Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1770)

zu dem Ende hierdurch bekannt gemacht, damit diejenigen, welche Belieben tragen, deren zu kau-' 
fen, sich bey Fürstl. Frucht-Rentherey alhier einfinden mögen. Cassel den i6ten Jul. 1770. 
Vig. Commifs. Jager. 
3) Bey dem Stadtwachtmeister nnd Handelsmann Hr. Willius in der Obersten-Entengasse, ist fri 
sche Butjender Butter, 5 «nd ihalb Pf. vor 1 Rthlr. zu haben, auch sind bey demselben halbe 
und iViertels Tonnen davon zu bekommen. 
4) Nachdem bey hiesiger Leyh - Banco ans bewegenden Ursachen für nöthig erachtet worden, den 
Termin zu Bezahlung der Zinsen- von den alten Actien in Zukunft auf den iten Julii fest zusetzen, 
und dahero die am iten hujus fällig gewesene halbjährige Zinse Vermahlen auszahlen zu lassen; 
So hat man solches denen Herren Interessenten zur Nachricht und um sothane halbjährige Interesse 
baldthunlichst abholen zu lassen, hierdurch ohnverhalten wollen. Caffell den zten Julii 1770. 
5) Es stehen alhier verschiedene Reitpferde zu verkauffen, alle ohne Fehler, als a) Ein Kohlfuchs 
Engeländer Wallach, alt 7 Jahr, b) Ein brauner Engeländcr Wallach, alt 5 Jahr, c) Ein 
brauner Hengst, alt 6Jahr, und e) ein Rothschimmel Wallach, alt 8 Jahr, beyde Sabbabürger 
Gestute-Pferde. f) Ein dunkelbrauner Dessauer Wallach, so gestutzt, alt 9 Jahr. 
S) Desgleichen ist folgende Equipage alhier zu verlassen.- 1) Eine ganz verguldete Staatskutsche, 
inwendig mit Carmoisinrothen Genueser Sammet beschlagen, und mit goldenen Tressen und Rath- 
schnür besetzt, nebst 12 halb gold- und seidenen Quasten, mit goldenen Crepinen, der Himmel und 
die Bockdecke mit halb gold- und seidenen Frangen, wie auch goldenen Crepinen garnirt. Zwey 
Staatsgeschirr mit rothen Leder eingefaßt, mit vergoldeten Schnallen und Buckeln, nebst Haupt 
gestell und Stangen, wie auch kiocl<y und Kutscher-Linie, von Carmoisin-Seide, mit Gold durch, 
wirkt. Sodann 2) ein französischer vis ä vis, stark vergoldet, mit veritablen Lac Veuve Marti« 
vernilirt. Inwendig mit Genueser venl de Pomme Sammet, und seidenen Crepinen garnirt. 3) 
Ein Berliner grüner Phäto«, vergoldet und inwendig mit grünen Plüsch beschlagen. 4) Ein ver 
goldeter Schlitten, mit vieler Bildhauer-Arbeit geziert, inwendig mit grünen Sammet beschlagen- 
und goldenen Tressen besetzt, nebst Kummet und dazu gehörigen Geläut, auch Feder-Sultan. 5) 
Vier Geschirre mit Beschlag und Schnallen von Pinspeck, nebst Hanptgestellen und Stangen. 
7) Diejenige, welche bey hiesiger Leyh-Banco Unterpfänder gegeben, welche über ein Jahr, und 
folglich über die Zeit stehen, werden hiermit erinnert, solche zwischen hier und dem zoten dieses 
Monats entweder ganz einzulösen, oder, insoferne die Sachen vor das darauf gegebene Capital 
noch langer bleiben, vermittelst Entrichtung derer schuldigen Zinsen wenigstens zu erneuren, und vor 
den alten einen neuen Zettul zu fordern, in solcher Entstehung aber sich selbsten zur Last zu legen 
wann man nach obig bestimmter Zeit mit denen ohnernenerten Effecten, sogleich durch eine össent- 
liche Anction, zum Verkauf schreiten wird, Cassel den i6icn Julii 1770. 
Aus hiesiger Leyh-Banco 
8) Bey der Wittib Bröckelmännin auf der Obernenstadt ist wiederum frischer Portugisischer schwar 
zer, wie auch Mayländischer gelber Rübesamen angekommen, daß Pfund i und 2drittel Rtblr' 
einzeln, das Loth 22 Heller. - } * 
9) Es hat der Hof-Uhrmacher Herr Nettmann das in der Unterneustadt an dem Kaufmann ä^rn 
Hampe belegene des verstorbenen Landbereuter Dittmar hinterlassenen Kindern, zugehörige Wobn' 
hauß samt Hoftaum und Stallung vor eine gewisse Summa Geldes verkauft; wer nun etwas daran 
zu fordern hat, oder näher Käuffcr zu seyn vermeinet, kann sich Zeit Rechtens bey demselben als 
Vormund besagter Kinder melden. 
ro) Da niinmchro der Mctzgermstr. Adam Hermann und dessen Ehefrau, ihr in der Müllerstrasse 
an der Krautgasse-Ecke, zwischen dem Tobackspinner Ulrich und Hofwagner Herwig gelegenes ei 
genthümliches Wohnhanß, um eine gewisse Summa Geldes verkauft haben; als haben dieieuiaea 
so etwas daran zu prätendiren oder näher Käuffcr zu seyn vu meinen, sich Zeit Rechtens zu melden 
11) Eme gew.sie Frauensperson, wohnhaft in der Obersteugasse bey Hr. Eulner, erbietetsich Kov^ 
Zeuger das Stuck vor 4 Albus aufzustecken, wie auch Oherhembber um sehr billigen Preis zu ver 
ía)
	        

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