Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1772)

¿So 
2) Eine ganze Gemeinde suchet ein Capital von 522 Rtblr. um ihre neue Kirche völlig zu erbauen, 
gegen ^gerichtliche und hinlängliche Verschreibung aufzunehmen. 
3 ) Es sucht jemand auf dem Lande gegen sichere gerichtliche Hypothec an Hauß und Güthern ein 
Capital vöu^ 602 Rthlr. zu erborgen. 
4) Es will jemand 1622 Rthlr. auf ein noch nicht verschriebenes und doppelt so viel werthes 
Grundstück aufnehmen. 
Notificationes von allerhand Sachen» 
j) Demnach in dem hiesigen Herrschaftlichen Bera- Garten bas Geschirrhauß aufgebrochen und 
daraus 13 Stück Stech-Ochüppen, 7 Flach - Schuppen. 4Hecken -Scheeren. i Jäte - Schuppe, 
i Kraut-Hacke, i Mist-Gavell. 1 Barte. 1 Pfahl-Eisen, welche SlüFe sämtlich mit B. A. bfe 
zeichnet sind, ungleichen 82 Stück der besten Graßblumen-Pflanzen entwendet worden: So hat 
man solches zu dem Ende hiermit betaut machen wollen, daß derjenige, welchem etwa ein- oder 
anderes von diesen Stücken zum Verkauf gebracht werden solle, und solches bey Fürst!. Ober- 
Bau-Amt mit Benennung des Verkäufers anzeigen wird, davor unter Verschweigung des 
Nahmeus, ein Reccmpem von 5 Rthlr. ZN gcwarten haben soll. Cassell den zteu May 1772. 
8. «Dbcr-Bau-Amr das. 
2) Es ist der Violinist Hr. Fischer gesonnen Information zu geben, auf dem Llavier wie auch auf 
der Violin, selbige haben sich vorerst im goldenen Helm zu melden. 
3) Der alhier etablirte und privilegirte Seidenfarbcr Hr. Engelbrecht recommsnöiret sich noch 
mahlen allen und jeden, daß er alle Scidenzcuge, Baumwollen, Sammet, Plüsch rc. in allen 
Couleuren, als: in einem schönen schwarz, braun, Schnee- und Silberweiß, Nosenroth, sein 
ponceau, cramoisin, allem grün und blau, allem gelb, fein Aurora-Orauge-Caruell-Lika- 
Dauphine-Gridclin-Nuance-d'Isabelle-de Perle- de Porcelain- und sonstigen nur verlangt 
werdenden und zu erdenkenden Couleuren mit der besten Appretur, so wie auch alle abgeblassete 
Scidenzcuge und Kleider in eben denselben färbe. Seine Wohnung ist in der Wildemanns 
gaste in der Fehrischen Behausung. 
4) Da das L00S Nr. 5413. 4ter Classe der izten hiesigen Waisenhauß- Lotterie aus Versehen au 
unrechten Ort versand worden, als wird jedermann für dessen Ankauf gewarnet, weilen der 
rechtmäßige Interessent bekant, an welchen der darauf fallende Gewinn ausbezahlt werden solk^ 
z) Beym Kaufmann Hrn. Henrich Ludwig, wohnhaft neben dem Rathhauße auf dem- Marckte, 
sind von der 4ten Hannoverischen Lotterie, ganze, halbe und Viertels-Loose zu haben, und ko 
stet die Einlage zur isren Classe das ganze Loos i Rthlr. Die Plans können vorher bey ihm 
eingesehen werden. 
6) Es werden diejenigen, so in der Funckischen äuQionvor dem Schloß in Schubladen Waare» 
gekauft, und vielleicht aus Vergessenheit solche nicht wieder zurückgeschickt, freundlichst ersucht, 
selbige mit dem ersten zurück zu senden, weilen solche in eine Repolnur gehörig, sonsten aber 
sich beyzmnessen, wann derer Inhaber Nahmen mit nächsten bekannt gemacht werden. 
7) Der Gastwirth Herr Müller hat sein Hauß die Traube genannt, um eine gewisse Summa Geld 
verkauft, wer was daran zu prXtenäireu hat, oder naher Käufer zu seyn vermeinet, kan sich 
Aeit Rechtens melden. • 
8) Es hat alhier jemand aus seiner Graßblnmen-Flohr welche in 242 Sorten bestehet, an Able 
gern das Stück zu 4 Mb. oder auch in der Flohr 222 Stück, ü 6 Stück vor i Rthlr. zu verlas 
sen, desgleichen 50 Stück recht dunkelbraunen gestalten golden Lack in der Flohr ehemals bStück 
vor i Rthlr. 
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