Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1771)

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* legen össcntlich Zn wissen, welchergestalten der Ober-Commistlu-iu; Johann 'Philipp Biermgnn 
dahur am raten Octvbr. 1746. mit Hinterlassung eines gerichll. errichtet Testaments nebst ei 
nem demselben beygefügten sogenannten Postscript verstorben; Rachdeme nun nach diesen pnbli- 
Lll-U'n restamenrarischeu Di«.p»iitionen und einem gerichtl. aufgestellten Invenlarió weder der insti 
tuirte Hauptcrbe, noch die beyden solchem i" Casum non aditioni? substituirte Neben Erben, um 
Vicht mehr Schadcu als Nutzen von dieser mit Pastiv-Schulden, auch starken Legat- & sideicom- 
. m ur. onerine« Erbschaft davon zu tragen, sich derselben nicht unterziehen wollen,vitlmehrschlech- 
terdiogs dieser Testamentarischen Erbschaft verziehen: Auf solchen Fall aber auch der berührte 
Test,«* Bi ermann all schon noch weitere Posttenpr-Erben, nahmentlich i) Daniel BiermannS 
Tochter in Bremen, 2) Conrad Biermanns Tochter eben daselbsten, z) Die Biermanirische Bat- 
tees Schwestern Haqelgausin, und 4) Die Füllingin beyde rn Elben, zu vier Stämmen, ferner 
die Happclllich Wolffrsche Anverwandten, wie weniger nrcht die allhiesig evangelisch reformirte 
Schul- und Hautz Armen, zum Sten und üten Stamm nicht nur ernennet, sondern auch diesen und 
wer sich hierzu als Erbe auch deàriren wollte, die Condición und den modum, hast der- oder 
dreselben alhrer in Schmalkalden sich haußlich niederlassen sollten, »djiciret, Ja! nach dieser 
Posttcripr-Erben allhicsiqen Ableben noch die übrigen Biermannischen Descendenten nemlich Jo 
hannes Bierurauns gewesenen Schultzen in Gudensberg und die in Frauckenberg wohnhafte scora t 
tnannischc Erben, auch nach solchen die Happellische gesammte Familie, ferner letzt!, die Schipper 
lische Freundschaft substiruiret ; So hat die Nechts-Nothdurft, bey so beivairdken- ganz sonder-» 
bahren Umstanden, erfordert, insonderheit auf starkes Anhalten derer Biermaunischen Credtcoren. 
einen Curarorem bonorum und respetivo ContradiLorern ohne weitern Zeitverlust derozeit ex 
‘Officio zu bestellen; welcher daun sofort schon in Anno 174*. um Erkennung dieser wiederhohlenr 
den lidictal-Citation gegen alle diejenigen, die ex Causa Testamenti, Debiti, vel ex ejaoeumjue 
alio Capite einen begründeten Anspruch an diesem Biermaunischen Nachlaß zu haben oder zu ma 
chen vermeynen sollten, geziemende Vorstellung gethan, mit angehängter Bitte, damit fälst auch 
die Postfcr¡pt-v¿TÍH'¡i, wie um so glaublicher, eben wohl diese mehr schad- als nützlich- und allzu- 
^arck oneiirce Erbschaft repudiar» sollten, der Concurs-Process sodann den ohnvermeydlichen Fort 
gang gewinnen küunr. Wir peremtorie alle und jede st), wie oben gedachte einigen Anspruch an 
diesem Vienna nnischea Nachlast ex lest amento , Debito aut tzuacun<jue alia Caula zu kormiren 
-oder zu haben vermeynen möchten, auf einen nochmaligen Terminimi ad declaranduin, Legiti- 
mandum, & respective liquidandum von Fürstb Ober-Amtsweqen cirireu wollten: Und dann 
allenthalben vorkommenden Umstanden nach, diesem reiterirren billigen l'etico nicht zu entstehen 
gewesen; Als werden hierdurch alle und jede so an des verstorbenen Ober- Commista rii Johann 
Philipp Bierinanlls hinterlassenen Güthern und Vermögen Ansprüche ex Testamento, ex Debit» 
vel ex ijuocunque alio fundamento zu haben oder zu inacheu glauben, wiederhohlt zum ersten, 
-andern und drittenmahl sub poena praecluli öc perpetui bilenrii ertilt und vorgeladen, in Termi- 
-tio ultimo praejudiciaii Freyt a g öt’u 3 iien May a. c Morgens früh um loUhraif alll-iesigFürstl. 
DbenAmte in Person oder durch genugsam Bevollmächtigte ohnfchlbar zu erscheinen, und zwar 
die Blcrmannischc Postscript-Erben, wie auch Legatarien, und lucine sonst an dieses Testaments- 
Gültigkeit gelegen ist, gefaßt, sich zu erklähreu ob sie auf die vom Testatore vorgeschriebene Be- 
eui mugen Art und Weise die Erbschaft autreUen oder repudiiren wollen und können; die Bier- 
maIINische Creditore? aber auch üngulatiter stnguli mit dem ex Officio consti tuirtni Contradictore 
bonorum s. T. Ober-Amts ^st'estore Johann Tobias Stephani besonders noch, der Proceß-Ord 
nung gemäß zu verfahren, ihre etwan habende Forderungen so fort zu liguidircn und hier nächst' 
earaiy allcuthalben recht!. Bescheids zu gewärtigen. Woruach sich alle und jede denen dieses an 
Zu achten, mit der angehängten Verwarnung, es erscheine nun ein oder der andere in die- 
* lU ’ r UN audt'rnmah! praestgirren- und praejudicral-Termin entweder ohnlegirimirr oder qar 
MDt, daß nichts Hrfto weniger.auf weiteres Anrufen des Comradictoris sodann ohne weiteres zu 
. 'Uk^en odei- den geringsten ferneren Aufschub in Contumaciam, rmd Mit gewissem gänzlichen 
- ---- ' Ber.- 
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