Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1772)

2) ES soll auf ergangenen höheren Befehl, das aus 652; Morgen 42 Nuten Arthaften Landes besie- 
'bende Herrschaft!. Borwerck Rodeuberg, desgleichen das nicht weit davon entfernte Vorwcrck 
Deckedorf mit allen Zubehör, auch den Beckedorffeàfeu-Rott- auch Rieper Rottzeherrden,weniger 
nicht die Herrschaftliche Burg - und Masch -Mühle, deren eine jede in 3 Mahlgängen bestehet 
von neuen, auf gewisse Jähre, von iten May 1774 angerechnet, cd plus Licitantes, entweder 
zusammen oder ein jedes besonders öffentlich ausgebottcu werden, und da des Endes Terminus 
Licitationis auf Mittwechens den yten December schierökünftig bczieler ist, so wird solches 
hierdurch zu jedermanns Wissenschaft zudem Ende betaut gemacht, damit diejenigen, so An 
fangs berührte beyde Vorwerker nebst denen Mühlen insgesamt'oder ein jedes besonders zu 
pachten gesonnen, sich am besagten yten December des Vormittags auf der Herrschaftlichen 
Amts-Stube in Rodeuberg einfinden, mithinlänglichen Obrigkeitlichen Attestatis wegen ihres 
bisherigen Betragens, Vermögens, und daß sie also wegen des Inventarii und der Camion 
halber in allen prxstanda zu praestircti im Stande, mithin auch der Oeconomie und Mühlen 
genugsam kundig seyn, sich zu der Licitation leghi,oirrn, nach Vernehmung derer Pacht- 
Cencitiónen so sie allenfals des Tages' vor dein Verpachtungs-Termin bey dem ernannten 
Licitations-Commislario in Rodenberg vernehmeir können, ihr Gebott thun, und nach erfolg 
ter hohem Approbation des Zuschlags gewärtigen mögen. Rinteln den loten November 1772. 
Ex Speciali CommiJJlone Hochfürst!. Hess Kriegs- und Domaineu-(Lamn\tx. Rulcnkamp. 
3) Nachdem die Pfacht-Jahre der hiesigen ohnweit der Stadt am Esa-Fluß neben dem Sauer- 
Brunnen Wege gelegenen sogenannten Poppenhansser Mahl-Mühle, mit dem 2ten April 177z. 
sich endigen; und dann zu deren andcrweiten Verpachtung Terminus auf Dienstag den iztcn 
December a.c. anberahmet worden ; Als wird so!el)es zu dem Ende hierdurch betaut gemacht, 
damit der- oder diejenige, welche solche Gemeiner >Ltadt eigenthümlich zustehende und von allen 
Oneribus frcyftyende Mühle mit Zubehör auf z oder 6Jahre zu pachten willens, sich in ange 
setztem Termine Morgens 9 Uhr auf hiesigem Rathhause cinsinden, ihr Gebott thun, und nach 
Befinden , auch vorgezeigten Attestatis wie fie nem lieh des MühteirwcsenS timdig- und darbey 
hinlängliche Cantion zu stellen, im Stande sind, daö weitere erwarten mögen. 8ixn. Hof- 
Geiomar den löten November 1772. Bürgermeister und Rach daftlbstcü. 
4) Der hiesiger Gemeinen.Stadt zustehende Wein- und Branteweins-Schank, mit der unterm 
Rathhause befindliche» Wohnung, soll insiehenden Dienstag den 15reu December ». c. vom 
iren Febr. 1773 an, ans 3 oder mehrere Jahre verpachtet werden: wer hierzu Lust hat, und 
hinlängliche Eantion zu stellen- auch den nöthigen Vorrath an Wein- und Brantewein, sich 
anzuschaffen in: Stande ist, kan sich besagten Tages Morgens 9 Uhr auf hiesigem Rathhause 
'einfinden, sein Gebott thun, und das weitere erwarten. Hof-Geismar den lüten November 
1772. Bürgermeister und Rach daselbst. 
5) Zn anderweiter Verpachtung der den iten Aprila, f. vacant nordenden Herrfthaftl. Kalckbren- 
nerey unter dem Weinberg »stNochmaliger Terminus Licitationis ans den 2ten m. f. anberah- 
met in welchen sich also die Pachtlustigen einzufinden, ihr Gebott zu thun und darauf daS 
weitere zu gewärtigen haben. Cassel den sten Nov. 1772. 8. A. XV. Lader. 
6) Ans höchsten Befehl soll das Cabinets-Gnth Burguffeln, welches ans Petri-Tag zukünftigen 
i773ten Jahrs pachtlos wird, abermals auf ander weitige 6 Jahr öffentlich an den Meistbieten 
den verpachtet werden, und ist hierzu Terminus Licitationis auf Mittwochen den isten Dee. 
a. c. anberaumt worden. Es bestehet dieses zwischen Cassel und Grebenstein, mithin sehr 
wohlgelegene, und mit guten Wirthschafts-und andern Gebäuden versehene Guth aus 815 
Acker, und noch 2 besondern sogenannten Cramischen Hufen, stellbaren Landes, 86 Acker Wie 
sen, 22 Acker Graß- Baum- und Gemüse-Garten, dem halben Zehndeu zu Holdesten, ohnweit 
Grv
	        

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