Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1773)

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?tes Stück. 
6 ) Nachdem der Hr. De. und Professor jnris Reinhard Abraham Möller öhnlängst verstorben 
und Kinder hinterlassen, deren Vormundschaft aber ihre Väterliche Erbschaft anzutreten Beden 
ken traget, und deshalb der Liquidations - Termin auf den 27sten Mertz dieses Jahres angese 
tzet worden: So werden alle und jede, welche an besagtem verstorbenen Herrn Professor Möller 
Forderungen haben, um solche andern bemeldeten Tage bey dem "hiesigen Akademische» 
Gerichte in Persohn oder durch hinlänglich Bevollmächtigte zu liquidiren, und weitere Vor 
schläge zu gewärtigen, hierdurch mit der angehängten Bedeutung citiret, daß die nicht erschei 
nende präcludiret werden sollen. Rinteln den 2yten Jarr. 177z. 
8ürstl. Hessen- Schaumburg. Academrsche Gerichte daselbst. 
7) Auf Befehl Hochfürstl. Regierung zu Cassel, wird über des ehemaligen von Daumbachischen 
Verwalter Lindemanns Vermögen, welches dessen palliva ans ein ansehnliches übersteiget, der 
Concurs-Prsceö erkant, und 'Terminus auf Mittwoch den i7ten Martii auf den Adelich von 
Baumbachischen Bnrgsitz nachcr Nentershausen präfigiret, worinnen sämtliche betaute und nn- 
dekante Lindemannische Creditores Vormittags 9 Uhr entweder in Persohn oder durch anreichig 
Bevollmächtigte erscheinen, und ihre Forderungen ordnungsmäsig liquidiren, oder in dessen 
Unterbleibung gewärtigen, daß sie effiuxo Tcrmino praecludiret und weiter nicht gehöret wer 
den sollen. Wanfried den sten Febr. 1773. 
Thcephilus Becher D. vig. ConmnJJionis» 
8) Demnach der hiesige Organist und Schlachtvogt Johann Philipp Sander Ende October 1770^ 
verstorben und aus den: aufgestellten gerichtlichen Jnvenrario erhellet, daß die katliva btc Aktiva 
weit übersteigen; dahero nöthig seyn will, sämtliche Creditores darüber zu vernehmen, ob sie 
sich mit dessen Kindern in der Güte setzen, oder sich gewärtigen wollen, daß die Sache durch 
einen Concurs-Procefi erörtert werde; und dazu Terminus auf Donnerstag den szten Febr. an 
beraumet worden; Als werden alle und jede, welche an gedachten Schlachtvogt Zanders Ver- 
lassenschaft Anspruch zu haben vermeinen, hiermit peremtorie verabladet, daß sie in prrebxcr 
Donnerstags den 2Zten Febr. in Persohu oder durch genugsam Bevollmächtigte vor Fürstl. 
Stadtgerichte erscheinen, ihre Forderungen behörig liquidiren, die Güte pflegen, in dessen 
Entstehung aber sich weiterer rechtlichen Verfügung und die nicht Erscheinende sich der ohnfehl- 
bahren krXclulion gewärtigen sollen. Wannfried den izten Januar 1773. 
, Bürgermeister und Rath daselbst. 
*) Nachdem sich bereits vor hiesigem Gerichte verschiedene Creditores gemeldet, welche an dem 
heimlich entwichenen Loren!) Weißing gebürtig von Mütteroda Anforderungen zu haben ver- 
meynen und denn nöthig seyn will, dessen 8 tatum aüivorurn & paslivorum gründlich ZN un- 
tersnchen hierzu auch T erminus anfFreytag den 1 Sten Aprill h. A. ex oüicio anberahmt worden; als 
Toerben vorgemeldeten Loren!) Weißing sowohl betaute als unbekante Creditores hierdurch Edictaliter 
citiret und vorgeladen, um ersagten Tages des Morgensfrüh 9 Uhr vor hiesigem Freyherrlich 
Diebischen Gericht ohnfelbahr entweder irr Persohn oder per Mandatarium fatis Legitimatum zu 
erscheinen ihre Forderungen.behörig ad protocollum anzugeben oder aber zu gewärtigen, daß 
die nicht erschienene weiter nicht gehöret, sondern gäntzlich abgewiesen werden sollen. Wellinge- 
roda den 2dten Jan. 1773» 
Hreyherrl. Diebische Gericht daselbst. George Wilhelm Herwig. 
Da der Johannes Hilgenberg fen. zu Röhrenfurth eine fein Vernzögen übersteigende Schul 
denlast contrsbiret hat, mithin unter heutigem dato der Concnrs-Proceß gegen denselben erkannt 
worden ist: so werden hiermit alle dessen bekannte und unbekante Creditores edictaliter citi- 
rct um in Termino den 2ten April schierskünftig, fnb prchndicio prxclufionis ihre Fordernn- 
m Protoeoll zu liquidiren, weniger nicht wird der ite und 2teApril zugleich auch zum 
öffentlichen Verkauf dessen unbeweglicher Güther hiermit hestimmet und angefetzet, als an wel 
chen denken Tagen die Licitanten dahier erscheinen und der Meistbiethende dem Befinden nach, 
neriebtlichm Zuschlags gewärtigen kan. Milfungen den 2Oten Januarii 1773. 
8 ; Lreyherrlich Riedeselischer vogtey Milsungen Gericht dahier. I. G. Hofmann.
	        

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