Nachmittags aus einem gewissen Hause diebischer Weise cinSilbem LösscÜ 
entwendet worden, worauf unten des Goldschmittö Nahmen I. L. W. und weiter oben die 
Buchstaben, D. 1. hk. D. I. S. und die Jahrzahl 1769 stehet, und 4,Loth wieget, weme solcher 
zu kauffen gebracht wird, oder sonstige Nachricht geben kann, wird gebeten solches in der 
Waysenhauö- Buchdrnckerey gegen Ersetzung der Ankaufs-Kosten oder im letzteren Fall gegen 
ein Doucenr vou rizAlb. mit Verschweigung seines Nahmens anzuzeigen. 
28 )
	        

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