Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1772)

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^0ti6catione8 von allerhand Sachen 
AAachdem des regier. Herren Landgrafen Hochfürstl. Durch!, den Herzog!. Sachsim-Hilddurqbaußi- 
tJv scheii Hof-GraveurHrn.Joh.Will>. Kirchner, znJhro Hof- und Münz-Graveur gnädigst err 
nennet, rind angenommen, so offeriret derselbe einem jeden gegen billignräßige Bezahlung seine 
Arbeit im Petrschaftsschneiden von allerhand Sorten auf Stahl, Gold, Silber und auf andere 
" Metalle, mit und ohne Wappens es schneidet derselbe auch Kopfe, Devisen, Portraits n. s. w. 
> theils erhaben, cheilö tief in allerhand Edelsteine, Crystalle, Carniol, Topas, Jaspis und der- 
" gleichen,- wie und auf'welcheArt es verlangt wird: ferner schneidet er aufHirschzahne die künstlich- 
. sien Figuren, kleine Hirsche,-alte Köpfe u. d. g. mehr, sein Logis ist bey dem Kaufmann Herrn 
Wiederhold in der untersten Fuldegasse. 
•%) Der privllegirteSeidenfärberHr.Engelhrecht ans Inrch, wohnhaft dabier in derWildemannsgasse 
in des Wein Händler Hm. Fehrs Behausung, recommandirt sich in allerley erdenkenden Couleu 
ren meiden, Sammets Manchester, Plüscheme Waaren, wie auch roher Seide, Baumwollengarn, 
imglcichen abgesclwsscnenalten Kleidungsstücken wiederum die schönsten Couleuren aufzusetzen, 
‘ und um einen billigen Preis alles mit der schönsten Apretnr, wie auch ein kostbares schwarz "auf 
seiden und seiden Zeugen zn färben. 
z) Es ist ein Diamant mit einem meßinger.n Käsigen, darin selbiger gefastet, verlohren gegangen, 
wer solchen gefunden, beliebe es zu melden, und gegen die Herausgabe sich eines guten Douceurs 
zu versichern. • . .. . ' 
4) Nachdem die von den verstech. Apothecker Herrn Key.mit vielem Ruhm geführte Apothecke zn 
Gndensberg seit bestem Ableben ein halbes Jahr gänzlich verschlossen gewesen, mithin deren 
- Kundschaft znm Theil sich zerstreuet ; So macht Hr. C. G. Holz dem Publico bekannt, daß er 
>■- gedachte Ossicin seit den loten Octobr. c. a. nicht allein- erb- und eigenthüinlich baar an sich er- 
kanffet, sondern auch da es ihme an Capacitat und nöthigen Fonds zu Retablirung derselben nicht 
' fchlt, besonders da er eine geraume Zeit in der in Teutsch land so berühmten Kochischen Material- 
Handluna in Frankfurth gestanden, mithin die ersten Quellen, die besten Materialien aufs billig- 
- sie zu bezichen, erlanget, auch von diesem Hausse alle Soutiens hat, dermahlen seine Ossicin mit 
benssftsil>estennlnd besteil Materialien, und Medicamenten versehen habe, so daß er allen und je 
den auf die beste und billigste Art bedienen könne, weshalben er sich gütigen Znspknch erbittet, 
und dagegen die promteste und exacteste Bedienung, wie auch billigst und äußerste Preise ver 
spricht. .k- ' ' '■ " 's 
.5) Beym Kausinann Herrn Henrich Ludwig wohnhaft neben dem Rathhallse, sind Loose zur 4ten 
Ziehung der hiesigen gnädigsten garan tirten Zahlen-Lotterie, welche den ^2z'ten Januar.' gezogen 
wird, auf alle mögliche Spiel-Arten, auch zur sten Classe hiesigen Claßen- Lotterie, desgleichen 
zn der 6ten Haupt- und letzten Classe von der Hannoverischen Lotterie, welche den soten Januar, 
gezogen wird, noch Kauflose zu haben. 
6) Bey dem Kaufmann Dr». Friedrich Helmcke auf der Obernenstadt auf dem Carlsplatze sind aus 
ser den bereits angezeigten veritablen Nürnberger Honigkuchen in diversen Sorten, auch frische 
Bückinge, das paar 2 Alb. getrocknete Zwetschen, ganz wclsse Archangelische Lichter 5 u. iviertelPf. 
zn 1 Rthlr. und das Pf. .6Alb. 4Hlr. Bonteillenpropfen looStück 8 Alb. nebst andern stets füh- 
renden Waaren in den billigsten Preissen zu haben. 
.7) Bey dem Schutz-Juden Jsaac Nathan, wohnhaft in der obersten Ziegengasse, sind auf künftige 
Carnevalszeit, von allen Sorten Manns- und Frauens-Zimmer-Donnuo um einen billigen Prerß 
zu verlohnen, auch Hey demselben zu hiesigem Lotto sowohl als der Classen-Lvtterie, imgleichen 
zur Kannöverischen Lotterie Loose zugekommen. 
8) Nachdem der Weinhändler Jacovi durch diese Zeitung Nr. 50 und 51 dem Publico avertiret, 
daß er gesonnen, seinen vor de>n Frankfurther Thor belegenen Garten zu verkanffen: und aber 
einen Theil von diesem Garten derselbe von des Fahudrich Beckers rd, erkauft, solchen jedoch 
noch
	        

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