Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1770)

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m sremben Calendern in denen vestgesetzten Preiffen, jedoch nur gegen baare Bezahlung^ 
idul'ch den Waisen-Hauß-Buchbinder Seybert 8e^ ain Markt, auf das prompteste gedienet 
werden. Jin einzeln aber sind geheftef- und ohngeheftete Caleuder bey nllen Buchbindern in 
Hem gewöhnlichen Preiß zu bekommen. Cassell den izten Decembr. 1770. 
.4) Nachdem wegen der zu Ebsdorff im Fnrstevthum Hessen jährlich besucht werdenden Pferde- und 
Vieh-Märkten, zu mehrerer Bequemlichkeit der Käuffer und Verkänffer, die Veranstaltung getrost 
fen worden, daß im nächstkommenden i77iten Jahr der vierte sothaner Markte auf Montag den 
^oken Iunii der fünfte aber auf Montag den i5ten Julii seyn, in denen darauf folgenden Jahren 
hingegen jener, der vierte jedesmahl auf den, in der vor dem Hirchehayner Johannes-Markt un- 
mittelbar vorher gehenden Woche einfallenden Montag, und dieser der fünfte, auf den, in der, 
vor dem Ulrichsteiner Jacobs-Markt, nächstvorhergehcnden Woche befindlichen Montag gehalten 
werden solle; Als wird dieses dem Publico und allen Vieh- und Pferde-Händlern nicht nur zur 
Nachricht, sondern auch hiermit weiter bekannt gemacht, daß diejenige, so die Ebsdorffer Vieh« 
Märkte besuchen wollen, daselbst alle erforderliche Bequemlichkeit antreffen werden. Cassell den 
sotenNop. 1770. 
F. H. Kriegs- und Domainen-Cammer das. 
5) Nachdeme sich verschiedene Kreditors? in dem über des verstorbenen Cantzley - ^ävocrri Adam 
Christoph Kalckhoffs ^oncurz gestandenen und per ediÄales öffentlich, fub praejudicio praeclulio. 
nix anberaumten kägmdattoar-^rmm geineldet, mit diesen auch 5upsr ^mdicare bereits verfahr 
ren, gegen die zurückgebliebenen Gläubigere aber vom bestelten Ouracore & contradictore contu- 
macia accuttret- und um ein Osersrum praeclufiyum nachgesuchet worden ist; so wird solche pi-ae- 
Lluüon hiermit erkannt, dergestalt und also, daß alle diejenige, weiche ihre Forderungen gehörig 
nicht Uguidiret, darmit ferner nicht gehöret werden, sondern vom Conciles schlechterdings abge 
wiesen seyn sollen. Welches Luraror mittelst der Cassellischen Zeitung öffentlich bekannt ma 
chen lassen, und wie dieses geschehen, demnächst die Bescheinigung ad aflta geben soll. Sign» Rs- 
thenburgden rztenNov. 1770. 
Zu Fürstl. Heß. Rothenburg. Cantzley dahier verordnete vlreÄor und Rathe- 
6) Am 6ten bujus sind bey hiesigem Amte, auf Osvunciaüon einer Frauensperson, welche sich 
für die Witwe des getaufften Juden Johann Justus Gaismar, welcher vor in ihalben 
Jahre in der Leine bey Göttingen ums Leben gekommen seyn soll, ausgiebct, nachbenante Va- 
gabonden in eiNLtN Complotte arretirct und zu gefänglicher Haft gebracht worden: a) Jo^ 
Hann Christian Demant, 4rJahr alt, mittler Statur, länglich blaffen Angesichts schwarzbrau 
nen schlichten aber ,in einen Zopf geflochtenen Haaren, einen bräunlichen lackenen Ueber-Rock, 
hlau Camisol tragend, mit dem rechten Beine stark hinkend nebst dessen Frau und 2 Kindern, 
. welche vorgeben, daß sie sich mit -Umtragung Schlesier Zwirns, Baumwollen-Garn und Strüm 
pfen zum feilen Verkauffe ernähret. 2) Adolph Lorentz, 40 Jahr alt, langer Sratur, schwar 
zen etwas krausen Haaren, einen Klauen Mock, #in bunt Cattunen Brusttuch, leinen Hose tra 
gend, mit seiner Frau, einer 15 jährigen Tochter und einen kleinen Jungen, welche sich mit 
Verkauffung gedruckter Sachen und Lieder seit langen Jahren ernähret haben und aus Mühl 
hausen gebürtig seyn wollen. 3) Johannes Lehfarth, 28 Jahr alt, etwas langer aber unter- 
sätziger Statur, mit schwarzen Haaren, Klauen Rock, Camisol und gelb ledernen Hose verse 
hen, dessen Frau mit einem säugenden Kinde, die vorgeben, daß sie sich mit Glas- und unech 
ten Porcellain-Handel zu ernehren pflegten. 4) Christian Asmus, 19 Jahr alt, mittler Sta 
tur, hellbraunen etwas krausen Haaren, einen blauen Rock und dergleichen Camisol auch gelbe 
lederne Hose tragend, der ein Knecht eines aus Mühlhausen gebürtigen mit Cartun und Strüm 
pfen handelnde« Mannes, Nahmens Johannes Schröder zu seyn vorgiebet. So wird dieses hie 
durch bekant gemacht, und, da man aus dem Summarischen Verhöre nicht olme Grund Verdacht 
Möpsen müssen, daß die Asiaiitw hin und wider Deiicta begangen haben mögen, gebeten , pm
	        

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