Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1772)

io) Beym Schmnachermstr. Adam Wñgener in der Mittelgasse sind alle Sorten Spelzeumeh! 
wie mrch Fraukfurther Rockenmehl zu haben. 
ir) BeyHr.Joh. Adam Lange, auf hiesigerOberneustadt ist zu haben, des besten neuen Kleesaamen 
das Pf. y Albus. 
12) Eine wohl concilrionirte halbsitzige Reise-Chaise rnit einem Anleger, die auch zu 4Sitzen kan 
gebraucht werden, ist zu verkaufen, und können sich die Liebhabers hierzu auf dem Gonverne- 
mentsplatz bey dem Hrn. Dr. Franke melden. 
13) Es hat die Fr. Gener. Frucht-Schreiber von Enden ihre im Womroth liegende 6 Acker Erb- 
Land verkauft, wer daran etwas zu praetendim, vermeynet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
,14) Es ist nunmehro die l-albe Rudolphifche Hüffe Land in, Castlerfelde gelegen, auf das Meist- 
bierhende vor eine gewisse Summa Geldes verkauft; wer nun vermeinet, etwas daran zu fordern zu 
haben, beliebe sich bey dein Gast- und Wcinhandler Herrn Johannes Körber zu melden. 
15) Es sollen Montags den 22ten Junii a. c. auf hiesigem Meßhause in der großen Gallerte al 
lerband Seidene und Etoffene Frauens-Kleidnngen, eine Garniture mit Gold auf eine Endrienc, 
eine Garn i ture Goldbroderie auf ein Mannskleid, eine reiche Veste eine goldene Sackuhr und 
Tabattiere gegen baare edictmaßige Bezahlung an den Meistbietenden verkauft werden; Wer nun 
etwas davon zu erstehen Lust hat, kan sich ermeldetcn Tages Nachmittags um 2 Uhr daselbst 
einsinden, darauf bieten und mudas höchste Gebott des Anschlags gewärtigen, und müssen 
die erstandene Sachen längstens des folgenden Tages abgeholet werden. Cassel den 2dten May 1772. 
Ex comniiffwne (£. L. Gcddaus. llcoticrimge - Secretarius. 
16) Es haben die Kehrischen Erben zu Ihringshausen ihre im Easseler Feld bey dem Heiligen born 
gelegene 7| Acker Erbland um eine gewisse Summa Gelds verkauft, wer daran was zu pra- 
tendiren verlanget, oder näher Käufer zu seyn vermeynet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
17) Bey dem Apothecker Herrn Fiedler zum Hirsch ist frisch Pyrmonter- .Schwalbacher- Seidlitzer 
Bitter-und Seltzer-Wasser im billigen Preist zu haben. 
18 ) Es ist jemand gesonnen einige Stücke fein weistgebleichtesOberhemder-Leiuen jedesStück a 60 Ellen 
haltend auch allcnfals halbeStücke gegen einen billigen Preist zu verlassen, wem damit gcdienet 
kann bey der hiesigen Waisenhaus - Buchdruckercy Nachricht erhalten. 
19) Den 2y Inn. sollen zu Arolsen, in der Frau Hof- Rathin Herlitz Behausung folgende Me 
daillen verkauft werden, als: i)Eine ungemeine saubere Medaille die Taufe Christi vorstellend. 
2) Zwey Braunschweigische Thalers wovon einer von 1612 den Herzog zu Pferd, siehe Lilienthals 
Thalcr-Cabinet edit. von 1747 Nr. 1119 der andere von 1625 einen wilden Mann mit einem 
Stock in der Hand führet, siehe oben Nr. 1724. 3) Ein Glocken-Thaler, mit der Umschrift: 
Alles mit Bedacht, auf demKlöppel steht der Buchstabe E, neben der Glocke ließt man Tandem 
und auf derselben WQ.ADFR siehe oben Nr. 1144. 4) Ein anderer Glocken-Thaler, mit 
der Umschrift: Tandem patientia victrix. Die Glocke wird von 3 Händen gezogen und auf dersel 
ben stehet nee. pac. ex. 80. x. y. siehe oben Nr. 1146. 5) Awey Medaillen auf der einen erscheinet 
ein Kopf mit einer pabstlichcn Krone und beym herumwenden der Satan mit der Umschrift: 
Ecclesia perversa tenet Faciem Diaboli; die andere zeigt D. Martin Luther-rnit der Umschrift: Ootte? 
^ort ist Luther! Lehr darum vergeht sie nimmerni. 6) Ein rarer auf Medaillen Art gepräg 
ter Braunschweigischer Thaler, worauf 2 Pferde, welche sich vergebens bemühen etwas zu zer- 
reisscn vorgestellt werden, re. mit der Umschrift Quod vi non potuit, disiectum est arte ministra 
siehe oben Nr. 1163. 7) Zwey Begrabnist-Thaler von Herzogen von Braunschweig, siehe 
oben Nr. 1153 und 1200. 8) Ein sehr rarer Embdenscher Thaler, siehe oben Nr. 2116. 9) 
Zwey alte Römische Münzen. 
20) Es hat jemand ein Malzbütte zu 8 Viertel Gerste Caßler Maaß, und mit starken eisern Reifen 
versehen, zu verkaufen, wein damit gedienet, kan sich in Nr. 650. melden. 
21) Da dem Vorsänger Hrn. Schröder junior, wohnhaft an der Fnldabrücke, öffentliche Schule zu 
halten erlaubt ist, so erbietet er sich der Lusttragenden Jugend sowohl im Christenthum als M 
Rechnen und Schreiben guten Unterricht zu ertheilen. 
V)
	        

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